Ubisoft lud nach Köln und wir sind der Einladung im Sinne unserer Leser natürlich gefolgt: Neben Titeln wie Far Cry 2, Tom Clancys EndWar oder Shaun White Snowboarding hatten wir auch die Möglichkeit, uns den neuesten Raving Rabbids-Vertreter mit dem passenden Beinamen TV Party näher anzuschauen. Lest in unserer Preview, ob wir den Hasenbraten genüsslich verzehrt oder das Ganze doch lieber haben schmoren lassen.WAAAAAAGH!
Die skurrilen Hasen der Rayman Raving Rabbids-Reihe wurden seit dem Erfolg des ersten Teils mehr und mehr zum Mittelpunkt des Geschehens - da verwundert es auch kaum noch, dass wir den Jump&Run-Helden ohne erkennbare Gliedmaßen gerade mal in der Introsequenz zu Gesicht bekamen. In den darauf folgenden Mehrspieler-Sessions herrschte nämlich muntere Hasen-Domäne. Über die sicherlich nur als zum Mittel zum Zweck dienende Rahmengeschichte können wir leider nur wenige Anhaltspunkte berichten.
Fakt ist: Die armen Rabbids wurden in einen Fernseher gebannt und müssen nun Tag ein, Tag aus, ein vollständiges Programm füllen. Da ist der Name TV Party doch genau richtig. Vom Solistenmodus bekamen wir leider rein gar nichts zu sehen. Auf Nachfrage hin bekamen wir nur die Antwort, dass doch auf Mehrspielermodus der Fokus liegt - als ob uns das nicht bereits von vornherein klar gewesen wäre. Sei es drum: Ohne lange Vorrede konnten wir uns mit drei anderen Kollegen von der Presse Wiimote und Nunchuk schnappen und loslegen. Als Erstes stand ein Musikspiel auf dem Programm. Ähnlich wie bei Rock Band konnte dabei jeder ein Instrument - Drums, Gitarre, Bass und Mikrofon - samt gewünschtem Schwierigkeitsgrad wählen - selbstredend, dass zusätzliche Peripheriegeräte dazu nicht nötig sind, stattdessen reichen die Fernbedienung und der Nunchuk-Controller aus.
Zu den Klängen eines witzig nachgesungenen "Born to be Wild" galt es für jeden Spieler, in einer speziellen Leiste, wie man sie aus Guitar Hero oder eben Rock Band kennt, im richtigen Moment die Steuergeräte nach unten zu reissen. Entweder einzeln oder zusammen, je nach angezeigtem Symbol. Im Hintergrund lieferten die Rabbids derweil eine passende Show ab. Etwas einfach das Ganze, aber zumindest ziemlich unterhaltsam. Kommt vielleicht auch unter anderem davon, dass wir als strahlender Sieger aus der Challenge hervorgingen. Nachdem wir dieses Minispiel, von denen es im fertigen Spiel um die 50 an der Zahl geben soll, abgeschlossen hatten. ging es auf in einen echten Raving Rabbids-Klassiker - den Pümpel-Shooter.
Im Film "Angriff der Langohrhasen" gilt es mit bis zu drei weiteren Spielern, durchgeknallte Hasen im Hühnerkostüm vom Filmset zu vertreiben, während der Streifen gerade gedreht wird. Moment, vier Spieler bedeuten auch vier Fadenkreuze. Und das war auch schon das Einzige, was uns an diesem von Anfang bis Ende witzigen Minigame gestört hat: Tummeln sich vier Zielhilfen auf dem Bildschirm, kann das Gefühl für das eigene Fadenkreuz schon einmal verloren gehen. Ob das nun wirklich ein unbeabsichtigtes Manko ist oder es auf eine chaotisch gemeinte Art so gewollt ist, wissen wir leider nicht. Der Rest dieses Spiels war jedenfalls eine echte Spaßgranate: Ständig war man gespannt, wo in der Szenerie als Nächstes ein unerwünschter Gast auftaucht und nicht selten platzte er überraschend direkt ins Bild.
Damit nicht alle Spieler wild drauf los ballern, gibt es bei getroffenen, echten Film-Langohren Punktabzug. Das Zielen mit der Wiimote klappte gut, nicht immer ganz präzise, aber doch auf einem mehr als spielbaren Niveau - nachgeladen wurde derweil mit einer Nunchuk-Schüttelbewegung, einfacher geht es eigentlich nicht. Echte Neuerungen sucht man bei TV Party zwar wie erwartet vergebens, aber immerhin gibt es dezente Neuzugänge, wie etwa das Sabotage-Feature oder die nette Einbindung des Balance Boards. Als es um das Mähdrescher-Rennen ging, holte ein Ubisoft-Mitarbeiter einen Stuhl heran, auf dem wir Platz nahmen. Nun noch das Balance Board vor die Füße und die Wiimote in Horizontallage in die Hand.
Während man mit dem rechten Fuß auf der rechten Seite des Brettes Gas gibt, steuert der linke Fuß auf der linken Seite die Bremse - lenken darf man Sonic und die geheimen Ringe mit der Neigung der Wii-Fernbedienung. Die anderen Mitspieler haben sich derweil zur Linken und Rechten von uns postiert. Gefahren wird ein Rennen gegen KI-Gegner, wobei mehrspielertechnisch der Spieler mit der besten Zeit auch gewinnt. Der Clou: Während der gut zu steuernden Hatz dürfen die Mitspieler ein paar Mal den Bildschirm zuklecksen, sodass der Fahrer mit teils erheblichen Sichteinschränkungen zu kämpfen hat. Ist das Rennen vorbei, wiird das Balance Board an einen Anderen abgegeben und der gerade Gescholtene wird nun selbst zum Saboteur. Ihr merkt schon, die Mehrspieler-Partykrone ist TV Party so gut wie sicher, hat der Titel doch viele abwechslungsreiche Minispiele zu bieten.Ersteindruck
Den Beinamen TV Party hat sich der neueste Rayman Raving Rabbids im doppelten Sinne redlich verdient: Zum einen spricht das TV-Setting samt interaktiver Werbeeinblendungen und passender Aufmachung sofort an, zum anderen ist der Titel eine definitive Party-Granate. Wenn sich vier Spieler vor dem Bildschirm verrenken, um Bewegungen im Takt der Musik nachzuahmen, ist das einfach zum Brüllen komisch - genauso wie die skurrilen Rabbids, die immer wieder zum Schmunzeln und Lachen anregen. Das Einzige, was mir nun noch Kopfzerbrechen bereitet ist die Frage, wie lange sich die Motivation im Mehrspielerbereich halten wird. Doch ein Fünkchen Hoffnung bleibt: Selbst beim fünften Anlauf im Draisinen-Rennen, bei dem alle paar Meter ein Mitspieler durch einen undurchdringlichen Eingang, der vorher nicht einzusehen ist, ausscheiden musste, hielt der Spaß hörbar an - das Gelächter der Pressekollegen war jedenfalls ein eindeutiges Indiz dafür.
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Rayman Raving Rabbids TV Party
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