Fracture

Preview
Vertrieb
Lucasarts
Entwickler
Day 1 Studios
Genre
Shooter
X360: GC: Fracture Multiplayer

X360: GC: Fracture Multiplayer

Acht Minuten. Solch eine Zeitspanne kann manchmal entweder relativ kurz oder entweder elendig lang erscheinen. Im Falle von Fracture war eindeutig ersteres der Fall. Auf einem von Activision und LucasArts organisierten Multiplayer-Event durften wir auf der Games Convention nämlich zum ersten Mal selbst Hand an den viel versprechenden NextGen-Titel anlegen.

Der Name Fracture klingt zwar ein wenig nach Rapture, hat ansonsten jedoch keinen Bezug zur Unterwasserstadt aus BioShock. Was wir stattdessen bereits wissen: BioShock ist ein hervorragendes Spiel. Ähnlich großartig könnte auch Fracture werden. Vielleicht nicht unbedingt atmosphärisch (da kann man sich allerdings aufgrund einer einzigen Multiplayer-Partie keine umfassende Meinung bilden), aber wahrscheinlich spielerisch.

Fracture dreht sich um den Kampf zwischen Atlantic Alliance und der Republic of Pacifica. Beide wurden aus den verbliebenen Gebieten der ehemaligen USA gegründet. Der großflächig über die Ufer getretene Mississippi überflutete nämlich weite Teile des Landes, nachdem die Polkappen unseres Planeten geschmolzen sind. Während die Alantic Alliance mit Europa verbündet ist und mit Kybernetik experimentiert, vertraut die Republic of Pacifica auf DNA-Restrukturierung sowie auf ihre Kooperation mit Asien. Im Jahr 2161 steigen die Spannungen zwischen den beiden Parteien dann soweit an, dass ein größerer Konflikt ausbricht.

Wie Ihr vielleicht schon gehört habt, bringt der Titel eine völlig neue Komponente in Sachen Gameplay mit sich: Terrain-Deformation durch Waffen. Ok, das gabs teilweise schon in Red Faction, aber Fracture stampft den Shooter von Entwickler Volition locker in den Boden. Ihr werft also beispielsweise verschiedene Granaten oder schießt mit Raketen um Euch, wodurch sich das Gelände entsprechend verändert. Ohne Frage ein spannendes Spielelement, das vor allem im Multiplayer-Modus für spaßige Gefechte sorgt. Und genau an diesem Punkt konnten wir dann später endlich selbst einen kurzen Blick auf den Titel werfen.

Zuerst stand jedoch warten auf dem Programm. Dafür sorgte der gewaltige Andrang vor dem Raum, wodurch sich der Beginn des Events schon um mehr als 30 Minuten verzögerte. Dank passender Verpflegung mit leckerem Essen und kühlen Getränken konnte man dies ziemlich gut verschmerzen. Währenddessen schlossen einige LucasArts-Mitarbeiter noch die letzten Konsolen an die Stromversorgung an. Dann war es aber soweit und die Entwickler demonstrierten die grundlegenden Features von Fracture erstmal auf einem virtuellen Spielplatz (Level "Playground").

Nach dieser kurzen Einführung durften die Gäste dann auch selbst in den versprochenen Multiplayer-Partien antreten. Als Testsystem fungierten dabei übrigens acht Xbox 360-Geräte von Microsoft mitsamt großem Display und einem kleinen, aber dennoch recht effektiven Soundsystem. Gespielt wurde der Modus Team-Deathmatch in den Varianten 2vs2 oder 4vs4. Nachdem alle Teilnehmer ihren Platz gefunden hatten, ging es endlich zur Sache. Die ersten Sekunden verliefen eher ruhig. Ein Testschuss hier oder ein Granatwurf da, schließlich müssen sich alle Besucher erstmal ein wenig in die Steuerung einfinden. Kurze Zeit später krachte es dann schon an allen Ecken und Enden.

Vor allem die vier unterschiedlichen Typen an Granaten (Tectonic, Vortex, Subsonic, Spike) sorgen für optisch und spielerisch ansprechende Unterhaltung. Mit zweien davon könnt Ihr den Boden beispielsweise leicht absenken oder anheben. Etwas extremer sind da schon die beiden weiteren Varianten. Mit der Spike-Granate lasst Ihr eine gewaltige Steinsäule aus dem Boden empor steigen, auf die Ihr Euch sogar draufstellen könnt. Somit erreicht man etwa höher gelegene Positionen, hält Ausschau nach Gegnern, rettet sich eventuell vor dem Tod oder was auch immer. Damit Ihr die richtige Position findet, um Euch in die Höhe katapultieren zu lassen, zeigt ein schimmerndes Licht diese kleine Stelle kurz vorher an.

