Wie viel Geld verdienen Entwickler und Publisher eigentlich an herunterladbaren Zusatzinhalten (DLCs)? Eine gute Frage, der die Kollegen von gemeinsam mit dem Analysten Jesse Divnich von Electronic Entertainment Design and Research (EEDAR) anhand des Beispiels "Call of Duty: World at War" einmal genauer nachgegangen sind. Die einzelnen Zahlen stützen sich auf Angaben des Marktforschungsunternehmens NPD Group und umfassen die Xbox 360- und PlayStation 3-Versionen des Spiels. Die Untersuchung geht davon aus, dass der Titel seit dem Verkaufsstart für durchschnittliche 56 US-Dollar pro Exemplar verkauft wurde, wobei jeder Spieler im Schnitt 9 USD für DLCs ausgab. Insgesamt zahlte also jeder CoD: WaW-Käufer im Schnitt 65 Dollar für das Spielvergnügen. Activision Blizzard hat inzwischen drei Map Packs als DLCs für jeweils 10 USD veröffentlicht (März, Juni und August 2009). Mitte August sprach der Publisher von insgesamt 6,5 Millionen Downloads, doch dürfe man inzwischen wohl von knappen sieben Mio. sprechen, wovon geschätzte 65 Prozent in den USA heruntergeladen wurden, so Divnich. Wer den Rechenschieber nutzt, käme mit diesen Faktoren auf Zusatzeinnahmen von rund 45 Mio. USD durch DLCs, rechnet uns Gamasutra vor. Wohlgemerkt sind die Einnahmen aus dem Retail-Markt in diese Rechnung noch nicht eingeflossen und auch die PC-Downloads fehlen - aufgrund ungenauer Zahlen von Verkäufen beispielsweise über Distributionsplattformen wie Valves Steam oder IGNs Direct2Drive - in der Rechnung vollkommen. Außerdem gehen natürlich noch Abgaben an Sony bzw. Microsoft, doch bleibt festzuhalten, dass die Einnahmen pro verkauftem Spiel durch DLCs um etwa 15 Prozent gesteigert werden konnten.
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Call of Duty: World at War
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