Operation Flashpoint 2: Dragon Rising

Preview
Vertrieb
Codemasters
Entwickler
Codemasters
Genre
Shooter
PC: PC 2009: Das Jahr der Entscheidung

PC: PC 2009: Das Jahr der Entscheidung

2009 wird für den PC als Hardware-Plattform ein spannendes Jahr. Erstmals verfügt ein großer Teil der Spieler über Systeme, die den aktuellen Heimkonsolen überlegen sind. Dank moderner, billiger Grafikkarten und immer schnelleren CPUs könnten die PC-Titel ihren Konsolenkollegen zumindest optisch bald meilenweit voraus sein. Könnten wohlgemerkt. Denn im letzten Jahr wurde noch deutlicher, dass man mit PC alleine nicht reich wird und das es sich nur noch wenige Ausnahmeentwickler wie Blizzard erlauben können, die restliche Videospielindustrie außen vor zu lassen.

Ein Grund für die zum Teil katastrophale Situation sind die immer noch gigantischen Raubkopier-Raten. Wenn ein Titel wie Spore in den ersten Monaten über eine Millionen-mal illegal herunter geladen wird und selbst ein Independent-Titel ohne Kopierschutz, Hallo World of Goo, zu wenig ehrliche Käufer findet, nimmt der Ausfall groteske Züge an. Kein Wunder also, dass nur die Hälfte der Vorschau-Titel PC-exklusiv erscheinen. Nicht, dass Ihr mich falsch versteht. Grundsätzlich ist nichts gegen Multiformat-Titel einzuwenden. Gerade im letzten Jahr konnten einige PC-Umsetzungen überzeugen, dennoch müssen sich PC-Besitzer trotz mächtiger Hardware oft nur mit einer höheren Auflösung und detaillierteren Texturen zufrieden geben.

Aber das ganze Jammern hilft wohl nichts. Über kurz oder lang müssen sich PC-Fans mit abgelegten Konsolen-Titeln herumschlagen, die hoffentlich gut umgesetzt werden. Schließlich hat das Ganze auch etwas gutes: In Zukunft muss man vielleicht nicht mehr alle 1-2 Jahre aufrüsten, sondern kann die heimische Blechdose 3 oder gar 4 Jahre herumschleppen.

Dawn of War II vs. Starcraft II: Wings of Liberty

In diesem Jahr stehen gleich zwei Echtzeitstrategie-Großprojekte ins Haus, die in ihrer Grundausrichtung nicht unterschiedlicher sein könnten. Zwei Urgesteine des Strategie-Genres setzen dazu an, ihre Vision der Zukunft auf den kleinen Bildschirm zu bannen und wählen dabei ganz unterschiedliche Wege, um Fans und Kritiker zufrieden zu stellen. Während Relic mit seinem Dawn of War II eine Neuausrichtung thematisiert, wird sich Blizzard mit StarCraft II auf eine perfekte Spielbarkeit, ein bewährtes Gameplay, eine packende Inszenierung und durchdachte Online-Komponente konzentrieren.

Während wir auf StarCraft II bislang nur einen flüchtigen Blick werfen konnten, hatten wir im Dezember letzten Jahres die Möglichkeit, Relics Warhammer 40.000-Nachfolger ausführlich unter die Lupe zu nehmen – siehe Warhammer 40.000: Dawn of War II Vorschau (eurogamer.de). Das Ergebnis: Seit dem Event in Nottingham gab es keinen Tag, an dem ich mir nicht eine Vorabversion nach Hause gewünscht habe. Jede Mal, wenn ich ein Warhammer 40.000- Armeebuch aufschlage oder in meinem aktuellen Roman blättere, sehe ich wieder die großartigen Momente vor mir, die dieser Titel in gerade mal 5 Stunden Spielzeit bescherte. Das Aufrüsten der Einheiten, die wunderschöne, originalgetreue Grafik und die gut gemachte Kampagne schlagen so ziemlich alles, was ich in den letzten Jahren an Strategiespielen gezockt habe. Relic hat ganz bewusst Einzelspieler bzw. CoOp vom restlichen Multiplayer getrennt und so ein wirklich einmaliges Paket auf die Beine gestellt.

