Gesamtwertung64%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Crash Bandicoot feiert seinen ersten Auftritt auf dem Nintendo DS. Die Entwickler von Dimps schufen ein Partyspiel rund um den Nasenbeutler, seine Freunde und natürlich auch seine Feinde. Dieses ist nach Crash Bash für die Playstation das zweite Crash Bandicoot-Spiel dieser Art. Während sich die gleichartigen Spiele der Mario Party-Reihe schon auf dem Markt etabliert haben, muss sich Crash Boom Bang! jedoch erst noch beweisen. Ob hier ernsthafte Konkurrenz zu Mario, Luigi und dem Rest der Truppe besteht, beleuchtet der Test.
Lahmer Kaffeeklatsch oder riesige Fete?
Herzstück eines jeden Partyspiels ist selbstverständlich der Mehrspielermodus. Dieser ist bei Crash Boom Bang! mit bis zu vier Spielern spielbar, vorrausgesetzt jeder Mitspieler verfügt über eine eigene Version des Spiels. Sind die Systeme miteinander verbunden und ist ein Level ausgewählt, kann die Partie beginnen. Diese gewinnt, wer am Ende der Partie die meisten Punkte auf seinem Konto hat. Wann die Auswertung eintritt, hängt vom jeweiligen Level ab.
So müssen beispielsweise vier besondere Gegenstände gefunden oder ein bestimmtes Feld erreicht werden. Der grobe Spielablauf ähnelt dem eines einfachen Brettspiels. In jeder Runde wird zufällig ermittelt, wie weit sich die einzelnen Mitspieler auf dem virtuellen Spielbrett fortbewegen dürfen und die Felder auf denen sie zum stehen kommen, lösen diverse Ereignisse aus. Infolgedessen bekommt man unter anderem Punkte abgezogen, erhält Items oder nimmt an Minispielen teil. Die Vielfältigkeit und der Spaßgehalt letzterer zeichnen im Grunde ein gutes Partyspiel aus. Dennoch bietet Crash Boom Bang! nur 40 verschiedene dieser kleinen Wettbewerbe, bei denen der Sieger etliche Punkte ergattern kann. Bei den Minispielen kommen im Übrigen vornehmlich Touchscreen und Mikrofon zum Einsatz. Beispielsweise gilt es, einen Ballon innerhalb der vorgegebenen Zeit durch pusten ins Mikrofon aufzublasen, Unterschiede zwischen zwei Bildern auf dem Touchscreen zu markieren oder einem Pony per Stylus die Sporen zu geben, um somit ein Rennen zu gewinnen.
Kontaktaufnahme (un)erwünscht
In jeder Runde dürfen die Spieler neben ihrem normalen Zug auch ein Item einsetzen, um dadurch ihre Chancen in der Partie zu verbessern. Unter anderem können die Positionen mit anderen Spielern getauscht, eine feste Anzahl an Feldern für die nächste Bewegung festgelegt oder die Positionen wichtiger Gegenstände sichtbar gemacht werden. Ist man gerade mal nicht an der Reihe, kann man das Spiel eventuell zu seinen Gunsten beeinflussen. So ist es möglich auf den Sieg eines Spielers bei einem Minispiel zu wetten, sofern man nicht an dem Spiel beteiligt ist. Besonders reizvoll ist in diesem Zusammenhang das außergewöhnliche Kommunikationssystem von Crash Boom Bang!, mit dem die Sicht der anderen Spieler beeinflusst werden kann.
Über den Touchscreen lassen sich nahezu jederzeit kleine Botschaften über ein besonderes Menü erstellen. Diese werden entweder aus zahlreichen vorgefertigten Grafiken zusammengestellt oder einfach selbst geschrieben. Über einen Druck auf das Symbol des gewünschten Empfängers werden die Nachrichten sofort abgeschickt und erschienen dann für kurze Zeit auf dessen Bildschirm. Bei computergesteuerten Gegner zeigt diese Art der Ablenkung jedoch erwartungsgemäß keinerlei Wirkung.
In 80 Minuten um die Welt
Im Einzelspielermodus von Crash Boom Bang! werden einzelne Partien durch eine Hintergrundgeschichte verknüpft und die anderen Mitspieler sind computergesteuert. In der Geschichte erfährt der hinterhältige Vicomte von einem Energiekristall, der eine gigantische Macht in sich tragen soll. Der vornehme Herr möchte aber nicht nur den Kristall in seinen Besitz bringen, er möchte sich zudem die mühsame Suche danach ersparen. Aus diesem Grund veranstaltet er einen Wettbewerb, das Welt-Cannonball-Rennen, um die Teilnehmer für seine Zwecke zu missbrauchen. Auch Crash und seine Freunde bekommen eine Einladung zu dem Rennen und lassen sich von dem riesigen Preisgeld blenden. Der Vicomte hat seine Rechnung unglücklicherweise ohne den Wissenschaftler Dr. Neo Cortex gemacht, der auch über Informationen zu dem begehrten Kristall verfügt. Wie sich dieser Konflikt entwickelt, soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass neben dem Story-Modus auch die einzelnen Minispiele gegen virtuelle Gegner gespielt werden können. Dabei sind alle Spiele verfügbar, die mindestens einmal im Story-Modus gespielt wurden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Spielern in den Minispielen über das drahtlose Netzwerk zu messen. Besitzen die Mitspieler kein eigenes Crash Boom Bang!, sind immerhin fünf ausgewählte Wettbewerbe per DS-Download-Spiel verfügbar. Die Kombination aus comichaften Charakteren und einem kunterbunten Partyspiel rundet der passende Cel Shading-Look ab. Dieser wird auch in den Menüs und den Minispielen konsequent beibehalten und schafft dadurch ein harmonisches Gesamtbild.
Die Level sind ansprechend gestaltet und bieten reichlich Abwechslung. Die Minispiele hingegen sind aus optischer Sicht meist weniger ausgereift. Vor allem einige Animationen hätten ansehnlicher ausfallen können. Die Hintergrundmusik ist flippig und stimmig, es mangelt aber ein wenig an Vielseitigkeit. So kann die eigentlich ganz flotte Party-Musik auf Dauer doch nervtötend wirken.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
Crash Boom Bang! im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Vivendi?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.