Mass Effect

Review
Plattform
XBOX 360
Vertrieb
Microsoft
Entwickler
BioWare
Genre
Andere
X360: Mass Effect

Gesamtwertung

9/10

X360: Mass Effect

Gleich vorweg: Mass Effect ist nicht perfekt. Es hat viele kleine Macken, Inkonsistenzen und einige Programmfehler hier und da. Es musste genau wie die anderen Blockbuster pünktlich zu Weihnachten auf den Markt kommen und hätte noch ein paar Wochen oder Monate Beta-Testing vertragen können. Es ruckelt, offeriert eintönige Ladebildschirme, gerät bei Zwischensequenzen sogar mal durcheinander und die Hauptquest dauert gerade mal 15 Stunden – wenn es hochkommt. Kann man da noch die Bestnote zücken?

Im Gegenzug liefert es so viele grandiose, wenn nicht gar bahnbrechenden Momente, dass es wie kaum ein anderes Spiel Action- und Rollenspiel-Fans gleichermaßen vor den Bildschirm fesselt. Perfekt inszenierte Gespräche, moralische Entscheidungen und eine gigantisch wirkende Spielwiese sind erst der Anfang. Die Art und Weise, wie die Story erzählt wird, die Grafik, die Entscheidungen, die die gesamte Geschichte beeinflussen und vor allem das stimmige Universum, sind eine Klasse für sich. Dies machte eine finale Wertung umso schwieriger...

Als Grundlage dient ein modifiziertes Knights of the Old Republic-Gerüst, die Unreal Engine 3 und ein nagelneues Universum. Als Commander John Shepard (wahlweise könnt Ihr Euch auch eine Frau zusammenbasteln) tretet Ihr an, die galaktische Gemeinschaft vor einer bösen Maschinenrasse zu schützen und der noch jungen Menschenzivilisation den nötigen Respekt zu verschaffen. Mit Eurem Allianz-Schiff, der „Normandy“, begebt Ihr Euch auf eine epische Reise, die am Ende nur die Vernichtung oder Erlösung für alle denkenden Wesen im Universum bereit hält.

Gerade die Hintergrundgeschichte besitzt eine solch enorme Tiefe, dass Ihr Euch am Anfang etwas verloren fühlen werdet. Hilfreich ist hier der Roman Die Offenbarung (http://www.amazon.de/Mass-Effect-Die-Offenbarung-Band/dp/3833216484/ref=pd_bbs_sr_2?ie=UTF8&s=books&qid=1195476799&sr=8-2)

, der von Game Designer Drew Karpyshyn geschrieben und von unserem lieben Redakteur Mick Schnelle übersetzt wurde. Kein Fall für einen Hugo Gernsback-Award, aber routinierte Science-Fiction-Kost, die Euch den Einstieg deutlich erleichtert.

Ihr seid – wie erwähnt - natürlich nicht an die Figur des Kriegshelden gebunden. Wie es sich für ein ordentliches Rollenspiel gehört, kann man zu Beginn seine Figur nach ganz eigenen Vorstellungen zusammenbauen. Optik, Name und vor allem Klasse lässt sich bis ins kleinste Detail festlegen. Aus den drei Grundklassen Soldat, Techniker und Biotiker ergeben sich fünf Kombinationen, die sich später im Spiel noch spezialisieren lassen. Je nach Berufswunsch kann sich der Titel extrem unterschiedlich spielen, denn geschossen wird in Echtzeit, geheilt und „gezaubert“ auch per Pause-Funktion.

Einen ersten Eindruck vom komplexen Kampfsystem bekommt man auf der ersten Außenmission, die auch als rudimentäres Tutorial fungiert, aber seine Aufgabe nur mäßig erfüllt. Phantastisch inszeniert werden nur die grundlegendsten Funktionen erklärt. Wie genau Dechiffrierung, Heilung und Ausrüstungsupgrades funktionieren, müsst Ihr wohl oder übel selbst herausfinden. Mass Effect steckt voller Details, die man erst nach und nach entdeckt und zu meistern lernt.

