Musik mag die Sprache der Liebe sein, doch neuen Studien zufolge, haben verschiedene Musikgenres enorm unterschiedliche Auswirkungen auf Männer und Frauen. Gemäß einer neuen biologischen Studie des Psychologen David Moxon MSc. reagieren Männer weit empfindlicher auf Musik als Frauen. Männer zeigen beim Musikhören nicht nur die stärkeren körperlichen Veränderungen, sondern sie können den Effekt der Musik auf ihre Gefühle auch besser vorhersagen. Männer können viel genauer als Frauen identifizieren, welche Musikgenres körperliche Auswirkungen auf sie haben, und sie sind sich stärker bewusst, welche Emotionen verschiedene Klänge bei ihnen auslösen. Männer fühlten sich von kurzen Brit Soul-Sequenzen am stärksten angesprochen. Das beweist, dass samtene Soul-Stimmen leidenschaftliche Gefühle bei Männern auslösen. Estnischer Rock (33%), lettischer Pop (67%) und deutscher Hip-Hop (76%) lassen den Testosteronspiegel ebenfalls in die Höhe schnellen und heben die Gefühle - pure musikalische Aphrodisiaka. Frauen, die sich der körperlichen Wirkung ihrer musikalischen Vorlieben weniger bewusst sind, fanden spanische Latin-Songs am antörnendsten. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern wurde im Rahmen der von Sony Ericsson durchgeführten Untersuchung - des so genannten Sound Snacking - festgestellt. Unter Sound Snacking versteht man das Hineinhören in kurze Musiksequenzen anstelle des Konsumierens ganzer Songs. Die vielbeschäftigte europäische Jugend im Alter von 18 bis 24 Jahren, betreibt mit 52 % Sound Snacking im großen Stil. Die Musikfans hören dabei nur bis zu 30 Sekunden eines Titels, bevor sie zum nächsten springen. Mehr als 200 Jugendliche beteiligten sich an einer Reihe wissenschaftlicher Tests zur Messung der Testosteron-, Cortisol- und IgA-Spiegel* in Reaktion auf verschiedene Musikgenres. Die Ergebnisse zeigten Sony Ericsson, welche Titel den Jugendlichen das Gefühl geben, sexy zu sein, es drauf zu haben oder ausgechillt zu sein - oder welche Titel einfach gut oder schlecht für die Gesundheit sind. Diese biochemischen Reaktionen wurden mittels Speichelproben vor und nach dem Hören verschiedener Sound Snacks genommen. Das Hören von 30 Sekunden langen Musikclips zeigte, dass in den meisten Fällen keine Beziehung zwischen der Wahrnehmung der Wirkung, die bestimmte Musikgenres auf die Hörer entfaltet, und der tatsächlichen biologischen Reaktion ihrer Körper besteht. Oft hat Musik, von der sich die Hörer eine entspannende Wirkung erwarten, einen vollkommen gegenteiligen Effekt, und der Körper entwickelt einen Stresspegel, der vom Gehirn nicht wahrgenommen wird. So braucht Musik zum Beispiel nicht langsam zu sein, um einen Zustand der Entspannung herbeizuführen. Aus psychologischer Sicht waren die Musikgenres mit der stärksten entspannenden und beruhigenden Wirkung fröhliche Titel des kroatischen Pop, des lettischen und polnischen Pop Rocks. Genauso schwer fiel es den Teilnehmenden, Musik zu identifizieren, die ihnen das Gefühl gab, sexy zu sein. Niederländischer Folk und deutscher Hip Hop hob den Testosteronspiegel von 75 % der Teilnehmer und versetzte sie in eine romantische Stimmung. Den meisten Teilnehmern war die Wirkung dieser Musikgenres allerdings nicht bewusst. Für jede Stimmung gibt es einen geeigneten Sound Snack. Deutscher Hip Hop hebt den Testosteronspiegel sowohl bei Männern als auch bei Frauen - was beweist, dass dieses ganz spezielle Genre den erotischen Appetit wecken kann. Spanische Latin-Musik verursacht hingegen sehr oft Stress: Bei 89 % der Teilnehmer, die sich diese Musik anhörten, stieg der Cortisolspiegel. Akustik-Pop aus Dänemark kann Männer munterer und lebhafter machen, hat aber interessanterweise eine gegenteilige Auswirkung auf Frauen, die einen Schuss Südafrikanischen Rock brauchen, um in Stimmung zu kommen. Es gab nur einen einzigen Sound Snack, der auf beide Geschlechter dieselben Auswirkungen hatte: fröhliche belgische Soulmelodien der alten Schule senken den Stresspegel verlässlich bei Männern wie bei Frauen.
Sony Ericsson
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