GC 07 First Look: Zelda - Phantom Hourglass

Preview
Plattform
Nintendo DS
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
Action
GC 07 First Look: Zelda - Phantom Hourglass [DS , looki.de]

GC 07 First Look: Zelda - Phantom Hourglass

Nachdem Wii-Spieler bereits Ende letzten Jahres mit „The Legend of Zelda: The Twilight Princess“ ein neues Abenteuer rund um den beliebten Protagonisten Link bestreiten durften, folgt nun mit „Phantom Hourglass“ am 19. Oktober der Nintendo DS-Ableger. Das Besondere daran: Erstmals ist Link in 3D auf einem Handheld unterwegs – im Cel-Shading Grafikstil von „The Wind Waker“.

Auf der diesjährigen Games Convention durften wir es uns in der Nintendo Lounge auf einem Sofa gemütlich machen und den heiß erwarteten DS-Titel anspielen.

Untypisch für ein Zelda-Spiel ist die Tatsache, dass der Spieler sofort mit dem Unheil der Story konfrontiert wird und sich nicht erst mit der noch heilen Welt vertraut macht. Es ist die Fee Ciela, die unseren Blondschopf bewusstlos am Strand findet. Als Link aufwacht wird klar: Er liegt weder zum Bräunen noch zum Erholen da. Ein Geisterschiff hat seine Freundin entführt, berichtet er der Fee.

Er allerdings fiel dabei von Bord. Nun liegt er also da, ohne eine Spur von seiner Freundin Tetra. Moment mal. Tetra? Genau, seine Freundin Tetra, die Piratenbraut aus dem „Wind Waker“-Ableger. Als erster Zelda-Titel überhaupt knüpft Phantom Hourglass nämlich an einen vergangenen Ableger an, weshalb auch der Grafikstil von „The Wind Waker“ übernommen wurde.

Wer sollte nun über ein solch geheimes Piratenschiff besser Bescheid wissen, als ein alter Greis des anliegenden Dorfes? Richtig, niemand. Und so machen wir uns mit Ciela, die vor langer Zeit ihr Gedächtnis verlor und uns somit nicht weiterhelfen kann, auf zu ihrem „Großvater“, der auf einem nahe gelegenen Hügel wohnt und Ciela einst gefunden hat.

Die Steuerung von Link geschieht dabei untypisch nicht über das Steuerkreuz, wir geben viel mehr mit dem Stylus die Richtung vor, in die Link rennt. Je nachdem wie weit entfernt wir von Link ansetzen, rennt dieser langsam oder schnell.

Ohne große Eingewöhnungszeit landen wir in Großvaters Hüte. Allerdings ist dieser von unserem Vorhaben Tetra zu befreien wenig begeistert, da noch nie jemand von diesem Geisterschiff zurück gekehrt ist.

Gott sei Dank zeigt er sich dann doch noch hilfsbereit und gibt uns den Tipp einen gewissen Lineback am Hafen des Dorfes aufzusuchen. Das wäre auch alles kein Problem, wenn nicht durch einen dummen Zufall bei einem Beben die Brücke zum Hafen einstürzen würde. Link und Ciela bleibt also nur der Umweg durch eine Höhle, in der es aber vor Monstern nur so wimmelt. Um voran zu kommen benötigt Link ein Schwert um es mit den kleinen garstigen Viechern aufnehmen zu können.

Auch hier lehnt der Großvater ab, hat aber in einer kleinen Höhle nebenan ein Schwert versteckt, verrät uns Ciela – allerdings mit einer Kennzahl geschützt. Den Tipp für die richtige Lösung gibt uns die Gute gleich mit auf den Weg: Wir sollen die Palmen am Strand zählen, deren sieben. In der kleinen Höhle angekommen kritzeln wir mit dem Stylus eine „7“ auf das Schild und erhalten endlich das lang ersehnte Schwert.

Dumm nur, dass Opi den Braten gerochen hat und uns vor der Höhle abfängt. Aber auch er ist einsichtig, dass er uns vom Plan Tetra zu retten nicht abhalten kann und gibt uns stattdessen eine erste Lehrstunde mit dem Schwert: Durch Antippen des Gegners führt Link einen Anvisier-Hieb aus, ziehen wir einen Strich zum Gegner macht er einen Wisch-Hieb.

Als dritten im Bunde lernen wir die Wirbelattacke kennen, in dem wir einen Kreis um Link zeichnen. Das komplette Spiel lässt sich fast ausschließlich mit dem Stylus spielen. Sowohl das Steuerkreuz als auch die Haupt-Buttons sind allesamt mit Menüs belegt.

Letztendlich zieht es uns in jene mit Monstern gespickte Höhle, in der die spielbare Demo-Version jedoch leider schon endet. Noch bevor wir mit Lineback einen der Hauptcharaktere des Spiels kennen lernen und uns mit seinem tunebaren Dampfer (Umweltfreundliche Windenergie war gestern) auf die hohe See begeben. Dort wird es wieder allerhand Subquests geben: Große Monster greifen an, Schätze lassen sich bergen und auch das beliebte Angeln ist wieder möglich.

Den Großteil des Spiels soll das Grünkäppchen allerdings auf Inseln und in Dungeons unterwegs sein. Vor allem das Spielprinzip letzterer wurde überarbeitet, bietet allerdings bekannte Elemente wie Bossgegner und das Schlüsselsystem. Allerdings spielt hier der Untertitel des DS-Ablegers eine große Rolle: Phantom steht für die übermächtigen Phantome, die die Dungeons bewachen und gegen die nur die Flucht die einzige sinnvolle Option ist. Derweil steht Hourglass für Links Sanduhr, die in den Dungeons gnadenlos runter läuft und vor dessen Ablaufen ihr unbedingt die neue Seekarte zum Freischalten neuer Areale finden solltet. Gelingt euch dies nicht, müsst ihr die Höhle wieder verlassen und einen erneuten Anlauf wagen. Da die Dungeons im späteren Spielverlauf natürlich weit aus komplexer werden, bekommt ihr von besiegten Bossgegnern stets eine kleine Portion Sand hinzu.

Ersteindruck

Mit einer grafisch und soundtechnisch sehr ansprechenden Präsentation sowie einer soliden Spieldynamik schafft es Beowulf sich vom grauen Mittelmaß des Genres ein wenig abzuheben. Dennoch besitzt der Titel nicht die spielerische Klasse neue Maßstäbe zu setzen und kann auch in Sachen Abwechslung, Einfallsreichtum und Hintergrundgeschichte nicht wirklich überzeugen. So bleiben dem Spieler oftmals eintönige und lineare Missionen, frustrierende Gegnerkämpfe und ein stark von God Of War abgekupfertes Gameplay.

Ein Coop-Modus, ein gänzlich ausgefeiltes Recken- oder ein verbessertes Helden- bzw. Waffensystem hätten hierbei sicherlich einiges ausbügeln können. Für Fans des gleichnamigen Films oder dem genreähnlichen 300 ist der Titel mit Sicherheit ein Pflichtkauf. Wer bereits von Conan enttäuscht war, sollte hier vorerst die Demoversion anspielen oder das Geld gleich in einen hochwertigeren Titel investieren.

GC 07 First Look: Zelda - Phantom Hourglass [DS , looki.de]

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