Die FlatOut-Reihe steht für puren Fahrspaß. Das war bisher bei allen Teilen so und hat sich auch auf der PlayStation Portable nicht geändert.
Eben jene Umsetzung für Sonys Handheld hört auf den Namen FlatOut: Head On und hat jede Menge Inhalte anzubieten, beispielsweise den Carnage-Modus. Nach und nach absolviert man hier diverse Events. Bei entsprechendem Erfolg verdient man sich Punkte und schaltet somit neue Herausforderungen frei, die mit einem jeweils vorgegebenen Wagen bestritten werden.
Ein wenig anders funktioniert da schon der FlatOut-Modus. Hier erwarten Euch drei verschiedene Kategorien (Derby, Straße, Rennen), allerdings geht es nicht um Punkte, sondern um Kohle. Zu Beginn kauft man sich einen eher schlechten Wagen, kann diesen jedoch mit Upgrades für Motor, Aufhängung oder Auspuff aufmotzen. Die wirken sich sogar auf verschiedene Attribute wie Geschwindigkeit, Fahrverhalten und Beschleunigung aus. Alternativ steckt man das hart verdiente Geld gleich in eine bessere Karre.
Ohne große Voraussetzungen startet Ihr im dritten Singleplayer-Modus die Einzel-Events. Es ist zuvor lediglich eine Auswahl zwischen normalen Rennen, Stunts, Derbys oder speziellen Herausforderungen nötig. Anschließend noch nur noch das passende Vehikel aussuchen und schon geht es ab auf die Piste.
Wer gerne gemeinsam mit anderen menschlichen Teilnehmern spielt, wird mit zwei Multiplayer-Varianten zufrieden gestellt. Der Party-Modus ist dann nützlich, wenn man nur im Besitz einer PlayStation Portable ist, aber trotzdem zusammen Spaß haben möchte. Erstellt einfach im Menü maximal acht Spieler, die dann wiederum in den Stunt-Herausforderungen nacheinander antreten. Dazu reichen die Teilnehmer einfach den Handheld weiter.
Via Internet tritt man außerdem gegen vier Spieler in einzelnen Events oder Turnieren (bis zu zwölf Rennen lang) gegeneinander an und gibt als Host – neben anderen Einstellungen – zum Beispiel verschiedene Wagentypen oder Upgrades vor.
Der Transfer von PC beziehungsweise Konsole auf die PSP ist den Entwicklern auf jeden Fall geglückt. Die Steuerung könnte man als einen Mix aus Arcade und Simulation bezeichnen, fast so wie in Colin McRae. Mit gerade mal drei Buttons (Gas geben, bremsen, Nitro) und dem Analog-Stick hat man die Fahrzeuge perfekt im Griff und steuert beziehungsweise driftet sie nach kurzer Eingewöhnung elegant um die Kurven.
Dank der beiden übersichtlichen Perspektiven bleibt das Geschehen dabei stets übersichtlich, während man durch Stadt, Waldgebiet, Wüste, Felder, Kanäle oder über normale Rennstrecken rast. FlatOut-typisch haben die Entwickler hier wieder zahlreiche zerstörbare Objekte auf den Pisten verteilt, die Ihr fröhlich über den Haufen fahrt. Teilweise ist das auch zwingend nötig, um Punkte zu sammeln.
Grafisch überzeugt FlatOut: Head On durch eine hohe Weitsicht sowie schöne und detailreich gestaltete Schauplätze. Gelegentlich können jedoch ein paar Slowdowns die freudige Raserei stören. Aber auch nur dann, wenn sich viele Wagen gleichzeitig ineinander verkeilen und dabei explodieren. Wie gewohnt bröckeln die Vehikel nämlich Stück für Stück auseinander, wodurch Euch im Verlauf eines Rennens schon mal das eine oder andere Wagenteil um die Ohren fliegt. Und zwar so lange, bis jeweiligen Fahrzeuge mit einem glühenden Feuerball in die ewigen Jagdgründe eingehen.
Davon abgesehen gibt es bei FlatOut: Head On relativ wenig zu bemängeln. Unter Umständen müsst Ihr lediglich die Events mehrmals absolvieren, bis Ihr das perfekte Ergebnis erzielt. Selbiges gilt für die Stunts, für die häufig perfektes Timing und Winkel nötig sind. Meistens erhält man aber auf Anhieb mindestens die Bronze-Medaille. In der deutschen Version sitzen übrigens wieder Crash Test Dummies anstatt virtueller Menschen als Fahrer am Steuer.
Ihr sucht ein spaßiges, umfangreiches, abwechslungsreiches und forderndes Rennspiel? FlatOut: Head On ist in dem Fall vermutlich genau Euer Ding. Die Umsetzung darf im Großen und Ganzen als geglückt bezeichnet werden. Head On zählt somit auf jeden Fall zu einem der besten Rennspiele für Sonys Handheld.