Dabei ist die Navigation, das Menüsystem und das Inventar schlüssig und übersichtlich. Mit wenigen Knöpfen hat man seinem Squad die neuste Rüstung verpasst, Upgrades integriert und Fertigkeiten verteilt. Lediglich bei der Sortierung hat Bioware Bockmist gebaut. Die Upgrades, Waffen und Rüstungsteile zeigen zwar durch eine Versionsnummer an, wie gut sie sind, aber durch die Tatsache, dass Rüstungen nur vier Stufen aufweisen und Erweiterungen satte sieben, kommt man beim Verkauf schon einmal durcheinander. Kurzum: Es kann schnell passieren, dass Ihr in dem Wulst aus Gegenständen und Versionsnummern aus Versehen Eure stärkste Rüstung gegen Credits tauscht. Kleiner Wermutstropfen: Die Rückkauffunktion.

Auch beim Aufnehmen von Gegenständen wird man manchmal in den Wahnsinn getrieben. Eure Charaktere können nämlich maximal 150 Gegenstände tragen. Ist das Limit erreicht, kann es passieren, das Ihr nach einem großen Gefecht ein Teil der gewonnen Ausrüstung in Universal-Gel verwandeln müsst, ohne zu wissen, welche Werte dahinter stecken. Noch schlimmer: Egal, welche Stufe die Gegenstände aufweisen, es wandern immer nur 4 Universal-Gel in Eure Taschen. Es ist also ratsam, ständig für genug Raum zu sorgen, um am Ende nicht einen Elite-Gegenstand verramschen zu müssen.

Das ringförmig angeordnete Action-Menü sorgt nur in der ersten Stunde für Verwirrung. Mit der Zeit geht Euch die Auswahl der Waffen und Fertigkeiten blitzschnell von der Hand. Rasch in einer heiklen Situation eine der vorderen Schultertasten gedrückt (links für die Waffenwahl, rechts für die Fertigkeiten) und binnen eines Lidschlags lässt sich jedem Mitglied Eures Squads ein entsprechendes Ziel zuweisen, dem dann gehörig eingeheizt wird.

Gehört Ihr vornehmlich zu den gemütlichen Spieler-Naturen und wollt nicht lange in Menüs rumfummeln, könnt Ihr Eurem Squad – zumindest in den meisten Fällen - blind vertrauen. Die Mannen (und Frauen) agieren selbstständig, sprinten bei Gefahr in Deckung und nehmen alles ins Kreuzfeuer, was sich nicht zu schützen weiß. Ab und an scheint aber etwas bei der KI im Argen zu sein und Euer Team rennt schnurstracks ins Verderben oder bewegt sich erst gar nicht. Kommt relativ selten vor, ist aber dennoch unverständlich.

Auch bei den Dialogen gelingt es dank kurzer Antwortsätze und der schnellen Sticksteuerung ein nahezu perfekt choreographiertes Gespräch auf die Beine zu stellen. Das Spielgeschehen läuft bis auf die Landesequenzen komplett aus der Third-Person-Perspektive ab. Auf Knopfdruck sprintet Ihr und zieht Eure Waffen. Tauchen Gegner auf, könnt Ihr Euch hinter Kisten, Pfeilern und vor Türrahmen werfen und aus der Deckung gekonnt schnelle Salven anbringen.

Gameplay und Steuerung erinnern dabei frappierend an einen Taktik-Shooter (beispielsweise Rainbow Six), wobei man für Befehle und Spezialfähigkeiten jederzeit das Spielgeschehen anhalten kann. Die Kämpfe gehen sehr flüssig von der Hand, auch wenn die KI keinen Intelligenzpreis gewinnt. Dumpfes Heranstürmen ist die gängigste Taktik der Widersacher. Auf der anderen Seite fordern die Endgegner Euer ganzes Geschick und sorgen auf den höheren Schwierigkeitsgraden auch für jede Menge Neustarts beziehungsweise Ladevorgänge.

