Gesamtwertung58%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Blue Byte ist wohl eines der bekanntesten deutschen Entwicklerstudios und durchaus renommiert. Für den heutigen Status des Unternehmens ist eine gewisse Spieleserie von wichtiger Bedeutung, denn mit den Titeln der Die Siedler-Serie konnte Blue Byte schon große Erfolge feiern. Hierzulande traf das Aufbauspiel mit seinen komplexen Wirtschaftskreisläufen und einem neuartigen Konzept genau den Nerv der Spieler. Inzwischen kümmert sich Ubisoft um die Veröffentlichung der Spiele aus dem deutschen Studio und so soll sich die Erfolgsgeschichte nicht länger nur auf den PC beschränken. Der Nintendo DS bietet nun die richtigen Features, um Die Siedler endlich portabel zu machen. Ob ein Touchscreen die Maussteuerung wirklich ersetzen kann, muss sich dennoch zeigen.
Wie in den guten alten Zeiten
Im Grunde ist Die Siedler für den Nintendo DS eine Umsetzung vom PC-Klassiker Die Siedler II von 1996. Eine geeignete Vorlage, da das grafische Niveau und vor allem die Steuerung des Spiels relativ leicht für DS umsetzbar ist. Da es sich um eine fast genaue Umsetzung des Klassikers handelt und im folgenden auf das Spielprinzip von Die Siedler DS eingegangen wird, dürfen Kenner den Rest dieses Abschnittes getrost überspringen. Da es sich bei besagtem Titel um ein Aufbauspiel der alten Schule handelt, ist das Spieltempo nicht besonders hoch. Das gibt dem fleißigen Spieler reichlich Zeit für Planung.
Das, was Die Siedler II und somit auch Die Siedler DS dabei so einzigartig macht ist das Straßennetz. Die Straßen dienen selbstverständlich sowohl dem Warentransport, als auch der Wegfindung der kleinen Siedler. Nur wenn das Netz gut durchdacht ist, können Werkstoffe schnell zur Baustelle und Rohstoffe zur Weiterverarbeitung zum nächsten Handwerker transportiert werden. Die Straßenabschnitte sind zudem durch Knotenpunkte unterteilt. Dort werden die Waren dann von einem Träger zum nächsten weitergereicht. Das kann bei vielen kleinen Straßenabschnitten die Transportgeschwindigkeit stark erhöhen.
Laufen hingegen zu viele Straßen an einem Punkt zusammen, kann das zum Stau führen, da eventuell ein einzelner Träger stark überlastet wird. Wichtig ist natürlich auch die Gewinnung von Rohstoffen und anderen Gütern. Hier kommen die Warenkreisläufe ins Spiel. So wird beispielsweise Eisenerz aus einem Bergwerk gewonnen und anschließend zur Schmelze gebracht. Hier wird aus dem Eisenerz und Kohle Eisen produziert. Dieses wiederum wird dann in einer Schlosserei oder Schmiede zu Werkzeugen oder Waffen verarbeitet. Es gilt weiterhin Wachstuben oder andere Wehrgebäude zu errichten, um das eigene Territorium zu vergrößern und somit weiteren Platz für Gebäude zu schaffen. Gelegentliche Auseinandersetzungen mit anderen Völkern lassen sich also manchmal nicht vermeiden und so müssen hin und wieder die Waffen der in den Gebäuden stationierten Soldaten sprechen. Doch selbst wenn es zu Kämpfen kommt ist es immer noch das Wichtigste, dass die Wirtschaft brummt.
Erst Rom und dann die ganze Welt
Da Die Siedler DS über keinen Mehrspielermodus verfügt, ist es selbstverständlich, dass die Entwickler viele Missionen für Solisten bereit stellen. Zum einen wäre da die römische Kampagne, wie sie auch in Die Siedler II enthalten war. Diese umfasst zehn lange Missionen, die erfreulich lange beschäftigen können und das Schicksal eines kleinen Völkchen beschreiben. Dabei wird der Spieler zwar langsam in den Titel eingeführt, an einem richtigen Tutorial mangelt es aber leider.
