Teenage Zombies: Invasion der außerirdischen Gehirndinger!

Review
Plattform
Nintendo DS
Vertrieb
Ignition Entertainment
Entwickler
Ignition Entertainment
Genre
Andere
DS: Teenage Zombies: Invasion of the Alien Brain Thingys!

DS: Teenage Zombies: Invasion of the Alien Brain Thingys!

Es gibt Spiele, die nehmt Ihr in die Hand, werft einen Blick auf die Packung und Ihr wollt sie mögen. Ihr legt sie ein und alles beginnt so, wie Ihr es erwartet habt. Aber schon nach kurzer Zeit merkt Ihr, dass Ihr seit dem Start ein oder zwei Augen zudrückt und eigentlich sich doch nicht alles so wundervoll wie erhofft darstellt. Dies ist die Geschichte eines solchen Spiels. Dies ist die Geschichte von Teenage Zombies – Invasion of the Alien Brain Thingys.

Das Grundthema gehört spontan auch sofort zu meinen favorisierten Weltrettungsszenarien. Fliegende Gehirne erobern den Planeten, versklaven uns alle und die einzige Hoffnung liegt bei drei, per Definition gehirntoten, jugendlichen Zombies. Schon das Optionsmenü und das animierte Intro machen Lust auf mehr, präsentieren sie sich doch in einem hinreißenden 50s Trash Comic–Look.

Dann aber im Spiel angekommen und so langsam verstanden, worum es geht, wird schnell klar, dass das Spielkonzept beinahe so alt ist wie der Look des Startcomics: Kennt Ihr noch Lost Vikings? Drei Charaktere mit verschiedenen Fertigkeiten müssen einen etwas behäbig zu steuernden Plattformer durch die Kraft Eures Gehirns – hoffentlich noch nicht fremdgesteuert – lösen, statt durch die permanente Nutzung des Feuerfingers.

Lofty, ehemals Basketballstar, bringt eine beachtliche Größe und Armreichweite mit, die es ihr erlaubt, höhere Kanten zu greifen. Finns, der Ex-Nerd und Übergewichtler der Runde, freut sich seit seinem Ableben über die Tentakel auf seinem Rücken, die ihn Wände wie Spiderman erklimmen lassen. Nur sehr viel langsamer. Und Skateboarder Half-Pipe lies sich durch den Tod nicht ausbremsen, bringt sein Skateboard mit und passt damit durch Nischen, die kein anderer passieren kann. Alle drei haben einen individuellen und durchweg eher lahmen Angriff, um sich der Feindhorden, hauptsächlich Hirnen, zu erwehren.

Jetzt könnt Ihr Euch ungefähr ausmalen, wie der Weg durch die insgesamt 33 viel zu kurzen Abschnitte des Spiels aussieht und welche Hindernisse Euch begegnen. Das „viel zu kurz“ solltet Ihr übrigens ernst nehmen, schon beim ersten, gerade mal einstündigen Anspielen erreichte ich Abschnitt 13, in dem auch sofort und wie in jedem Level gespeichert wird. Nochmaliges nerviges Durchhasten bekannter Abschnitte bleibt Euch so erspart, nur fällt dadurch noch mehr auf, auf wie wenig Kürze hier die Würze verteilt wurde.

Und das, obwohl alle drei Zombies langsam unterwegs sind. Verdammt langsam. So langsam wie Zombies halt, aber seid Ihr mal wieder irgendwo abgerutscht, dauert selbst der kurze Weg ein gefühlte Ewigkeit. Da ist es ganz gut, dass die Puzzles kaum große Hirnverrenkungen erfordern und es Euch ersparen, lange und rätselnd mit den dreien umherzuschlurfen.

Einige kleine Macken bei der Steuerung würden Euch das nämlich noch zusätzlich verleiden. Während Fins und Half-Pipe recht präzise unterwegs sind, werdet Ihr Euch bei Lofty gelegentlich des Verdachts nicht erwehren können, dass sie einige Kanten gar nicht greifen soll. Doch, soll sie. Die Kollisionsabfrage hat unrecht, probiert es häufig genug. Autsch.

Über die Minigames erzähle ich Euch mal nichts. Warum? Weil sie keinen Zweck erfüllen. Sie sind zwar teilweise witzig, eine Runde Zombie-Dig-Dug gefällt halt immer, aber außer Euch einen kurzen und zu Abwechslung mal schnelle Fun zwischendurch zu gönnen, bringen sie rein gar nichts für das Game. So aufgesetzt muss man erst mal wirken.

Ich schloss den parodierten 50s Horror-Charme sofort ins Herz und spielen lässt sich Teenage Zombies ja auch nicht mal schlecht. Außerdem könnt Ihr die fliegenden Hirne auffressen, um Lebensenergie zu gewinnen und das ist schon ziemlich cool. Leider werden weder die Möglichkeiten der Rätsel ausgeschöpft noch bietet es nach dem anfänglichen Vorstellen der Möglichkeiten viel Abwechslung. Der Horror-Spaß reicht für eine lange und launige Bahnfahrt, danach werdet Ihr wohl die Erde vor den Hirnen gerettet haben und nicht wieder in diese schräge Phantasie zurückkehren.

 

 

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