Children of Mana

Review
Plattform
Nintendo DS
Vertrieb
Square Enix
Entwickler
Square Enix
Erscheinungsdatum
-
Genre
RPG
USK
6
Children of Mana [DS , looki.de]

Gesamtwertung

59%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Mangelhaft

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Sehr gut

Children of Mana

Nachdem schon seit dem Jahr 2005 der Name Children of Mana auf fast allen „Most Wanted“-Listen zu lesen war, endete die Wartezeit für viele Fans im Oktober 2006 endlich. Der lang erwartete dritte Teil der Seiken Densetsu-Reihe wurde veröffentlicht, und dank den großartigen Vorgängern Secret of Mana auf dem SNES und Sword of Mana auf dem GBA, hofften natürlich alle Spieler in Europa darauf, diesen Titel einen würdigen Nachfolger nennen zu dürfen; denn auch Square Enix ließ es bei einigen Titeln des Öfteren an Qualität mangeln und so wurde 1999 die PlayStation-Umsetzung Legend of Mana in Japan zum riesen Flop, der dem Hype in Europa aber bisher noch keinen Abbruch getan hat.

Das Abenteuer beginnt…

Zu Beginn habt ihr die Qual der Wahl – ihr könnt zwischen vier Charakteren wählen, die sich in ihren Fähigkeiten in bestimmten Sektionen, wie Magie, Nahkampf und Vitalität unterscheiden. Habt ihr eure Wahl getroffen, werdet ihr mit Hilfe eines aufwendig animierten Videos in die Welt von Children of Mana eingewiesen. Es gilt, das Mana, welches durch negative Einflüsse verrückt spielt, wieder zu normalisieren, was aber nur mit der Hilfe von vielen Geistern und der Managöttin selbst gelingt. Mit diesem Ziel vor Augen, beginnt eure Reise in eurem Heimatdorf Illusia, in welchem ihr von Zeit zu Zeit neue Aufgaben erhaltet und die Möglichkeit habt, neue Gegenstände zu kaufen, oder einfach mit den Einwohnern zu plaudern. Die meiste Zeit verbringt der Abenteurer aber damit, Monsterscharen zu erlegen, da sich diesmal die Handlung zum größten Teil in Dungeons abspielt. Diesen folgt ihr bis zum Endgegner Etage für Etage immer weiter nach oben zum letzten Stockwerk.

Vor dem jeweiligen Boss habt ihr dann noch einmal die Chance, zu speichern und euch neu auszurüsten, da dies in den Höhlen selbst nicht möglich ist. Spätestens jedoch beim zweiten Dungeon werden Fans der Seiken Densetsu-Reihe in Bezug auf Abwechslung und Langzeitmotivation bitter enttäuscht. Die Quests sind sehr eintönig und wiederholen sich schnell, Umgebungen unterscheiden sich weiterhin kaum.

Erhöhter Schaden oder Unsichtbarkeit sind nur zwei Beispiele dieser Verzauberungen. Der Effekt hängt ganz von dem eingepackten Geist ab. So müsst ihr euch, schon bevor ihr ein Dungeon betretet, entscheiden, welcher in euren Rucksack wandert. Hier ist erwähnenswert, dass diese acht Begleiter, gleichzeitig allen Zaubersprüchen entsprechen, die das Spiel beinhaltet. Um von der Klasse Magier zu überzeugen, hätten die Sprüche weitaus umfangreicher und innovativer gestaltet werden müssen. Ein weiteres Utensil, von welchem die Helden profitieren, sind die Juwelen. Diese verbessern beim Tragen dauerhaft eure Werte. Zudem ist es möglich, die Edelsteine zu kombinieren, wodurch neue, noch bessere Boni erzielt werden können.

Gewalt ist die einzige Lösung!

Die Kämpfe sind ganz wie in einigen anderen Square Enix-Titeln in Echtzeit gestaltet. Die zwei Standardattacken werden mit dem A- und dem X-Knopf ausgeführt. Auch die Select-Taste wird gebraucht; mit ihr gelangt ihr für kurze Zeit in einen Zustand der Raserei, welcher eure Angriffe verstärkt.

Der Y-Knopf dient dazu, nützliche Gegenstände zu benutzen. Hier fühlt sich der alteingesessene Secret of Mana-Spieler wie zuhause, denn altbekannte Heilmittel kommen zum Einsatz.

