Gesamtwertung76%/10 |
GrafikAusreichend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Bei dem Titel Prince of Persia denken manche an das gute alte Jumpnrun, während andere den aktuellen Titel Prince of Persia: The Two Thrones im Sinn haben. Niemand würde jedoch auf die Idee kommen, mit dem persischen Prinzen ein rundenbasiertes Strategiespiel zu verbinden. Dennoch wagt Ubisoft mit Battles of Prince of Persia den Versuch, auch dieses Genre zu erschließen. Ob der Versuch gelingt, den Prinzen mit anspruchsvoller Strategie zu vereinen?
Die Geschichte von Battles of Prince of Persia ordnet sich zwischen die Geschehnisse von Prince of Persia: The Sands of Time und Prince of Persia: Warrior Within ein. Nach dem Erscheinen einer bösartigen Kreatur, des 'Dahaka', sucht der Prinz nach einer Möglichkeit sich dieser Bedrohung zu entledigen. Er erfährt von einem arkanen Gegenstand, der 'Schatulle der Tausend Fesseln' genannt wird. Mit diesem Artefakt beabsichtigt der Prinz sich vom 'Dahaka' zu befreien, doch entfesselt er dadurch ein weiteres mystisches Übel.
Der obere Bildschirm zeigt hingegen wahlweise Informationen zum Territorium, den Siegbedingungen oder der angewählten Einheit an. Zu Beginn eines Spielzuges wird eine Karte aus der virtuellen Kartenhand gewählt und ausgespielt. Der 'Befehlswert' der gespielten Karte gibt an, wieviele Einheiten in diesem Zug bewegt werden dürfen. Einige der Karten bieten außerdem die Möglichkeit, Spezialaktionen auszuführen, das Erteilen von Befehlen entfällt dann jedoch. So kann man mit gewissen Karten die Attribute eigener Einheiten erhöhen, gegnerischen Trupps Schaden zufügen oder eine einzelne Kompanie doppelt bewegen. Der Einsatz von Karten bringt vor allem Abwechslung in das Taktieren, ohne dabei den Glücksfaktor zu stark zu steigern. Das Regelsystem, das hinter den Schlachten steht, ist angemessen komplex. Neben dem obligatorischen 'Schere-Stein-Papier-Prinzip', sollten diverse Kampfboni, zum Beispiel bezüglich Flankenangriffe, Einheitengröße oder Gebietseffekte berücksichtigt werden. Passen beide Spieler nacheinander endet die laufende Stunde. Daraufhin wird die Kartenhand aufgefüllt und die eingesetzten Einheiten sind wieder einsatzbereit. Um eine Schlacht zu gewinnen, gilt es, eine bestimmte Anzahl an Siegpunkten zu erringen. Wann ein Spieler Siegpunkte erhält, variiert von Mission zu Mission. So bringt in der einen Schlacht das Vernichten gegnerischer Einheiten Siegpunkte, in der anderen allein das Erreichen eines bestimmten Feldes.
Die Steuerung ist denkbar einfach, denn ein Großteil der Aktionen wird durch simples antippen oder per 'drag & drop' auf dem Touchscreen durchgeführt. Die Knöpfe kommen nur für wenige Steuerungsoptionen zum Einsatz. Dummerweise werden die Bewegungsradien der Gegner nur angezeigt, tippt man diese mit der gedrückten linken Schultertaste an. Dadurch kommt es durchaus vor, dass man irrsinnig auf dem Screen rumscrollt und herumtippt, nur um eine einzige Einheit strategisch geschickt zu platzieren. Der Soundtrack ist äußerst stimmungsvoll. Kein Wunder, denn einige Lieder wurden von den bereits bestehenden Titeln übernommen. Während sich die Ohren schon im Abendland befinden, müssen sich die Augen erst einmal an die Umgebung gewöhnen, denn grafisch bietet Battles of Prince of Persia keinen großen Reiz. Die Schlachtkarten sind sehr stark schematisch gehalten und es mangelt an jeglichen Details. Die Kampfanimationen bieten so gut wie keine Abwechslung und sonderlich schön sind diese auch nicht. Die gesamte Kulisse wirkt eher wie ein Mittel zum Zweck, weniger wie ein stimmiges Ganzes.