Gesamtwertung9/10 |
Es gibt Namen, die werden nie klein und egal, wie sehr man sich auch mitunter Mühe gibt, sie zu diffamieren. Die Erinnerung an alles Gute, was einem diese Spiele gaben, bleibt unversehrt. Zwei gute Beispiele dafür sind Elite und Wing Commander. Der Ruf des ersten litt kaum unter dem unsäglichen Nachfolger, das zweite wurde zwar mit Wing Commander Arcade auf der 360 unwürdig zu Grabe getragen, unsere Hoffnung auf einen echten Nachfolger, der an die alten Tage der Tigers Claw anknüpft, überlebte trotzdem. Nun, manchmal wartet man auf die großen Namen und läuft Gefahr zu übersehen, dass auch im Kleinen und Versteckten schöne Blumen gedeihen können. So eine wie Galaxy on Fire zum Beispiel. !Galaxy on Fire! Größe: 18 MB Preis: 2,39 Euro (Stand 18.5) Entwickler: Fishlabs Testversion: Ja Galaxy on Fire verbindet geschickt Elemente der beiden Weltraum-Veteranen und mixt sie zu einem Spiel, das den Rahmen des kleinen iPod-Screen schnell und im besten Sinne sprengt. Zuerst beginnt es handzahm. Ihr kämpft Euch durch eine etwa 15 Missionen umfassende, zweistündige Kampagne mit einer im Rahmen des Genres ausreichend erzählten Storyline. Nichts bewegendes, aber für die Laufzeit völlig ausreichend. In den ersten Kämpfen müsst Ihr Euch noch ein wenig an die das Onscreen-Steuerkreuz und die Feinfühligkeiten des Raumers gewöhnen, dann ballert Ihr sicher und dank Automatikfeuer auf alles, was rot markiert im Zielvisier auftaucht. Der Kampf steht den großen Vorbildern in nichts nach. Das Fadenkreuz kalkuliert die Geschwindigkeit des Gegners mit ein und positioniert sich richtig. Ihr könnt, verdiente Credits vorausgesetzt, die Bewaffnung aus verschiedenen Laser, Plasmawaffen und Raketen selbst bestimmen und einen Boost gibt es auch noch. Alles, was den Weltraumkrieger glücklich macht. Die Optik zieht mit, und zwischen guten alten Lensflares, jeder Menge Sternenhimmel, Asteroiden, Minenfelder, Großschiffen und dem Schweifen der kleinen Jäger fühlt man sich zurück im Cockpit von Privateer 2. Diese Dimension nimmt das Spiel nach Abschluss der Kampagne an. Es gibt nichts mehr zu erreichen, nur noch den Elite-Status. Und das reicht, wenn einem ein erstaunlich großes Universum zur Verfügung steht, das Ihr frei bereisen könnt. Die freien Missionen drehen sich um Kampfeinsätze, Geleitschutz und Transport, halt die Essenz dessen, was das Genre hergibt. Fliegen, ballern, sogar ein klein wenig optionaler Handel, neue Schiffe, Waffen und Ausrüstung, Rangstufen und Level. Was will man mehr? Nun, vielleicht ein geschickteres Balancing zwischen Kampagne und Free Play. Es wäre noch motivierender, die Missionen bis zum Finale erst nach und nach gereicht zu bekommen. Aber von dieser Nichtigkeit abgesehen, gehört Galaxy on Fire zum Besten, was Euch auf Apple passieren kann. Solltet Ihr auch nur ein Hauch von Elite oder Wing Commander durch Eure Adern fließen, dann startet sofort durch. !Need for Speed Undercover! Größe: 93 MB Preis: 7,99 Euro (Stand 18.5) Entwickler: Electronic Arts Testversion: Nein Überraschung, auf dem iPod macht der aktuelle Teil der Endlos-Raserei am meisten Spaß! Das liegt nicht zuletzt am dezent angehobenen Schwierigkeitsgrad, der Euch nun nicht mehr jedes Rennen im Vorbeigehen gewinnen lässt, und sicher auch an der technisch durchaus beeindruckenden Umsetzung ohne Ruckeleien und mit einem guten Geschwindigkeitsgefühl. Auch der stringente, missionsorientierte Aufbau fühlt sich einfach besser und ehrlicher an, als die uninspirierte offenen