In der Geschichte zieht Ihr nur mit den Space Marines in den Kampf und schlagt Euch mit drei anderen Völkern den Schädel ein. Der Multiplayer bietet indes mit seinen vier Parteien und drei Helden pro Seite eine Spieltiefe, die trotz der Reduktion des Basenbaus begeistert. Statt Euch auf Building-Orders und Verteidigungsanlagen zu konzentrieren, verschiebt das einzelne Gebäude mit seinen wenigen Upgrades das komplette Gleichgewicht in Richtung Kampf.

Nur wer seine Truppen perfekt koordiniert und ihre Spezialangriffe ausnutzt, wird am Ende als Sieger das Schlachtfeld verlassen. Dieser Schritt befördert den Titel damit komplett in die entgegen gesetzte Richtung von Stracraft II. Blizzard stärkt weiter das Ressourcen-Sammeln und das Macro-Managment. Im Gegenzug zieht sich Relic ganz bewusst in den Mikrokosmos des Kampfes zurück. Nur bei der Kampagne setzen beide auf eine Rasse. Blizzard möchte übrigens weitere Völker als AddOns liefern, Relic fokussiert sich derweil auf DLC. Wenn nicht irgendwas schief läuft, prallen vielleicht sogar noch in diesem Jahr (es gibt immer noch keinen Releasetermin zu Starcraft II) zwei ganz unterschiedliche Philosophien aufeinander, die absolute Höchstwertungen versprechen. Bei den Verkaufszahlen wird Relic gegen die Koreanischen Horden wohl keinen Stich machen, vielleicht gelingt es aber zumindest in der Kritikergunst vorne zu liegen. Es wird ein spannender und harter Kampf.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Dawn of War II März 2009 / Starcraft II - Ende des Jahres

Bilder, Videos und Vorschau zu Warhammer 40k: Dawn of War II (eurogamer.de)Bilder, Videos und Vorschau zu StarCraft II: Terrans - Wings of Liberty (eurogamer.de)Aliens: Colonial Marines

H. R. Gigers kranke Fantasy-Welten haben lange meine Vorstellung von einem guten Horror-Film geprägt. Insbesondere dem ersten Teil gelingt es grandios, die Urangst vor dem Fremden in verstörende Bilder zu gießen, die ein wohliges Schaudern angesichts der Unmöglichkeit des Gezeigten hervorrufen. Doch nicht nur im Horror-Bereich funktionieren seine animalischen Monster hervorragend. Ob im Action-Genre oder als Videospiel, nur wenige Filmideen haben so viele qualitativ hochwertige Versoftungen erlebt.

Schon auf der Playstation 1 begeisterte der damals einmalige Shooter Alien Trilogy mit einer spannenden Story und bombastischer Dauer-Action. Die zweidimensionalen Sprites entsprachen zwar noch nicht ganz den heutigen Standards, dafür wurde der Titel hervorragend inszeniert und mit der Original-Filmmusik unterlegt. Noch besser war Monoliths Shooter-Meisterwerk Aliens vs. Predator, die geschickt die beiden Kino-Welten miteinander verband und das passende Comic auf beeindruckende Weise in die virtuelle Realität beförderte.

Gearbox steht also vor der gewaltigen Aufgabe, mit ihrem Ableger Aliens: Colonial Marines dieser einmaligen Lizenz gerecht zu werden und mit ihrem neuen Konzept die Fangemeinde zu begeistern. Statt einen klassischen Singleplayer-Shooter oder ein CoOp-Game a la Halo 3 abzuliefern, möchte Gearbox den Left 4 Dead-Machern Turtle Rock folgen.

Es wird zwar weiterhin Story-Elemente geben (vom Battlestar Galactica Kreativ-Team), aber der Team-Shooter wird ganz bewusst auf zufällige Alien-Attacken setzen, um den Wiederspielwert drastisch zu erhöhen. Gemeinsam mit drei Freunden stürzt Ihr Euch so in das Geschehen und werdet immer wieder durch die Insekten-Monster angegriffen. Wo und wann, bestimmt die KI. Hoffentlich bekommt das Gearbox genauso gut hin wie Turtle Rock, sonst geht das ganze System baden.