Wer das Spiel selbst ausprobieren möchte, findet hier (store.playstation.com)eine Demo im PlayStation Store.
Ihr mögt Ford? Oder Land Rover? Dann kommt das Rennspiel Off Road vielleicht für Euch in Frage, denn hier brettert Ihr lediglich mit Fahrzeugen dieser beiden Marken durch die Gegend.
Damit Ihr auch lange genug beschäftigt seid, bieten Euch die Entwickler einen umfangreichen Karrieremodus an, in dem Ihr nach und nach diverse Events auf einer Karte abarbeitet, darunter Zeitrennen (grüne Objekte für Zeitbonus sammeln, rote meiden), K.O.-Herausforderungen (die hinteren Wagen scheiden Runde für Runde aus) oder Duelle. Zuerst geht es dabei in staubigen Regionen zur Sache, anschließend wird es in den Waldgebieten etwas grüner, bevor die Wagen letztendlich in einer Schneelandschaft um die Kurven schlittern.
Auf ähnliche Art und Weise, aber weniger umfangreich, funktioniert der Turniermodus. Auch hier findet man verschiedene Events auf einer Karte und absolviert sie schön nacheinander. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um ganz gewöhnliche Rennen auf den Rundkursen, also keine Duelle oder andere Herausforderungen.
Beide Modi haben eines gemeinsam: Durch erfolgreich bestandene Rennen verdient man sich ein wenig Geld dazu, das wiederum in den Erwerb neuer Fahrzeuge gesteckt wird. Die verfügen über verschiedene Attribute in den Bereichen Geschwindigkeit, Beschleunigung und Handling. Leider lässt sich ansonsten nur die Farbe verändern, Upgrades sind in Off Road nicht vorhanden.
Schaden nehmen die Vehikel zwar ebenfalls, jedoch ohne ernsthafte Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Lediglich in einem Eventtyp müsst Ihr den ersten Platz erreichen und gleichzeitig unterhalb einer bestimmten, in Prozent angegebenen Schadensmenge bleiben. Sichtbare Auswirkungen auf Eure Fahrzeuge sucht Ihr dabei übrigens vergeblich. Ford wollte wohl keine zerbeulten Autos im Spiel haben.
Neben einem Arcade-Modus (einzelne Events – müssen erst freigeschaltet werden) hat Off Road außerdem noch einen Multiplayer-Part im Gepäck. Bis zu sechs Spieler treten in normalen Rennen, Expeditionen (Artefakte auf der Strecke finden) oder in der eben schon angesprochenen Variante „Schadensgrenze“ gegeneinander an.
Optisch bietet Off Road wenig Anlass zur Kritik. Die jeweiligen Strecken sind recht lang und kommen mit zahlreichen alternativen Routen daher. Während eines Rennens läuft das Geschehen stets flüssig ab, zugleich erfreut das Spiel die Augen mit einer hohen Weitsicht und detaillierten Fahrzeugmodellen. Leider sind die Kurse an sich recht leer ausgefallen, gibt es doch keine zerstörbaren Objekte oder Hindernisse wie in FlatOut: Head On.
Genau das ist aber auch das Problem von Off Road: Es erscheint zur gleichen Zeit wie FlatOut: Head On. Letzteres bietet eine Menge Abwechslung, ein Schadensmodell und interaktive Streckenteile. In diesen Punkten fällt Off Road deutlich ab, zumal Ihr ausschließlich auf Rundkursen um die Wette rast. Rechnet man alles zusammen, ergibt sich doch deutlich weniger Spielspaß.
Es gibt viele Punkte, die man bei Off Road besser hätte lösen können. Trotz allem macht das Rennspiel noch Spaß und wird wahrscheinlich vor allem diejenigen glücklich machen, die Autos von Ford oder Land Rover mögen. Wer die Wahl zwischen Off Road und FlatOut: Head On hat, sollte aber lieber zu FlatOut greifen, denn dort bekommt man mehr für sein Geld geboten.
Off Road ist ab dem 11. April erhältlich.
Unterwegs ständig Fussball zocken? Kein Problem, nehmt einfach eine runde Kugel mit. Aber das geht auch unkomplizierter, Pro Evolution Soccer 2008 auf der PlayStation Portable sei Dank.
Die diesjährige Version von Konamis Kickerei ist fast eine 1:1-Umsetzung der PS2-Version. Ist das schlecht? Ganz und gar nicht! Im Gegenteil, dadurch wird Pro Evolution Soccer 2008 zum bisher besten Fussballspiel auf Sonys Handheld, was unter anderem natürlich am gewohnt realistischen PES-Gameplay liegt.