Die Steuerung muss sich somit jeder selber mit Hilfe des Handbuches beibringen. Damit aber auch nach der Geschichte der Römer keine Langeweile aufkommt, darf man sich ebenfalls die Zeit mit einer Weltkampagne vertreiben, die insgesamt weitere neun Missionen bietet. Dieser Feldzug ist manchen eventuell noch von der Missions-CD zu Die Siedler II bekannt. Ansonsten lässt sich noch ein Spiel nach den eigenen Regeln spielen. Bis zu drei KI-Gegner machen einem hierbei das Expandieren schwer oder spielen auf Wunsch in Teams. Reichlich Optionen und zahlreiche verschiedene Karten sorgen hier für die nötige Abwechslung. Die Vielzahl an Möglichkeiten ist zwar löblich, jeder ambitionierte Siedler wird den fehlenden Multiplayer dennoch schmerzlich vermissen. Besonders dann, wenn die Kampagnen schon ausreichend bekannt sind.
Ich kam, ich sah, aber siegte ich auch?
Die reibungslose Steuerung ist wohl der Aspekt, der im Vorfeld viele Zweifel aufkeimen ließ. Um diese braucht man sich aber keinerlei Sorgen machen, denn hier haben die Entwickler wirklich gute Arbeit geleistet. Jede Berührung des Touchscreen kommt einem Mausklick gleich und so lässt es sich gemütlich durch die Menüs navigieren und Gebäude errichten. Das Steuerkreuz wiederum dient dem scrolling über die Landkarte. Separate Menüfenster werden zum Teil auf dem oberen Bildschirm geöffnet. Deren Bedienung ist kein Problem, denn mit einem kurzen Druck auf die linke Schultertaste werden die Bildschirme einfach getauscht und es geht reibungslos weiter.
Natürlich erfordert das am Anfang ein wenig Einarbeitung, eleganter hätte man die Spielsteuerung aber kaum verwirklichen können. Schade nur, dass das Spiel mit regelmäßigen Einbrüchen bei der Performance zu kämpfen hat. Nicht nur, dass Grafik und Soundausgabe ruckeln, auch die eine oder andere Touchscreeneingabe kann dabei schon mal untergehen. Bei diesen unschönen Aussetzern handelt es sich tatsächlich um das größte Ärgernis bei der portablen Aufbaustrategie. Denn tatsächlich scheint es so, als würde das Geschehen bei herausgezoomter Ansicht nie richtig flüssig von statten gehen.
So kann man die nette, zweidimensionale Grafik nun wirklich nicht genießen und das Verfolgen der detaillierten Arbeiten macht keinen großen Spaß. Generell scheint es so, als habe Blue Byte ein paar Probleme mit der Technik gehabt. Immerhin steht nur ein einziger Speicherplatz zur Verfügung und man hat mit, für den Nintendo DS extrem untypischen, Ladezeiten vorlieb zu nehmen.
Natürlich erfordert das am Anfang ein wenig Einarbeitung, eleganter hätte man die Spielsteuerung aber kaum verwirklichen können. Schade nur, dass das Spiel mit regelmäßigen Einbrüchen bei der Performance zu kämpfen hat. Nicht nur, dass Grafik und Soundausgabe ruckeln, auch die eine oder andere Touchscreeneingabe kann dabei schon mal untergehen. Bei diesen unschönen Aussetzern handelt es sich tatsächlich um das größte Ärgernis bei der portablen Aufbaustrategie. Denn tatsächlich scheint es so, als würde das Geschehen bei herausgezoomter Ansicht nie richtig flüssig von statten gehen.
So kann man die nette, zweidimensionale Grafik nun wirklich nicht genießen und das Verfolgen der detaillierten Arbeiten macht keinen großen Spaß. Generell scheint es so, als habe Blue Byte ein paar Probleme mit der Technik gehabt. Immerhin steht nur ein einziger Speicherplatz zur Verfügung und man hat mit, für den Nintendo DS extrem untypischen, Ladezeiten vorlieb zu nehmen.
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Die Siedler DS im Test.
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