Welt der großen Brüder. Gelenkt wird durch das Kippeln den Pods und zwar sehr präzise, gebremst durch das Halten des Fingers und ziehen nach oben und unten lösen den Nitro beziehungsweise die Zeitlupe aus. Alles da also, was man für ein gutes Rennspiel braucht. Oder zumindest fast, denn das Gaspedal werdet Ihr vermissen. Stattdessen gibt Euer Untersatz permanent Power, was sich bei Ramm-Rennen, in denen Ihr leicht am Ziel vorbeischießt, als nicht sehr praktikabel herausstellt. Am Umfang wurde ebenfalls nicht geknausert. Es ist zwar keine offene Welt, dafür aber eine mit einer ganzen Reihe verschiedener Missionen in drei grafisch unterschiedlichen und durchweg ansehnlichen Arealen, die Ihr wie immer durch Siege freischaltet. Neue Auto wollen dabei nicht nur gekauft, sondern auch hochgetunt werden, und alle, die eine Runde in Paganis Zonda drehen wollen – immer noch ein wahnsinnig bekloppter Name für ein irrsinnig schickes Auto –, müssen nicht nur Preisgelder, sondern auch Stilpunkte durch waghalsige Manöver sammeln. Need for Speed Undercover ist die bodenständige, solide und auf beste Art unterhaltsame By-The-Book-Variante eines Action-Racers. Nichts wird neu erfunden, aber das, was da ist, funktioniert tadellos. Und da jede Menge in Form von Rennen, Autos und Fahrspaß da ist, dürft Ihr auf Apple mit Need for Speed – Undercover ruhigen Gewissens Gas geben. !DS Effects – All 54 Games! Größe: zu groß Preis: zu viel (Stand 18.5) Entwickler: sollte sich schämen Testversion: bloß nicht – das auch noch abgespeckt? Im Englischen gibt es manchmal wunderbare Formulierungen, die sich nur schwer übersetzen lassen. „It sucks monkeyballs!“ wäre eine davon. Prinzipiell ist es wohl eine Qualitätsaussage und zwar die denkbar ungünstigste. Eine, die ich nur in den undruckbarsten deutschen Wörtern wiedergeben könnte und es deshalb lieber lasse. Also: DS Effects – All 54 Games sucks monkeyballs. Ihr merkt nach dieser kurzen Einleitung, wo die Reise hingeht. Aber wie kann das sein? 79 Cent für 54 Spiele, so schlecht kann dieser Deal doch gar nicht sein. Aber hallo! Hier handelt es sich um eine Art Emulator für gescheiterte Flash-Minigames aller Kategorien und Sparten, angefangen von Arkanoid-Verschnitten über Baller- und Prügelspielchen, bis hin zu grenzdebilen Erfahrungen, die in kompletter Abwesenheit eines Spielkonzepts im Turbolimbo der Stussität ihre traurige Existenz zu rechtfertigen suchen. Pfui, Pfui und noch 52 weitere Mal Pfui! Grafik, Steuerung, Sound, alles eignet sich wunderbar dafür, Leute zu überzeugen, dass Videospiele wirklich eine schwachsinnige Zeitvergeudung sind. Es sind perverse Abziehbilder ihrer zu Recht hochgeschätzten Vorlagen und sollten um jeden Preis, selbst 79 Cent, gemieden werden. Ich meine es ernst! Hier ein Alternativvorschlag: Denkt an irgendeinen Song, den Ihr mögt und schon lange nicht mehr gehört habt. Kauft ihn bei iTunes und habt 5 Minuten Spaß und Freude. Das sind ungefähr 10 Minuten Spaß, die Ihr bei DS Effects nicht bekommt. Und ich hab mich nicht verzählt. Das hier ist negativer Spaß, der das Raum-Zeit-Gefüge verändern kann und alles doppelt so furchtbar scheinen lässt. Galaxy on Fire, Need for Speed Undercover und DS Effects – All 54 Games sind für iPhone/iPod über den Apple Store erhältlich.
In Seafight erforschst Du die abenteuerliche Karibik auf der Suche nach versteckten Schätzen und leicher Beute. 10.000 € auf den besten Spieler! zum Spiel...
Galaxy on Fire im Test.
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