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Ein neuer Online-Dienst für Games schickt sich an, Playstation, Xbox und Wii in den Ruhestand zu schicken.
Haben Playstation und Co. ausgedient? Geht es nach Steve Perlman, dem Erfinder des Quicktime Players, dann ja. Seit sieben Jahren bastelt er mit seinem Team an einem System, welches das Spielen der neusten Games auch auf PCs von gestern ermöglicht.
Im Vorfeld der Games Developer's Conference, die am 23. März in San Franzisco beginnt, stellte er seinen Online Dienst „Onlive" vor, der - wenn er funktioniert - nichts weniger als eine Revolution im Gaming-Bereich darstellen könnte.
Einfach ausgedrückt: In Perlmans Vision sollen Spiele künftig auf speziellen, hochgezüchteten Serverfarmen installiert und abgespielt werden. Über das Internet wird dann nur noch das Bild auf dem heimischen PC oder Fernseher angezeigt. Und das, so die Theorie, kann auch ein sechs Jahre altes Notebook. Teure Hardware für den Spieler entfällt. Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Service ist lediglich eine schnelle Internet-Anbindung. Laut Steve Perlman genügt DSL 2000, um ein Signal in Standard-Auflösung zu übertragen. Damit das Bild den Spieler in HD erreicht, wird eine stabile DSL6000 Leitung benötigt.
Damit sich der Dienst freilich durchsetzen kann, muss Onlive
gewährleisten, dass Bild- und Steuerungssignale des Spielers ohne
Zeitverzögerung zwischen Server und PC ausgetauscht werden. Kein Problem, sagt
Perlman: Onlive könne die erforderlichen Daten extrem komprimiert über die
Datenleitung schicken und so Reaktionszeiten von unter einer Millisekunde
gewährleisten. Geplant sei auch, mit Internet-Anbietern zusammenarbeiten, um potenzielle
Unzulänglichkeiten in deren Netzen zu identifizieren und zu beseitigen.
Ein anderer Punkt ist die Unterstützung der Spiele-Hersteller. Ohne sie läuft erst einmal gar nichts. Aber auch hier gibt sich Onlive zuversichtlich. Laut Pressemitteilung sind bekannte Branchengrößen wie Electronic Arts, Take2, Atari und Ubisoft bereits mit an Bord. Andere werden wohl folgen, denn diese Technik eliminiert zwei - aus Sicht der Hersteller - der größten Gefahren für ihr Geschäft: Raubkopierer und den Second-Hand-Handel. Wenn ein Spiel auf den Monitoren lediglich angezeigt, aber nicht auf der Festplatte gespeichert wird, so funktionieren bislang übliche Games on Demand Dienstleister, kann auch niemand die Spiele kopieren - oder weiterverkaufen.
Wie sich der Dienst letztlich finanzieren wird, verriet
Perlman noch nicht. Naheliegend wäre ein Abo-Modell mit monatlichen, fixen Raten,
so wie es Online-Rollenspiele wie Warhammer Online und World of Warcraft
vormachen. Oder schlicht eine „Ausleihgebühr" pro Spiel.
Sollte Onlive funktionieren, dann wäre es eine Revolution. Hardware-Herstellern wie Nvidia oder Ati, Sony oder Microsoft würde mit einem Schlag die Grundlage ihres Geschäftsmodells entzogen. Denn der Hardware-Hunger moderner Videospiele trieb die Entwicklung immer leistungsfähigerer Hardware seit den 80ern Jahren voran. Fallen die eigentlichen Käufer von Grafikkarten und Videospielkonsolen weg, wird sich das auf die Weiterentwicklung der Geräte auswirken. Und auch die Lebenszeit der Computer in Haushalten drastisch erhöhen.
Bislang sind das aber nur großartig klingende Ankündigungen
einer enthusiastischen Firma, die von Insidern mit allerhand Vorschuss-Lorbeeren
bedacht wurde. Im Sommer sollen ausgewählte Nutzer am ersten Beta-Test
teilnehmen dürfen. Ob der Hype gerechtfertigt ist und tatsächlich die
PlayStation in den Ruhestand schicken kann, wird sich spätestens dann zeigen.