Wem das Ganze zu viel Geballer ist, kann sich übrigens auch als Biotiker und/oder Techniker versuchen. Zusammen mit kampforientierten Squad-Mitgliedern kann man so theoretisch ohne einen Schuss abzufeuern das Spiel beenden. Einfach die Kollegen nach vorne schicken und sie von hinten mit Heilung, Gegner hacken, Rüstung schwächen oder einer der Masse-Effekt-Fähigkeiten unterstützen.

Gerade letztere sind dank der integrierten Havok-Physik eine Augenweide. So ist es ohne viel Kraft in den Muskeln möglich, als Biotiker einen Gegner in die Luft zu heben und ihn dann mit einem Energiestoß in einen Abgrund zu befördern. Wenn man selbst ein starker Kämpfer ist und das Schießeisen zu nutzen weiß, fallen die Gefechte natürlich deutlich leichter aus. Nebenbei erwähnt: Ein wenig Erfahrung mit der Taktik-Materie ist zwar hilfreich, doch wer die Kämpfe auf „Leicht“ bestreitet, wird auch ohne schnelle Reaktionen das Ende erleben dürfen. Leider kann die KI die eigenen Fähigkeiten kaum ersetzen, deshalb müsst Ihr in der passiven Rolle mehr Wert auf eine perfekt angepasste Ausrüstung legen, während Soldaten auch mal ohne Spezialmunition als Sieger vom Platz schreiten.

Der Action-betonte Kampfverlauf hat dabei übrigens wenig an dem deutlich Gesprächs- und Quest-orientiertem Gameplay geändert. Einen Großteil des Spiel verbringt Ihr in interessanten Gesprächen mit oft noch interessanteren, phantastisch designten Charakteren. Fast jeder hat eine Leiche im Keller, einen wunden Punkt oder gar ein Trauma zu überwinden. So stört man sich dank der grandiosen deutschen Sprachausgabe und den gehaltvollen Gesprächen kaum an der enormen Schwatzhaftigkeit des Spiels.

Wirklich ungeduldige Zeitgenossen können den Text im Gegensatz zu den meisten Zwischensequenzen per Knopfdruck abbrechen. Man verpasst so zwar oft wichtige Informationen, aber spätestens im Tagebuch kann man sich ja noch mal nachlesen. Im Laufe des Abenteuers sammeln sich dort Dutzende Nebenaufträge, die Euch in die entlegendsten Winkel des Universums führen. Hier sucht Ihr unerforschte Planeten nach Rohstoffvorkommen und Insignien ab, dort weist Ihr eine Piratenbande in ihre Schranken und sammelt wichtige Informationen und beim nächsten Trip stellt Ihr einen Frachter auf den Kopf, bei dem die Besatzung wie von Geisterhand zu mordlüsternen Kreaturen mutiert ist. Suchen, Holen, Töten – die üblichen Verdächtigen eben.

Die eigentliche Hauptquest ist dabei sehr linear aufgebaut. Zwischendurch dürft Ihr zwar zwischen mehreren Aufgaben auswählen, doch am Ende ist es sinnvoll, alle zu erledigen. Nach einer vollendeten Haupt-Mission müsst Ihr meist zur Citadel zurückkehren, wo sich nicht nur das Hauptquartier, sondern auch viele Auftraggeber verstecken.

Bis kurz vor Schluss könnt Ihr Euch jederzeit daran machen, den Weltraum und die vielen Systeme zu erkunden. Einige Sonderfunktionen und selbst die Spezialisierung gelingen übrigens nur, wenn Ihr bestimmte Nebenjobs in Angriff nehmt und nicht nur stur dem Ende entgegen rennt. Nur wer sich immer mal wieder treiben lässt, bekommt die wahre Größe dieses Meisterwerks zu Gesicht.

An dieser Stelle schon mal eine Warnung vorab: Bevor Ihr zum Ilos-System reist, solltet Ihr Euren Entdeckerdurst gestillt haben. Danach geht es in einer Einbahnstraße Richtung Finale. Da man leider nach dem Ende nicht wieder zurück kann, solltet Ihr Euch spätestens vor besagter Stelle die Zeit nehmen, Euch intensiv mit den 16 Clustern des Spiels zu beschäftigen. Hilfreich ist hier auch ein gut gewählter Speicherpunkt, damit Ihr Euch nicht erneut durch zwei Stunden Spiel schlagen müsst. Überhaupt ist häufiges Speichern ein guter Tipp, da die Auto-Save Funktion nicht immer so funktioniert, wie man es möchte. Es ist äußerst ärgerlich, sich durch Hunderte Gegner gekämpft zu haben, nur um kurz vor dem nächsten Endgegner zu bemerken, dass man nun nicht mehr speichern kann.