Beim restlichen Gameplay setzt Gearbox auf Bewährtes. Das Herumkommandieren Eurer Truppen, über das Waffenhandling, bis hin zum Deckung suchen, wird zum Teil aus dem neusten Brothers in Arms übernommen. Weitere Informationen wurden bisher noch nicht raus gegeben. Fest steht nur, dass der Titel auf die Unreal Engine 3 setzt und hoffentlich noch in diesem Jahr erscheint. Neben dem PC wird auch die Xbox 360 und die PS3 bedient. So wie man Gearbox kennt, wird der PC seiner Konkurrenz um eine Nasenlänge voraus sein. Hoffen wir mal, dass es das amrikanische Team um die Entwickler-Legende Randy Pitchfork wirklich schafft, der Zombie-Konkurrenz den Schneid abzukaufen. Allein die Vorstellung, auf chaotische Alien-Horden zu treffen, lässt meine Hände zittern und mein Herz schneller schlagen. Bitte, bitte Gearbox und SEGA, verbockt es nicht.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Weihnachten 2009

Bilder, Videos und Vorschau zu Aliens: Colonial Marines (eurogamer.de)Half-Life 2: Episode 3

Für die nächste Half-Life 2-Episode muss man wirklich ganz tief in die Kristallkugel blicken. Der Nachfolger des wohl besten Ego-Shooters aller Zeiten soll zwar noch in diesem Jahr erscheinen, Informationen dazu sind aber Mangelware. Valve hat nur angekündigt, den Titel demnächst vorzustellen. Statt harter Fakten gibt es also nur wilde Spekulationen und Fanboy-Wunschdenken. Zum einen umfasst dies das Verhältnis zwischen Alyx und Gordon. Der Kerl soll sich endlich mal ein Herz nehmen und die Dame auf ein Date ausführen. Natürlich müssen vorher noch unzählige Bösewichte ins Gras beißen und das Universum gerettet werden, bis er der holden Schönheit einen Kuss abringen kann.

Außerdem würden sich wohl alle über noch mehr Freiheiten freuen. Die Waldabschnitte in Episode 2 waren ja schon ganz nett, vielleicht bietet Episode 3 ein ähnliches Stadtszenario oder gar einen vernünftigen Ausflug auf die Welt der Combine. Nach dem eher durchwachsenen Level aus dem ersten Teil wird es Zeit, auch diesen Teil der Geschichte vernünftig zu erzählen. Überhaupt sollte das Finale der Episoden-Reihe mit einem großen Bigbang enden. Ich erwarte zumindest mal, mit einem Strider durch die Gegend zu laufen und ein wenig Chaos anzurichten.

Was eine neue Orange Box angeht, solltet Ihr nicht zu viel erwarten. In unserem letzjährigen Interview zu Left 4 Dead (eurogamer.de)machte Doug Lombardi deutlich, dass diese ungeschlagene Preis-Leistungs-Kombination nur durch die glückliche Fügung nahe beieinander liegender Releasetermine zustande kam. Da momentan keine anderen angekündigten Titel in der Pipeline sind, wird die dritte Episode wohl als eigenständiger Titel für PC und 360 im Laden stehen. Hoffen wir, dass Valve den Ansprüchen gerecht wird und die dritte Episode den krönenden Abschluss serviert. Weitere Cliffhanger werden nicht verziehen!

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Frühestens Ende des Jahres

Bilder, Videos und Vorschau zu Half-Life 2: Episode 3 (eurogamer.de)Demigod

Defense of the Ancient ist ein Phänomen. Eine einfache WarCraft III-Karte hat sich in den letzten Jahren in eine Massenbewegung verwandelt, die dem leicht eingestaubten Echtzeitstrategiespiel auch nach vielen Jahren eine enorme Popularität verschafft. Angefangen hat alles mit Aoen of Strife, einer komplexen Multiplayer-Karte, auf der Spieler nicht eine ganze Rasse, sondern nur einen einzelnen Helden übernehmen. Mit dieser Figur, die sich wie beim Hauptspiel Level für Level aufrüsten lässt, muss man sich erst durch eine Computergesteuerte Gegnerhorde schlagen, um am Ende das Schloss des anderen Teams zu vernichten.

