Gesamtwertung6/10 |
“Die Levels sehen stimmungsvoll aus und das Spiel an sich macht eine Menge Spaß. Dabei konnte man gleichzeitig sehr schön beobachten, wie nach und nach die Schauplätze immer kniffliger und größer werden.“
Dieses Zitat stammt aus der Vorschau
zu Boulder Dash: Rocks, das ich auf der diesjährigen Games Convention bereits ein wenig anspielen konnte. Seither sind knapp drei Monate vergangen und mittlerweile steckt die Vollversion in meinem Nintendo DS. Die beweist wiederum, dass man es mit der Kniffligkeit auch ein wenig übertreiben kann.
An der Story hat sich soweit nichts verändert. Noch immer buhlen Hauptfigur Rockford und sein Widersacher Tentakel um die schöne Crystal. Damit das Herz der holden Dame erobert werden kann, machen sich beide Konkurrenten auf die Suche nach dem größten und schönsten Diamanten des Universums. Und freundlich geht es dabei keineswegs zur Sache.
Während des Abenteuers reist das kleine Kerlchen zu insgesamt vier verschiedenen Planeten, die jeweils eine eigene Thematik anzubieten haben: Dschungel-, Lava-, Wasser- und Unterwelt. Erstmal arbeitet Ihr Euch nach und nach durch zahlreiche Level und sammelt dabei gewöhnliche Diamanten ein, die Crystal wahrscheinlich nicht mal ein Lächeln auf die Lippen zaubern würden.
Bevor es zum nächsten Abschnitt geht, müsst Ihr eine bestimmte Menge der wertvollen Steinchen finden. Im finalen Level einer jeden Welt tretet Ihr letztendlich gegen Tentakel selbst an. Hierbei blockiert Ihr mit Rockford so schnell wie möglich sämtliche Wege zu dem in der Mitte befindlichen Diamanten, damit das grüne Vieh mit seinen Tentakeln von ihm fernbleibt.
Eingegrenzt wird Euer Weg durch allerlei Mauern, Steine oder sogar Gegner. Gegen Letztere könnt Ihr Euch aber die Umgebung zu Nutze machen und die Widersacher beispielsweise mit einem zur rechten Zeit über die Kante geschobenen Stein in einen matschigen Fleck auf dem Boden verwandeln. Im Spielverlauf lauft Ihr aber ebenso mit einer kleinen Strahlenpistole umher, die sich an verschiedenen Stellen aufladen lässt (entweder nur einmal oder mehrmals). Damit zerstört Ihr dann entweder Gegner und Steine, zieht die Felsbrocken zu Euch heran oder löscht Feuer.
Boulder Dash: Rocks hat keine vorgegebenen Schwierigkeitsgrade im Angebot, stattdessen steigt die Herausforderung mit der Zeit immer mehr an. Wobei „mit der Zeit“ hier eher der falsche Begriff ist, denn bereits in der zweiten Welt erfordert das Spiel sehr schnelle Reaktionen und eine hohe Aufmerksamkeit.
Das teilweise sehr knappe Zeitlimit sorgt darüber hinaus nicht gerade für Entspannung. Boulder Dash-Veteranen sind an so etwas vielleicht gewöhnt, Einsteiger jedoch weniger. Die Level arten dadurch sehr schnell in ein reines Trial & Error-Unternehmen aus. Da es keine Rücksetz- oder Speicherpunkte gibt, müsst Ihr selbst beim kleinsten Fehler (Rockford erschlagen, Weg versperrt) wieder von vorne beginnen. Zu Anfang lässt sich das noch verschmerzen, aber in den größeren und längeren Abschnitten fördert es eher Frust als Lust.