Ein Manko, das auch bei den ausgiebigen Ausfahrten mit Eurem Landefahrzeug zu Geltung kommt. Könnt Ihr nämlich auf einem Planeten landen – die Mehrheit der Cluster-Planeten sind nur zu Fern-Erforschungen gedacht -, seid Ihr oft erst einmal mit dem Gelände-tauglichen Panzer-Buggy unterwegs und müsst mit ihm auch so manches Gefecht schlagen. Viele Planeten wurden zwar nur per Algorithmus ins Leben gerufen, doch die wunderbaren Texturen, atmosphärischen Meteoritenschauer, dichten Schneestürme und beeindruckende Sonnenaufgänge machen diesen Kritikpunkt locker wieder wett.

Stimmig wird das Ganze, weil man jederzeit aussteigen und auch zu Fuß Gefechte schlagen kann. Leider gibt es für den Mako – so der Name Eures Untersatzes - keine Upgrades und mit etwas Geschick sind selbst die Zwischen-Bosse ein Kinderspiel. Hier hätte dem Titel etwas mehr Spieltiefe gut getan. Trotzdem sorgt er für genau die richtige Portion Abwechslung, wenn man schon keine Raumschlachten schlagen darf.

Genau die stehen am Ende auf der Wunschlist ganz oben. In einigen Zwischensequenzen geht es zwar heiß her und ganze Flotten prallen aufeinander, doch Zuschauen ist nur die halbe Miete. So oder so schreit der Titel trotz seiner multiplen Enden, verschiedenen Professionen und vielen moralischen Entscheidungen nach einer Fortsetzung.

Denn kaum habt Ihr das Gameplay verinnerlicht, die gesamte Hintergrundgeschichte kapiert und Euren Charakter auf Level 40 bugsiert, ist die Spielwelt zu 90 Prozent abgegrast. Danach warten nur mittelprächtige Sammelspielchen auf Euch, die sich kaum mit den gut gemachten Nebenaufträgen und vor allem der grandiosen Hauptquest messen können. Gerade Shooter-Fans sollten deshalb die Gefechte gleich auf „Schwierig“ bestreiten, um das unvermeidliche Ende so lange wie möglich aufzuschieben.

Auch ein zweiter oder gar dritter Durchgang ist angesichts spezieller Achievements – etwa eine Romanze anfangen, eine bestimmte Menge an Credits (Währung) sammeln oder 75 Prozent der erhältlichen 'Vorbildlich'- respektive 'Abtrünnig'-Punkte einkassieren - und der extrem unterschiedlichen Klassen eine mögliche Option. Zumal auch nach einmaligem Durchspielen ein neuer Schwierigkeitsgrad lockt und damit einhergehend ein neuer Erfolg.

Für einen Nachfolger machen sich aber noch ein paar Wünsche bemerkbar, die wahrscheinlich nicht alle umzusetzen sind. Zum einen sollten die Fahrstuhlfahrten trotz netter Nachrichten und witziger Dialoge deutlich kürzer ausfallen. Damit könnte man die Wartezeiten noch mal deutlich reduzieren und den Spielfluss weiter beschleunigen. Zum anderen könnte die Story noch etwas umfangreicher ausfallen. 12 bis 15 Stunden sind im Vergleich zu Schwergewichten wie Final Fantasy doch etwas zu kurz geraten.

Ein Wunsch, der sich vielmehr an Microsoft richtet, ist die Möglichkeit, bei solchen Spielen auch die Festplatte zu nutzen. Dadurch könnte man die Ladezeiten der Levels und vor allem der Texturen deutlich verkürzen. Besonders für die Atmosphäre ist es tödlich, dass es zum Teil 20 bis 30 Sekunden dauert, bis die Grafik in ihrer vollen Pracht erstrahlt.