Zum Beispiel heilt das Bonbon beim Verzehr eure Lebenspunkte, während die Walnuss euren Manavorrat wieder auffüllt; dank der L-Taste kann zwischen diesen Hilfsmitteln hin- und hergescrollt werden. Der B-Knopf hingegen beschwört euren ständigen Begleiter – einen von acht verschiedenen Geistern, die sich wiederum alle in ihren Fähigkeiten unterscheiden und euch im Kampf unterstützen. Entweder ihr benutzt sie für Attacken auf Gegner oder fusioniert eure Kräfte mit den ihren, wodurch ihr für geraume Zeit eine positive Verzauberung erhaltet. Erhöhter Schaden oder Unsichtbarkeit sind nur zwei Beispiele dieser Verzauberungen.

Der Effekt hängt ganz von dem eingepackten Geist ab. So müsst ihr euch, schon bevor ihr ein Dungeon betretet, entscheiden, welcher in euren Rucksack wandert. Hier ist erwähnenswert, dass diese acht Begleiter, gleichzeitig allen Zaubersprüchen entsprechen, die das Spiel beinhaltet. Um von der Klasse Magier zu überzeugen, hätten die Sprüche weitaus umfangreicher und innovativer gestaltet werden müssen. Ein weiteres Utensil, von welchem die Helden profitieren, sind die Juwelen. Diese verbessern beim Tragen dauerhaft eure Werte. Zudem ist es möglich, die Edelsteine zu kombinieren, wodurch neue, noch bessere Boni erzielt werden können.

Bildet eine Truppe!

Schon seit Secret of Mana hat der Spieler die Möglichkeit, den Monstern gemeinsam mit Freunden Paroli zu bieten, und so kommt dieses Feature auch auf dem DS-Titel zum Tragen. Somit lassen sich per Wireless LAN Abenteuer mit bis zu vier Spielern erleben, auch wenn der Spielspaß dadurch nur kurzzeitig einen Schub erhält, bevor er ähnlich wie im Singleplayer immer weiter abflacht.

2D und dennoch auffallend?

Sowohl an der Umgebung und den Gegenständen als auch an den Videos erkennt man sofort den guten alten Secret of Mana-Stil. Denn auch auf dem DS hat man sich für die gewohnte 2D-Grafik entschieden, was auch bei diesem Spiel die richtige Wahl war. Die Animationen der Charaktere und die der Bosse sind sehr gut gelungen. Charmante, detailreiche Personen machen das ganze Spiel zumindest grafisch sehr ansehnlich, auch wenn man sicherlich aus dem kleinen Handheld technisch noch wesentlich mehr hätte herausholen können. Dies macht sich in erster Linie bei den Dungeons und deren einfachen Bewohnern bemerkbar, denn hier ist von den liebevollen Details und Animationen leider nichts mehr zu sehen.

Natürlich begegnet der Held auch immer wieder alten Bekannten. Dank Pogopuschel und anderen „Monstern“ fühlt sich der Spieler stark an den SNES-Titel von 1993 erinnert.

Zu guter Letzt ist nicht nur das Intro ein Augenschmaus, sondern auch alle anderen Videos sind sehr gut gelungen und passen somit wunderbar in den Spielverlauf.

Fazit

Das Spiel begeistert anfänglich jeden Rollenspiel-Liebhaber, denn da es mehrere Charakterklassen, eine Hand voll Begleiter, viele verschiedene Gegenstände und die Juwelen gibt, malt sich der Spieler viele verschiedene Möglichkeiten und lang anhaltenden Spielspaß aus. Jedoch kaum vier Stunden gespielt, entpuppt sich das Spiel leider fast schon als Schlaftablette.

Von Abwechslung kann jetzt keine Rede mehr sein. Der Spieler begibt sich von einem zum nächsten Dungeon, die sich untereinander kaum unterscheiden, und räumt sich seinen Weg bis zum Boss frei. Also egal, ob alleine oder zu viert, das Spiel kann aufgrund von wenig Abwechslung und Eintönigkeit nicht überzeugen. Damit erweist sich Children of Mana als herbe Enttäuschung und eignet sich nur für hartgesottene Fans der Serie, oder Spieler, denen es nichts ausmacht, schon nach kurzer Zeit immer wieder das Gleiche zu erleben.

Children of Mana [DS , looki.de]

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