Man passt sich fröhlich seinen Weg nach vorne bis zum gegnerischen Tor, nur um die Pille dann in die Wolken zu jagen. Naja, zumindest so ähnlich. Viele Kombinationen sind nötig. Lange Pässe. Kurze Pässe. Knallharte Schüsse. Und natürlich dürfen dabei die unberechenbaren Situationen nicht fehlen, die Pro Evolution Soccer 2008 erst so richtig interessant und spannend machen. Abgefälschte Bälle. Abpraller vom Torwart. Viele Strafraumsituationen eben, die man bei der Konkurrenz bisher meist vergeblich suchte.
Damit Ihr lange genug beschäftigt seid, bieten Euch die Entwickler von Konami zahlreiche Spielmodi an. Da wäre beispielsweise das obligatorische Einzelspiel, bei dem Ihr einfach zum Spaß gegen ein KI-Team antretet. Schon etwas mehr Zeit beansprucht die Meister-Liga. Hier gilt es, eine Mannschaft über die Saison hinweg zu trainieren und aufzubauen.
Einen Ausflug rund um den Globus unternimmt Euer Team im Rahmen der Welt-Tour. Das Spiel stellt Euch hier verschiedene Aufgaben, die Ihr logischerweise erfüllen müsst, um die nächste Herausforderung freizuschalten. Man verlangt zum Beispiel von Euch, in der zweiten Hälfte der Verlängerung noch ein Spiel zu gewinnen oder gar ein komplettes Match durchzuhalten, ohne einmal ins Abseits zu laufen.
Ihr mögt es etwas traditioneller? Auch kein Problem, schließlich könnt Ihr in weiteren Modi einfach nur eine Liga mit Eurer Wunschelf spielen, Pokale absolvieren oder eigene Turniere erstellen. Einsteigern dürfte hingegen das Training erstmal helfen, denn hier lernt Ihr Torschüsse, Freistöße, Elfmeter, Eckbälle oder spielt einfach nur frei drauf los – ohne gegnerische Feldspieler, aber mit Torwart.
Größter Kritikpunkt des Spiels ist einmal mehr der fehlende Online-Modus. Über die WLAN-Funktion lassen sich zwar Partien gegen Freunde absolvieren, jedoch nur im näheren Umkreis. Erwartungsgemäß bietet der Titel darüber hinaus – verglichen mit Electronic Arts' FIFA – nur einige wenige Lizenzen an. Aus Deutschland ist etwa lediglich der FC Bayern München vertreten. Leider ohne Torwart Oliver Kahn. Ähnliches gilt für die deutsche Nationalelf, bei der sämtliche Akteure mit verfremdeten Namen auflaufen. Immerhin darf man aber mit einem Editor rumspielen und sich so selbst mit den richtigen Kickern versorgen.
Grafisch bewegt sich Pro Evolution Soccer 2008 auf der PlayStation Portable nur auf einem unwesentlich schlechteren Level als die PS2-Version. Die Optik an sich gibt kaum Grund zur Beschwerde, allerdings scheint es lediglich ein einziges Stadion zu geben.
Ein wenig störend sind indes die mitunter recht langen Ladezeiten, bevor es endlich zur Sache geht. Ebenso kann es hin und wieder mal zu kleineren Slowdowns kommen. Speziell dann, wenn sich nahezu alle Feldspieler nach Ecken oder Freistössen gleichzeitig auf dem Bildschirm tummeln.
Einen Kommentator hört man ausschließlich dann, wenn ein Tor gefallen ist. Einerseits wirkt das ein wenig komisch, andererseits plappern die meistens nach kurzer Zeit sowieso immer die gleichen Sätze. Die Atmosphäre in den Stadien ist derweil recht gelungen, kommt jedoch nicht ganz an das Niveau eines FIFA heran.
Solltet Ihr übrigens sowohl die PS2- als auch PSP-Version von Pro Evolution Soccer 2008 besitzen, könnt Ihr Eure Daten von der Konsole auf den Handheld übertragen, den Spielstand weiterzocken und anschließend erneut auf die PlayStation 2 transferieren. Somit konzentriert man sich selbst stets nur auf eine Karriere, anstatt unterschiedliche zu verfolgen.
Ihr wollt viele Lizenzen? Die bietet Pro Evolution Soccer 2008 wahrlich nicht. Das Spiel überzeugt auch weiterhin vorrangig mit seinem nahezu perfekten Gameplay, was Konamis Titel an die Spitze der für die PlayStation Portable erhältlichen Fussballspiele katapultiert. Im nächsten Jahr sollte man sich aber zumindest mal einen Online-Modus einfallen lassen, denn spielerisch holt Konkurrent Electronic Arts in den letzten Jahren gewaltig auf. Atmosphärisch sollte hingegen Konami noch eine Schippe drauflegen.
Es darf bereits fröhlich gebolzt werden, denn Pro Evolution Soccer 2008 steht schon in den Händlerregalen.
Pro Evolution Soccer 2008 im Test.
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