Ruhe in Frieden, PlayStation?

Mi 16:00 25.Mrz. von Mischa Strecker

Onlive - Hardware

Ein neuer Online-Dienst für Games schickt sich an, Playstation, Xbox und Wii in den Ruhestand zu schicken.

Haben Playstation und Co. ausgedient? Geht es nach Steve Perlman, dem Erfinder des Quicktime Players, dann ja. Seit sieben Jahren bastelt er mit seinem Team an einem System, welches das Spielen der neusten Games auch auf PCs von gestern ermöglicht.

Im Vorfeld der Games Developer's Conference, die am 23. März in San Franzisco beginnt, stellte er seinen Online Dienst „Onlive" vor, der - wenn er funktioniert - nichts weniger als eine Revolution im Gaming-Bereich darstellen könnte. 

Einfach ausgedrückt: In Perlmans Vision sollen Spiele künftig auf speziellen, hochgezüchteten Serverfarmen installiert und abgespielt werden. Über das Internet wird dann nur noch das Bild auf dem heimischen PC oder Fernseher angezeigt. Und das, so die Theorie, kann auch ein sechs Jahre altes Notebook. Teure Hardware für den Spieler entfällt. Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Service ist lediglich eine schnelle Internet-Anbindung. Laut Steve Perlman genügt DSL 2000, um ein Signal in Standard-Auflösung zu übertragen. Damit das Bild den Spieler in HD erreicht, wird eine stabile DSL6000 Leitung benötigt.

Damit sich der Dienst freilich durchsetzen kann, muss Onlive gewährleisten, dass Bild- und Steuerungssignale des Spielers ohne Zeitverzögerung zwischen Server und PC ausgetauscht werden. Kein Problem, sagt Perlman: Onlive könne die erforderlichen Daten extrem komprimiert über die Datenleitung schicken und so Reaktionszeiten von unter einer Millisekunde gewährleisten. Geplant sei auch, mit Internet-Anbietern zusammenarbeiten, um potenzielle Unzulänglichkeiten in deren Netzen zu identifizieren und zu beseitigen.

Ein anderer Punkt ist die Unterstützung der Spiele-Hersteller. Ohne sie läuft erst einmal gar nichts. Aber auch hier gibt sich Onlive zuversichtlich. Laut Pressemitteilung sind bekannte Branchengrößen wie Electronic Arts, Take2, Atari und Ubisoft bereits mit an Bord. Andere werden wohl folgen, denn diese Technik eliminiert zwei - aus Sicht der Hersteller - der größten Gefahren für ihr Geschäft: Raubkopierer und den Second-Hand-Handel. Wenn ein Spiel auf den Monitoren lediglich angezeigt, aber nicht auf der Festplatte gespeichert wird, so funktionieren bislang übliche Games on Demand Dienstleister, kann auch niemand die Spiele kopieren - oder weiterverkaufen.

Wie sich der Dienst letztlich finanzieren wird, verriet Perlman noch nicht. Naheliegend wäre ein Abo-Modell mit monatlichen, fixen Raten, so wie es Online-Rollenspiele wie Warhammer Online und World of Warcraft vormachen. Oder schlicht eine „Ausleihgebühr" pro Spiel.

Sollte Onlive funktionieren, dann wäre es eine Revolution. Hardware-Herstellern wie Nvidia oder Ati, Sony oder Microsoft würde mit einem Schlag die Grundlage ihres Geschäftsmodells entzogen. Denn der Hardware-Hunger moderner Videospiele trieb die Entwicklung immer leistungsfähigerer Hardware seit den 80ern Jahren voran. Fallen die eigentlichen Käufer von Grafikkarten und Videospielkonsolen weg, wird sich das auf die Weiterentwicklung der Geräte auswirken. Und auch die Lebenszeit der Computer in Haushalten drastisch erhöhen.

Bislang sind das aber nur großartig klingende Ankündigungen einer enthusiastischen Firma, die von Insidern mit allerhand Vorschuss-Lorbeeren bedacht wurde. Im Sommer sollen ausgewählte Nutzer am ersten Beta-Test teilnehmen dürfen. Ob der Hype gerechtfertigt ist und tatsächlich die PlayStation in den Ruhestand schicken kann, wird sich spätestens dann zeigen.