Richtig populär wurde dieses Prinzip aber erst mit dem Ableger Defense of the Ancient, der von einem Spieler namens Eul für WarCraft III entwickelt wurde. Nach einigen einschneidenden Veränderungen durch Icefrog entpuppte sich die Karte als Selbstläufer, der durch das DotA-Team ständig weiter entwickelt wird. Kein Wunder also, dass früher oder später jemand auf die Idee kommt, dieses System in bares Gold zu verwandeln. Dieser jemand ist niemand anderes als GasPoweredGames, die mit einer Strategie-Engine und erfahrenen Entwicklern die idealen Voraussetzungen besitzen, um das einfache Spielprinzip auf den nächsten Level zu befördern.

Mit Demigod entsteht eine würdige Variante, die durch ihre einfache Steuerung und sinnvolle Erweiterungen überzeugt. Statt der knapp 40 Helden muss man im ersten Schritt zwar mit acht Recken zurecht kommen, dafür glänzt der Titel mit einer schicken Grafik-Engine, einem unverbrauchtem Design und einigen interessanten Detailänderungen. Statt das Prinzip frech zu kopieren, wurden einige Elemente aus anderen Modifikationen samt eigener Ideen eingebaut. Die Helden wurden in zwei Klassen gepackt, die eine unterschiedliche Spielweise erlauben. Und ein umfangreicher Online-Service verpasst der Community eine vernünftige Plattform. Das Ziel war es, den Einstieg zu erleichtern und gleichzeitig mehr Spieltiefe zu erzielen. Eine Aufgabe, die Gas Powered Games zumindest auf den ersten Blick mit Bravour meistert. Alle DotA-Fans und die, die es werden wollen, sollten auf jeden Fall ein Blick riskieren.

Voraussichtlicher Release: März 2009

Bilder, Videos und Vorschau zu Demigod (eurogamer.de)Jumpgate Evolution

Kaum zu glauben, aber es gibt für mich noch etwas anderes als harte Shooter, komplexe Strategiespiele und alles, was mit Warhammer 40.000 zu tun hat. Lange bevor sich diese Vorlieben herausgebildet haben, begeisterten mich Weltraum-Shooter. Egal ob Wing Commander, X-Wing oder Freespace, es gibt kaum ein Genre, das ich mit so viel Inbrunst und Begeisterung verschlungen habe.

Trotzdem oder gerade deswegen lässt mich Eve Online kalt. Statt selbst das Steuer in die Hand zu nehmen, wird das gesamte System auf die bessere Ausrüstung und das virtuelle Training herunter gebrochen. Für solch einen Skill-Fanatiker wie mich ein unhaltbarer Zustand. Genau aus diesem Grund könnte Jumpgate Evolution für mich so hervorragend funktionieren. Laut den Entwicklern sollen nämlich selbst Neueinsteiger eine kleine Chance besitzen, mit viel Skill und jede Menge Glück einen erfahrenen Piloten abzuschießen. Überhaupt liegt mir die direkte Steuerung deutlich mehr, als das einfache Abrufen von Spezialattacken. Deshalb könnte die Mischung aus Wing Commander und Elite sich trotz starker Konkurrenz in mein Herz ballern, da sie die besten Elemente eines Weltraum-Games so geschickt miteinander kombinieren.

Dabei muss man betonen, dass Jumpgate: Evolution nur eine aufgebohrte Variante des Originals ist. Ohne den Zusatz gab es nämlich schon einmal ein Jumpgate, das aber in der Frühzeit der Online-Spiele mit Verbindungsproblemen und einer suboptimalen Grafik zu kämpfen hatte. Nun tritt NetDevil mit einer zeitgemäßen Grafik und moderner Netzwerktechnologie erneut an, um den intergalaktischen Dreifronten-Krieg zum Erfolg zu führen. Sobald die Beta gestartet ist, halten wir Euch natürlich auf dem Laufenden und liefern ein Update des aktuellen Entwicklungsstandes. Angesichts mangelnder Konkurrenz und eher schlechten Aussichten, dass eines meiner Lieblingsspiele 2007, Project Sylpheed, eine Fortsetzung bekommt, freue ich mich tierisch auf ein wenig Weltraum-Geballer. Wir sehen uns im Fadenkreuz.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: März 2008

Bilder, Videos und Vorschau zu Jumpgate (eurogamer.de)Parabellum

Angetreten, um Counter-Strike abzulösen, hat Parbellum eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Die noch recht unerfahrenen Acony Studios arbeiten mit der Unreal Engine 3 bewaffnet schon seit ein paar Jahren an diesem ambitionierten Projekt, das sich nun endlich in der Zielgeraden befindet. Wenn nicht alle Stricke reißen, werdet Ihr Euch noch in diesem Jahr auf die Jagd nach einer Atombombe begeben, die mitten in New York Millionen Menschen bedroht. Und das kostenlos!