Zusammen mit den Rucklern und leichtem Tearing stört dieser Umstand den sonst so hervorragenden Gesamteindruck. Vielleicht wäre hier weniger doch etwas mehr gewesen, denn was nützt die bombastischste Grafik, wenn dadurch die Stimmung negativ beeinflusst wird.

Ach ja und als letzter Tipp: Man sollte nicht jedes Rätsel mit der Quick-Time-Dechiffrierung lösen können. Ein paar lustige Schiebereien und ein Glücksspiel-Automat reichen in punkto Rätselei einfach nicht aus. Auch hier wurde viel Potential verschenkt.

Kristian: Bioware ist nichtsdestotrotz mit Mass Effect ein Kunststück gelungen, das niemand für möglich gehalten hätte. Es verbindet zwei vollkommen unterschiedliche Genres miteinander und macht das Spiel damit auch für ganz unterschiedliche Spieler interessant. Dank der unterschiedlichen Schiwerigkeitsgrade und der recht klaren Rollenverteilung, können Rollenspielfans in Ruhe Rollenspielen und Shooterfans begeistert mit Pistole und Schrotflinte in die Schlacht ziehen. Begeistert allerdings nur, wenn der höhere Schwierigkeitsgrad auf den Plan tritt.

Dazu noch eine packende Story, ein fantastisches Charakter-Design, eine gewaltige Spielwelt und nahezu unschlagbare Präsentation machen aus Mass Effect ein nahezu perfektes Paket, das nur durch seine kleinen Fehler seine makellose weiße Weste verliert. Angesichts der brillanten Arbeit ist es zwar zu verschmerzen, dass Texturen erst zu spät geladen werden, das Inventar unübersichtlich ist, die Kampagne zu kurz und man immer wieder über Clipping-Fehler stürzt. Trotzdem kostet die Summe dieser Macken den Titel am Ende unsere Bestnote.

Tanja: Mass Effect hat mich verblüfft. Nicht, weil das Charakter-Design so unglaublich ist, das Universum so riesig (das ist es übrigens nur vordergründig) oder die Story derart viele Wendungen beinhaltet, das man gar nicht mehr weiß, welche Antwort-Option man in den Dialogen wählen soll. Auch nicht, weil es so offensichtlich an Knights of the Old Republic erinnert, ein Titel, den ich selbst heute noch zu meinen ganz großen Favoriten zähle. Nein, Mass Effect hat mich verblüfft, weil dem Spiel etwas gelungen ist, das noch keinem anderen Titel gelang: Es hat mich Tagein- und Tagaus an den Fernseher gefesselt, obwohl ich Konsolen-Shootern nichts, aber auch rein gar nichts abgewinnen kann.

Der Grund ist schnell erklärt: Mass Effect lässt einem die Wahl, wie man es spielt. Zählt man zu der Shooter-Front wie Kollege Metzger, schnappt man sich den Schwierigkeitsgrad „Hardcore“ und die Actiongier erfährt Befriedigung. Nicht ganz so wie in reinrassigen Shooter-Kalibern, aber dennoch ausreichend. Gehört man hingegen der Rollenspielfraktion an – also wie ich -, spendiert einem der Titel auf „Leicht“ eine Zielhilfe und die Kämpfe erledigen sich wie von selbst. Man schießt sogar tollpatschig die Gegner ins Jenseits und kann sich auf den Rollenspielaspekt konzentrieren. Ein Spiel, das beide Genre-Liebhaber bedient. Faszinierend, atmosphärisch, wunderschön. Mit ein paar Unstimmigkeiten hier und da behaftet (viele eineiige Frauen, teils nervige Kameraperspektive, Planeten mitunter sehr steril, Ruckler), aber im Gesamten definitiv ein durch und durch empfehlenswerter Titel.

Mass Effect steht ab dem 23. November für die Xbox 360 im Handel. Wer ein wenig Unterstützung benötigt, findet hier unseren Planeten-Guide

und dort die Lösungshilfen

.

 

 

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