Zum Thema im Netz:

onlive.com
Videomitschnitt der Pressekonferenz bei gamespot.com (englisch)

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Benutzer Kommentare

  • (71)

    @maxstreichhardt: ATI ist eine Tochterfirma von AMD und veröffentlicht nach wie vor Grafikkarten unter dem Markennamen ATI. Microsoft entwickelt, baut und verkauft die Xbox. Sony baut nach wie vor die PS3 Ich bin gespannt auf den den Dienst. Wenn er wirklich funktioniert, dann können sich die oben genannten warm anziehen. Und mal ehrlich: Wenn Electronic Arts, Atari, Ubisoft und die anderen keine Spiele mehr für Konsolen anbieten oder nur noch über onlive veröffentlichen würden - welchen Grund gäbe es denn dann noch, eine Xbox, PS3 oder Wii zu kaufen?

    Posted by: spieleversteher on Fr 06:03 27.Mrz. | Missbrauch melden
  • (72)

    lieber maxstreichhardt ! du hast denk ich sehr schlecht recher@#$%t. du hast doch internet oder ?! zuerst nachdenken dann nachschauen und dann erst schreiben . übrigens mir ist das alles wurscht musste aber hier was schreiben weil du dich einfach nicht auskennst sorry

    Posted by: peterghost31 on Fr 06:10 27.Mrz. | Missbrauch melden
  • (73)

    na toll welch revolution :( jeden monat bezahlen oder ne ausleihgebühr da bleib ich lieber bei meiner konsole die ist für meine kinder auch handlicher als son scheiß pc aber ich glaube kaum das das jeder mitmacht das dann keine konsolen oder spiele mehr hergestellt werden ich jedenfalls nich is ja so schon strßig genug hier wenns um spiele geht..

    Posted by: bttelmann on Fr 06:33 27.Mrz. | Missbrauch melden
  • (74)

    auserdem muß ich sagen is mir xbox360 nich nur durch die steuerung lieber sondern auch das erfolgssystem finde ich absolute spitzen klasse ich freue mich immer wenn ich einen freischalte und andere bestimmt auch den das erhöt den mehrspielwert erheblich auf den pc die games zocke ich kaum noch auser wow und da gibts ja gottsei dank auch erfolge^^

    Posted by: bttelmann on Fr 06:51 27.Mrz. | Missbrauch melden
  • (75)

    warum in frieden

    Posted by: marius.wobst on Fr 07:07 27.Mrz. | Missbrauch melden
  • (76)

    ps3 ist die beste konsole man scheiß auf dasding xD

    Posted by: alexanderboeker on Fr 07:08 27.Mrz. | Missbrauch melden
  • (77)

    Mir geht das ganze schon weider einen Schritt zu weit richtung Überwachung. die wissen dann ganz genau was du spielst und wie lange und warscheinlich noch vieles mehr. Ne ne ne ne. Solange es möglich ist belib ich sicher bei der PS3.

    Posted by: andag1o on Fr 07:12 27.Mrz. | Missbrauch melden
  • (78)

    ich finde einfach blöd an, mehr technischen Videogame auf neuen Geräte findet auch doof und bin dagegen den PC Gamer! Da kann PC Games neue Einbau für besten Hardware, selbst habe ich zu Hause 3 PCs... da kann nicht sagen, ist zuviel? Com@#$%r, com@#$%r... oh? ich spiele lieber Playstation und dann im Ruhe als PC Games. Wer weiss?

    Posted by: dunkelda on Fr 07:16 27.Mrz. | Missbrauch melden
  • (79)

    Man müßte noch mehr von solch schöner Hardware herstellen, damit unsere Kinder sich selbst und die Natur vergessen.

    Posted by: kunstschmiedheinz on Fr 07:18 27.Mrz. | Missbrauch melden
  • (80)

    Also, die Idee ist bestimmt nicht schlecht, aber meines wissen nicht umsetzbar. Zuviele Probleme werden da auftauchen. Geschweige die Kosten, die dann ein User zu blechen hat, ist dann wird meiner Meinung nach schon der Todesstoss sein. Wenn man bedenkt, was man jetzt schon z.T. hinlegen muss, um World of Warcraft oder Final Fantasy Online zu spielen. Des weiteren sind die Kapazitäten der I-Net Leitungen schon jetzt an die Grenzen herangekommen. Ich denke auch, das eine PS2 / PS 3 , WII oder XBox 360 im Wohnzimmer nicht ersetzbar sein wird. Egal in welcher Auflösung.Villeicht ist es ein kurzer Anstoss, das die Hersteller die Preise senken müssen, aber ich glaube das jenes dann nur von kurzer Dauer sein wird.... Lemming aus HH

    Posted by: kleiner_lemming on Fr 07:27 27.Mrz. | Missbrauch melden