Acony möchte wie seine Konkurrenten durch Micro-Transaktions für besondere Ausrüstungsgegenstände und Ingame-Werbung Geld verdienen. Ein löbliches Unterfangen, dem aber momentan noch ein erfolgreicher Proof of Concept fehlt.Bisher hat noch niemand mit einem solchen Ansatz wirklich Geld verdient, sieht man einmal von diversen koreanischen Billig-MMOs ab, die sich um das Skateboarden, Tanzmatten oder ähnlichen Firlefanz drehen.

Natürlich drücken wir dem Team die Daumen, schließlich sieht Ihr Counter-Strike-Konkurrent deutlich schicker als zum Beispiel das vergleichbare Combat Arms aus. Der Trailer macht auf jeden Fall schon einmal Lust auf mehr. Sobald wir selbst etwas länger Hand anlegen dürfen, gibt es natürlich auch hier ein entsprechendes Update.

Voraussichtlicher Release:2009

Bilder, Videos und Vorschau zu Parabellum (eurogamer.de)Shadow Harvest

Noch ein Titel aus Deutschland, noch ein Shooter und noch mal echte Spitzengrafik. Nachdem deutsche Produktionen in den letzten Jahren eher für Strategiekost standen, scheint sich die Bundesrepublik mehr und mehr in ein Shooter-Land zu verwandeln. Angesichts eines starken Entwicklungsstudios (Crytek) und einer riesigen Shooterfangemeinde (Counter-Strike) eine logische, nachvollziehbare Entwicklung. Und wenn dabei so ein Prachtstück wie Shadow Harvest herauskommt, umso besser.

Während die Geschichte des Titels frisch aus dem Geheimdienst-Terrorismus-Zukunfts-Generator entspringt und wenig Überraschendes präsentiert, gibt es ein paar interessante Gameplay-Kniffe, die dem Titel eine kleine Priese Innovation verpassen. Statt wie beim großen Vorbild Metal Gear Solid Stealth und Action in eine Figur zu packen, ballert Ihr mit einem gestählten Marine auf bösartige Turbanträger und tänzelt mit einer geschmeidigen Spezialagentin durch Laserfallen und dunkle Hinterhöfe.

Nichts, was erfahrene Spieler in Aufregung versetzt, aber eine solide Grundlage, die dank guter Technik viel Potential besitzt. Allein das generische Design der Figuren wirkt in diesem frühen Stadium noch etwas ungeschickt. Trotzdem sollte man das kleine Team der Black Lion Studios und ihr aktuelles Projekt im Auge behalten. Wer mit so großen Ambitionen und viel Enthusiasmus an die Sache herangeht, könnte früher oder später mal einen Überraschungserfolg abliefern. Ob dies gleich Shadow Harvest ist, wird sich Ende des Jahres für PC und 360 zeigen. Wenn sie denn bis dahin fertig werden.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: 2009

Bilder, Videos und Vorschau zu Shadow Harvest (eurogamer.de)Dragon Age: Origins

Meine erste Vorschau zu Dragon Age: Origins (eurogamer.de)triefte nur so von Enttäuschung. Ich hatte zwar diesem Zeitpunkt noch nicht sehr viel gesehen, aber das klassische Szenario war mir ganz persönlich für einen BioWare-Titel einfach zu gewöhnlich. Ritter, Orks und Trolle gab es in den letzten Jahren zur Genüge, irgendwie hatte ich mir etwas anderes, ungewöhnliches versprochen.

