Gesamtwertung5/10 |
Star Wars The Clone Wars läuft nicht ohne Grund auf dem Sender Cartoon Network, richtet sich die Serie doch vornehmlich an das jüngere Publikum. Von einem Spiel zur Serie sollte man daher nicht unbedingt erwarten, dass es einen vor allzu größere Herausforderungen stellt. Und genau das ist auch der Fall. Man könnte sogar sagen, dass Republic Heroes fast schon etwas zu einfach ist.
Natürlich sollte man die angepeilte junge Zielgruppe nicht ignorieren, aber selbst auf dem „Meister“-Schwierigkeitsgrad fällt Republic Heroes nun wirklich nicht viel kniffliger aus. Als geübter Zocker hat man bei der Bewältigung der einzelnen Level keinerlei Probleme, säbelt sich mühelos durch Horden von Kampfdroiden oder führt Klonkrieger in die Schlacht. Und all das ohne Konsequenzen. Stirbt man beziehungsweise stürzt einen Abgrund hinunter, taucht man sofort am letzten Checkpoint wieder auf – ohne Punktverlust und so oft man möchte.
Die Feinde selbst sind dabei das geringste Problem, es ist viel mehr die Steuerung, die einem öfter mal einen Strich durch die Rechnung macht. Wobei man hier auch ein zweischneidiges Schwert vor sich hat. Im Grunde genommen ist alles recht simpel und leicht verständlich aufgebaut, das Droidenschnetzeln könnte kaum einfacher sein. Die Kämpfe spielen sich daher eigentlich sehr angenehm, wenn man aber zu den Hüpfpassagen kommt, sieht es schon wieder anders aus. Hier fühlt sich das Spiel etwas zu hakelig und unpräzise an, was eben dazu führt, dass man öfter mal im Nirwana landet. Aufgrund der großzügig verteilten Wiedereinstiegspunkte ist das vielleicht nicht allzu frustrierend, aber dennoch ein Ärgernis, das man hätte vermeiden können, zumal solche Abschnitte regelmäßig vorkommen.
Licht und Schatten erwarten einen auch in punkto Missionsdesign und Abwechslung. Die einzelnen Abschnitte dauern selten mehr als zehn Minuten, dafür wechselt das Geschehen stets von Schauplatz zu Schauplatz. Letztendlich hängt aber alles irgendwie zusammen, obwohl es anfangs vielleicht nicht den Anschein haben mag. Einmal kämpft ihr beispielsweise mit Anakin und Ahsoka auf Ryloth, später steuert ihr einen Klonkrieger mitsamt seines AT-RTs durch aufmarschiedene Droidengruppen. Obi-Wan und Mace Windu treiben sich auf einer Raumstation im Naboo-System herum und die Jedi-Meisterinnen Aayla Secura sowie Luminara Unduli erklimmen auf einem schneebedeckten Planeten mitsamt einiger AT-TE-Walker erstmal eine riesige Eiswand, bevor sie eine äußerst interessante Entdeckung machen.
Die Areale bieten also definitiv genügend Variation, die Aufgabenstellungen selbst hätten allerdings noch etwas variantenreicher ausfallen können. Meistens geht es darum, sämtliche Droiden zu vernichten, ein paar Schalter zu aktivieren oder durch die Gegend zu springen. Nichts wirklich außergewöhnliches. Steuert man einen Jedi, spielt sich Republic Heroes ein wenig wie ein Hack'n'Slay á la God of War. Die Fähigkeiten lassen sich zwar in begrenztem Rahmen verbessern, zum Beispiel kann man das Lichtschwert zweimal statt einmal um sich Kreisen lassen, umfangreiche Upgrades wie in The Force Unleashed sollte man aber nicht erwarten.
Leider steht auch nur eine einzige Machtfähigkeit zur Verfügung, nämlich der Machtschub, mit dem man Objekte und Droiden oder ihre Raketengeschosse durch die Gegend schleudert. Die Blechkameraden kann man sogar kurzfristig übernehmen, indem man mit einem Doppelsprung auf sie hüpft und den X-Button betätigt. Somit setzt man ihre Blaster gegen ihre Kollegen ein oder bedient sich größerer Geschütze, um einen versperrten Durchgang zu knacken.
Bei den Klonkriegern läuft es ähnlich ab. Über den linken Analog-Stick scheucht man sie durch das Areal und sofern man den rechten Stick in eine beliebige Richtung bewegt, feuert der Recke exakt dorthin und visiert dabei automatisch Feinde an. Man kann sich zudem etwa hinter Kisten hinknien und so aus der Deckung heraus feuern. Oder man sammelt Thermaldetonatoren und Raketenwerfer ein, die gelegentlich vorzufinden sind, und gibt den Gegnern damit Saures.
Die Story selbst spielt sich, wie bereits kurz erwähnt, auf mehreren Welten der Galaxis ab, hängt aber ingesamt zusammen. Durch die Aufmachung und die Zwischensequenzen erweckt das Geschehen den Eindruck, als würde man mehrere interaktive Episoden der Serie spielen. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass die Geschichte von Republic Heroes eigenständig ist und keineswegs von bisher gelaufenen Folgen entnommen wurde. Ein paar CGI-Sequenzen sind zwar vorhanden, aber leider handelt es sich dabei nicht um neues Material. Die Einführungssequenzen der insgesamt drei Akte wurden stattdessen aus verschiedenen Episoden zusammengeschnippelt.
Stichwort Grafik. Die Macher der Krome Studios haben den Stil von The Clone Wars recht gut eingefangen. Die Charaktere entsprechen dem Aussehen der Serie und auch die Action orientiert sich an dem, was man im bisherigen Verlauf der Serie zu sehen bekam. Soll heißen: Noch ein wenig mehr over the top als das, was man aus der Prequel-Trilogie kennt, aber nicht ganz so sehr wie in der ersten Clone-Wars-Zeichentrickserie. Generell betrachtet hätte Republic Heroes aber insbesondere auf den Next-Gen-Konsolen auf jeden Fall noch besser, detaillierter und eindrucksvoller aussehen können als das, was man letztendlich serviert bekommt. Genauer gesagt sind das eher durchschnittliche Texturen und Effekte. Wenigstens läuft das stilisierte Geschehen dafür flüssig über den Bildschirm.
In Republic Heroes steckt zweifelsohne viel Potential, das man jedoch nicht nutzt. Es gibt so viel Offensichtliches, das noch hätte besser sein können. Allen voran zum Beispiel die hakelige Steuerung in den Sprungpassagen, aber ebenso auch etwas abwechslungsreichere Aufgaben, mehr Upgrades und Fähigkeiten für die Charaktere. Das eigentliche Spielprinzip will ich damit nicht mal unbedingt kritisieren, es mangelt eben einfach nur am Drumherum, der spielerischen Variation und dem Tiefgang. Wenn man diese Bereiche ordentlich aufpeppen kann, verdienen sich etwaige Nachfolger auch höhere Wertungen.
Alles in allem bleibt Republic Heroes somit ein nettes Spiel für Fans und für ein jüngeres Publikum - eben wie auch die Serie selbst -, das den Stil der Vorlage gut einfängt. Wer wirklich ernsthafte Herausforderungen von einem Spiel erwartet, ist hier an der falschen Adresse.
Star Wars The Clone Wars: Republic Heroes ist bereits für Xbox 360, PlayStation 3, PC, Wii, Nintendo DS, PlayStation 2 und PSP erhältlich.
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Star Wars The Clone Wars: Republic Heroes im Test.
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