Wenn Ihr es etwas gemütlicher mögt, dürftet Ihr wahrscheinlich mit dem Spielmodus „Route Race“ Eure Freude haben. Hier gibt es keinen Zeitdruck, stattdessen rücken eine gute Taktik und eine weise Voraussicht in den Mittelpunkt. Bevor das Geschehen losgeht, müsst Ihr nämlich zuvor einen geeigneten Weg für Rockford per Stylus auf dem Touchscreen einzeichen und dabei natürlich bewegliche Steine, Falltüren (funktionieren nur in eine Richtung), aufzusammelnde Schlüssel und ebenso die Diamanten berücksichtigen.
Wer hier logisch denkt und die aus den Bewegungen von Rockford resultierenden Reaktionen der Umgebung mit einbezieht, sollte keine Schwierigkeiten bekommen. Die meisten Level teilen sich in jeweils vier Bildschirme auf, also marschiert Ihr erst dreimal zu einem Teleporter und letztendlich zum Ausgang.
Insgesamt hat Boulder Dash: Rocks vier Spielvarianten mit insgesamt mehr als 130 Leveln zu bieten: Planetentour (Story), Route Race, Time Trial und Double Dash. Den Modus „Time Trial“ muss man wohl kaum ausführlicher beleuchten. Hier gilt es, einfach nur die vorgegebenen Zeiten (Bronze, Silber, Gold) zu schlagen. Hinter „Double Dash“ verbirgt sich hingegen der Multiplayer-Part des Spiels, der leider nur im lokalen Umfeld funktioniert. Mit Eurem Kumpel - der als Ghost durch die Gegend läuft -, treibt Ihr Euch in den Levels herum und besorgt so viele Diamanten wie nur möglich.
Grafisch gibt es bei Boulder Dash: Rocks kaum etwas zu meckern. Jeder Planet hebt sich thematisch von den anderen ab und passt sich somit stimmungsvoll dem jeweiligen Ort an. Im Dschungel dominieren zum Beispiel die Farben braun und grün, während Ihr es in der Lavawelt überwiegend mit einer roten oder orangenen Farbgebung zu tun habt. In der Unterwelt tauschte man die Steine sogar gegen Totenköpfe und die Büsche gegen Knochenansammlungen aus.
Die wenigen Zwischensequenzen hat man hingegen nicht besonders spektakulär inszeniert, sie kommen meist mit nur wenigen Animationen aus. Sprachausgabe sucht Ihr vergeblich. Die Musik passt zum bunten Treiben auf den Bildschirm, wird aufgrund mangelnder Abwechslung aber irgendwann ein wenig nervig.
Schlussendlich soll der Belohnungs-Shop keinesfalls unerwähnt bleiben. Mit gesammelten Superdiamanten, die man in den Levels findet oder durch besondere Leistungen verdient, kauft Ihr Euch hier ein paar Extras. So verlangen etwa die Spielmodi „Double Dash“ und „Time Trial“ erst nach einer Freischaltung. Darüber hinaus erwarten Euch mehrere Bonuslevel für jede Variante, Konzeptzeichnungen und Zwischensequenzen.
Während einer kurzen Anspielsession auf einer Messe kann man den Schwierigkeitsgrad eines Spiels natürlich nur schwer einschätzen, zumal sich in den wenigen ausprobierten Levels noch kein derart rasanter Anstieg ausmachen ließ. Boulder Dash: Rocks ist aufgrund dieser steilen Kurve somit nur den eingesessenen Boulder Dash-Veteranen bedenkenlos zu empfehlen. Durch die bunte und knuffige Optik dürften zwar ebenso einige Gelegenheitsspieler oder Einsteiger angesprochen werden, diese könnten dann aber eventuell gefrustet wieder aufgeben.
Mir persönlich gefiel der Route Race-Modus sogar besser als die in Echtzeit und unter Zeitdruck ablaufenden Level der Planetentour. Aber vielleicht werde ich auch langsam nur zu alt für so etwas.
Boulder Dash: Rocks ist im Handel erhältlich. Weitere Impressionen erwarten Euch in der Galerie
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Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
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