Nach einem Interview und einem weiteren Blick auf der Games Convention bin ich etwas zuversichtlicher gestimmt. BioWare wird zwar beim Szenario das Rad nicht neu erfinden, dafür wir der Kampf Gut gegen Böse sehr stimmig und aufregend präsentiert. Der Spieler übernimmt, mal wieder, die Rolle eines Helden, der mit einer kleinen Gruppe versucht, den eisernen Griff der Bösen um das Reich der Menschen zu lockern. Wie beim guten, alten Baldur's Gate gilt es Kämpfe auszutragen, Gespräche zu führen und einer spannenden Story zu folgen. BioWare übernimmt dabei einige Errungenschaften anderer Titel. So verspricht man bei den Dialogen ein ähnlich cinematisches Erlebnis wie bei Mass Effect und bei den Kämpfen eine dicke Portion Taktik aus der Baldur's Gate-Saga. Neu sind hier kontextsensitive Animationen, die dem Kampfgeschehen ein realistisches Antlitz verpassen sollen.

Überhaupt wird bei Dragon Age das Thema „glaubhafte Spielwelt“ deutlich ernster als bei seinen Vorgängern genommen. Trotz anfänglicher Bedenken wird hier auf eine Low Fantasy-Welt gesetzt und das Geschehen in eine nachvollziehbare Geschichte eingebettet. Die Straßen der Hauptstadt erinnern so mehr an eine mittelalterliche Siedlung als eine klassische Fantasy-Stadt a la Gondor. Statt magischer Türme warten grob behauene Steine und modernde Stroh-Dächer auf Euch. Ob der Titel aber wirklich seinem Anspruch und seiner großen Vergangenheit gerecht wird, erfahren wir Mitte Januar. Dann dürfen wir endlich selbst eine Probepartie wagen und Euch ein entsprechendes Update liefern.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Ende 2009

Bilder, Videos und Vorschau zu Dragon Age: Origins (eurogamer.de)Mafia 2

Lange, viel zu lange hat es gedauert, bis die tschechischen Entwickler Illusion Softworks (nun 2K Czech) endlich einen Nachfolger zu Mafia angekündigt haben. Für viele Fans noch immer das beste Open-World-Spiel und deutlich besser als die Lizenz-Umsetzung zu der Pate von Electronic Arts, muss der Titel aber erst einmal den hohen Erwartungen gerecht werden. Gerade optisch hat der erste Teil Zeichen gesetzt, was dem zweiten Teil deutlich schwerer fallen wird. Die ersten Screenshots sehen zwar hervorragend aus, doch 2009 ist die Zielgruppe deutlich schwieriger zufrieden zu stellen.

Für den zweiten Teil wird die Uhr nach vorne gedreht. Der Titel spielt Ende der 40er-Jahre und dreht sich um den italo-amerikanischen Kriegsheimkehrer Vito, der wie sein Vorgänger Tommy Angelo hoch hinaus möchte. Mit kleinen Jobs und Aufträgen muss er sich in der Familie nach oben arbeiten, um an Einfluss und Macht zu gewinnen. Wie gehabt gilt es dabei Schutzgeld zu erpressen, Hinrichtungen vorzunehmen und krumme Geschäfte zu machen. Neben Schusswaffen wird es diesmal auch ein umfangreiches Nahkampfsystem geben, bei denen die Protagonisten auf herumliegende Gegenstände wie Flaschen und Schlagstöcke zurückgreifen können.

Diese neuen Elemente werden mit jeder Menge Detailverbesserungen kombiniert. So soll das Fahrverhalten gleichzeitig realistischer und einfacher ausfallen, die Polizei nicht mehr ganz so allgegenwärtig sein und die Abwechslung durch Mini-Spiele, wie das Autoknacken, erhöht werden. Da wir den Titel noch nicht anspielen konnten und bisher noch wenig Informationen nach außen gedrungen sind, bleibt die Frage offen, ob der Titel mit Platzhirsch GTA IV konkurrieren kann. Drücken wir einfach die Daumen, dass Mafia 2 zumindest die grundlegenden Erwartungen erfüllt. Das Endergebnis wäre dann immer noch ein erstklassiges Spiel, auch wenn man sich natürlich mehr wünscht.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Ende 2009

Bilder, Videos und Vorschau zu Mafia 2 (eurogamer.de)Operation Flashpoint 2: Dragon Rising

Für viele Fans ist ein Operation Flashpoint ohne die Erfinder von Bohemia Interactive undenkbar, schließlich gilt der Taktik-Shooter noch heute als die genauste Militär-Simulation der Computerspielgeschichte. Doch die Marke liegt inzwischen bei Codemasters und die tschechischen Entwickler arbeiten an ihrer eigenen Version Armed Assault. Nun wird ein internes Team für den Nachfolger sorgen, was bei anderen Marken wie Farcry ja ganz gut funktioniert hat. Vor allem die Ego-Grafikengine, die bisher nur für Rennspiele wie DiRT und GRID zuständig war, macht auf den ersten Screenshots einen hervorragenden Eindruck. Vor allem im Vergleich mit der Original-Konkurrenz aus dem Hause Bohemia eine klare Steigerung.