Die Vortex-Granate dient indes ein wenig zum Aufräumen und erzeugt einen Wirbel auf dem Schlachtfeld, der nahe Feinde oder Objekte ansaugt und sie anschließend durch die Gegend schleudert. Apropos Gegenstände. Davon waren auf der spielbaren Karte gleich mehrere verteilt, etwa in Form von Kisten. Da die Spieler regelmäßig mit den Granaten um sich werfen, fliegt dementsprechend eine Menge Zeug durch die Luft. Ruhige Momente findet man - mit Ausnahme des Spielbeginns - eher selten.

Neben diesen Krawallmachern erwarten Euch noch fünf (mehr oder weniger) normale Waffen. Dazu zählt natürlich Standardequipment á la Maschinengewehr, Schrotflinte oder Raketenwerfer, verständlicherweise in leicht futuristischer Ausführung. Sämtliche Waffen verfügen übrigens noch über einen alternativen Feuermodus, wodurch der Raketenwerfer etwa ein Geschoss abfeuert, das sich - ähnlich wie ein Torpedo - unterhalb des Bodens in Richtung Gegner fortbewegt und dabei auf seinem Weg an der Oberfläche schicke Bodenwellen erzeugt. Wer seinem Gegner indes etwas zu Nahe kommt, der darf ihm im Nahkampf auf die Rübe hauen. Die dazu passende Bewegung wirkt auf den ersten Blick noch etwas träge.

Gewisse Ähnlichkeiten zu Halo 3 sind übrigens nicht zu übersehen. Das Interface ähnelt zum Beispiel dem dritten Teil des Bungie-Shooters, zudem verfügen alle Soldaten über einen Schild, der sich nach kurzer Zeit wieder von selbst auflädt. Eine weitere Parallele: Ebenso wie die Beta von Halo 3 ist auch der vorgeführte Multiplayer-Modus von Fracture in dieser frühen Form sehr zugänglich und spaßig.

Grafisch hat Fracture bereits jetzt einiges zu bieten. Neben den detaillierten Texturen, Figuren und zahlreichen Objekten überzeugte vor allem die Manipulation des Bodens durch flüssige Übergänge, allerdings brach dabei die Framerate manchmal ein wenig ein. Ansonsten wirkte außerdem das Design des gezeigten Levels noch etwas zu trist. Für ein Spiel, das frühestens im Sommer 2008 erscheinen soll, kann sich der Multiplayer-Part dennoch mehr als sehen lassen. Bis zum Release in knapp einem Jahr hat man ja noch jede Menge Zeit für Feintuning und Verbesserungen.

Über die Balance lässt sich in acht Minuten verständlicherweise noch nicht allzu viel sagen. Die zahlreichen anderen Partien - die man als Zuschauer betrachten konnte - liefen aber erstaunlich reibungslos und ausgeglichen ab, eine übermächtige Waffe ließ sich auf den ersten Blick kaum erkennen. Ein Grund dafür könnte mitunter auch die Tatsache sein, dass viele der Teilnehmer lieber gleich in Richtung Gegner liefen anstatt umliegende Waffen einzusammeln. Schließlich will man in den acht Minuten natürlich etwas Action geboten bekommen.

Die Steuerung von Fracture ist übrigens recht idiotensicher. Somit hat man sie schon nach kurzer Zeit im Griff. Während Ihr mit dem linken Trigger Eure Granaten auf die Reise schickt, wählt Ihr die unterschiedlichen Typen einfach mit dem digitalen Steuerkreuz aus. Die beiden Analogsticks dienen derweil zum Bewegen und Kriechen (links) sowie zum Umschauen beziehungsweise Zoomen (rechts). Gewöhnliche Waffen feuert man wiederum mit dem rechten Trigger ab, der Bumper direkt darüber löst den sekundären Modus aus. Mit den restlichen vier farbigen Tasten des Xbox 360-Gamepads wechselt Ihr zwischen den normalen Waffen, ladet nach, setzt zum Nahkampfangriff an oder springt durch die Gegend.

Mich persönlich hat schon der erste Trailer

außerdem noch einige neue Bilder

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