Zum Thema im Netz:
onlive.com
Videomitschnitt der Pressekonferenz bei gamespot.com (englisch)
Harald Hesse
Mischa Strecker
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Benutzer Kommentare
So ein Käse- die Server will ich sehen die vielleicht 3000 HD Games verwalten und dann vielleicht für 1-2 Mio. User oder gar mehr berechnen. Die Hardware brauchen die ja auch. Um die Grafik heutiger Spiele zu beschleunigen braucht man nun mal eine, wenn nicht gar 2 Grakas (crysis) da das Spiel ja in Echtzeit berechnet werden muss und nicht nur wie ein Film abgespult wird und das dann für hunderttausende oder gar millionen von Usern.Das will ich sehen! Und wer hat schon ne durchgehend stabile 6000er Leitung. Ich hab keinen Bock auf Slowdown zocken ! Das beste Beispiel ist ja Premiere mit ihrer abgespeckten HD Version und das sind nur Filme. Die haben ja schon seit Jahren Probleme sich oben zu halten weil das System an sich nicht kosteneffizient ist und hier geht es nur um Fernsehen wobei die Übertragungsrate bei vielleicht 12 Mbit liegt und die auch schon auf Teufel hinaus komprimieren. Für mich ist das nur ne Ente, da sich niemand mit normalen Verstand auf ein solches Projekt einlassen wird, da sich etwas in der angegebenen Größenordnung finanziell kaum realisieren lässt, sonst wären da bestimmt schon andere schlaue Köpfe darauf gekommen, sich die Kohle der Spiele und Hardwareindustrie (was bstimmt in die hunderte von Milliarden geht)unter die Nägel zu reißen. Na ja, ich bin mal gepannt und lache erstmal darüber, mache meine PS3/X Box 360 und WII an und zocke mal was. Vielleicht in 10 Jahren!!
Posted by: luiciousstyler on Fr 01:21 27.Mrz. | Missbrauch meldenhah übertrieben. wieviel Server wollen die da rumbasteln dafür? Unsinn
Posted by: superscheissmail on Fr 02:07 27.Mrz. | Missbrauch meldenp3
Posted by: bulldragon1973 on Fr 02:09 27.Mrz. | Missbrauch meldennenne mittlerweile 97 (360) games mein eigen.......jetzt soll ich darauf verzichten ????wer garantiert mir das jedes spiel funktioniert....................von mir kein euro...........bares gegen dvd ..................ms hat gezeigt was betaversionentester wert sind........ich werd nen teufel tun........................
Posted by: bulldragon1973 on Fr 02:15 27.Mrz. | Missbrauch meldenSchade, dass es erstmal nur für die USA geplant ist. Die Idee ist auf jeden Fall interessant und wird den Videospielemarkt hoffentlich ordentlich durchschütteln.
Posted by: s.marche on Fr 02:23 27.Mrz. | Missbrauch meldengeniale idee hoffe das mit der umsetzung klapp ! würde einiges an geld sparen(für die neuen konsolen und neue pc hardware)
Posted by: krato91 on Fr 03:35 27.Mrz. | Missbrauch meldenIch halte das für absoluten Blödsinn. Die Konsoloen werden weiterhin bestehen.
Posted by: bigstoner4201502 on Fr 03:39 27.Mrz. | Missbrauch meldenhehehe die xbox 360 werd immer noch 10 mal besser sein
Posted by: vince5203 on Fr 04:38 27.Mrz. | Missbrauch meldenund, ich habe auch vergessen das die ps3 totaller schrott ist und hat verloren, Die systeme: Xbox 360 - "Hardcore" gamers und FPS Wii - "Family" PS3 - Idioten
Posted by: vince5203 on Fr 04:40 27.Mrz. | Missbrauch meldenSicherlich ist dieses Konzept eine neue interessante Sache, aber das sie für die Verdrängung der herkömmlichen Spielekonsolen führt denke ich eher nicht. Schon weil Spielekonsolen mehr können als nur Spiele abspielen werden sie weiter aktuell bleiben. Interessant allerdings für den Verbraucher könnten Preissenkeungen der Geräte sein.
Posted by: rischke.leipzig on Fr 05:12 27.Mrz. | Missbrauch melden