Wie schon der Vorgänger wird auch Operation Flashpoint auf eine 215 Quadratkilometer große Insel namens Skira versetzt, auf der sich zwei Kriegsparteien (Amerikaner und Chinesen) um Rohstoffe prügeln. Codemasters möchte zwar einen etwas einfacheren Einstieg bieten, sonst aber ganz bewusst Hardcore-Simulation abliefern. Auf schnell Tode, längere Fußmärsche und brutale Auseinandersetzungen könnt Ihr Euch schon mal einstellen. Neben normalen Fußsoldaten werden auch diesmal diverse Panzer, Hubschrauber und Flugzeuge mitmischen. Ob Ihr in den Flugzeugen selbst Platz nehmen könnt, steht noch nicht fest.

In punkto Realismus möchte der zweite Teil einen großen Schritt nach vorne wagen. Neben einem dynamischen Tag-Nacht-Wechsel, einer komplexen Wetter-Simulation und einer glaubwürdigen Beleuchtung soll vor allem die Physik-Engine Zeichen setzen. Wenn Ihr im Laufe der Kampagne zum Beispiel ein Gebäude zerstört, bleibt es auch Schutt und Asche, bis Ihr die Insel wieder verlasst. Mehr als ein paar kurze Demo-Sequenzen gab es bisher aber noch nicht zu sehen. Deshalb sollte man als Hardcore-Fan vorsichtig optimistisch bleiben, sich aber darüber im Klaren sein, dass Codemasters den Titel deutlich eingängiger gestalten wird. Wer sich von etwas Komfort aber nicht abschrecken lässt, dem dürfte Ende 2009 ein prächtiges Kriegsspektakel für PS3, 360 und PC ins Haus stehen. Ich persönlich setze auf Codemasters, auch wenn mich Armed Assault-Fans dafür hassen werden.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Ende 2009

Bilder, Videos und Vorschau zu Operation Flashpoint 2: Dragon Rising (eurogamer.de)Und außerdem...

...stehen noch F.E.A.R. 2, Empire Total War und Battleforge an. Selbige gehören natürlich alle nach ganz oben auf der Most Wanted Liste, wir haben sie aber bewusst weggelassen, weil Battleforge erst kürzlich eine Vorschau erhielt und Monoliths neuer Shooter sowie Creative Assemblys Strategiemeisterwerk nächste Woche mit einem ausführlichen Artikel bedacht werden.

Abgesehen davon sollen die beiden Ubisoft-Serien Rainbow Six und Ghost Recon fortgesetzt werden, eine offizielle Ankündigung fehlt aber noch. Natürlich werden sich auch in diesem Jahr jede Menge Independent-Produkte und PC-Spiele aus dem ehemaligen Ostblock einfinden. Einige wie Panzers: Cold War sind aber nur eine kurze Erwähnung wert. Für Shooter-Fans dürften die beiden S.T.A.L.K.E.R.-Ableger Scorpion und Metro 2033 von Interesse sein. Beide ähneln ihrem Vorbild insbesondere beim Grafik-Stil und setzen wie gewohnt auf eine eher düstere Atmosphäre.

Ebenfalls 2009 an Bord: Die Sims 3 sowie Anno 1404, die auf zarte Erweiterungen ihres bekannten, erfolgreichen Spielprinzips setzen. Auf dem Adventure-Sektor hagelt es einige Fortsetzungen, etwa die zweite Season von Sam & Max. Zusätzlich wird es zudem ein paar interessante Buchumsetzungen geben, wie das Jane Jensen Adventure Gray Matter. Keine große Überraschung, aber genug Nachschub für die Fangemeinde.

 

 

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