Gesamtwertung74%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Es ist ein herrlicher Tag am Strand und die DK-Crew macht es sich auf der Sonneninsel gemütlich. Plötzlich ist Diddy Kong ganz aufgeregt und hastet zu seinen Kollegen. Er deutet auf den Berg in der Mitte der Insel. Auf dessen Gipfel scheint sich eine gigantische Banane zu befinden. Da lässt sich Donkey Kong selbstverständlich nicht lange bitten und stürmt schnellstmöglich in Richtung Gipfel los. Das ihn das Schicksal jedoch mit Außerirdischen zusammentreffen lässt und ihm die fiese Echse K.Rool in den Weg stellt, davon ahnt er natürlich noch nichts.
DK will hoch hinaus
Prinzipiell handelt es sich bei Jungle Climber um ein klassisches Jump and Run im DK-Universum. Das besondere hierbei ist das Steuerungskonzept. Doch keine Angst, hier wird kein erzwungener exzessiver Gebrauch vom Touchscreen gemacht. Man beschränkt sich viel mehr auf die beiden Schultertasten und einen Aktionsknopf. Auf dem Boden dienen die Schultertasten der simplen Fortbewegung nach links oder rechts, beide gleichzeitig gedrückt lassen den Affen springen. Der Großteil des Abenteuers spielt sich jedoch in luftigen Höhen ab und dort erfüllen die Tasten einen weiteren Zweck. Sie repräsentieren die jeweiligen Hände des Klettermax und bestimmen, wann er zugreift. Hält sich DK mit nur einer Hand an den Griffen fest, dreht er sich unentwegt um die eigene Achse. Das Zugreifen mit der zweiten Hand stoppt die Drehung. Erst wenn beide Schultertasten losgelassen werden, schwingt sich der Primat in die momentane Blickrichtung und verweilt in der Luft, bis man ihn erneut zupacken lässt. Dieses Prinzip kam übrigens schon im GBA-Spiel King of Swing zum Einsatz, wurde für Jungle Climber jedoch ein wenig erweitert. Über einen Aktionsknopf ist eine Attacke auslösbar. Da man sich während dieser Kampfrolle aber nicht festhalten kann, sollte sie mit Bedacht und nur gut gezielt eingesetzt werden. Sonst katapultiert man den Protagonisten noch in den virtuellen Tod. Hat Donkey zudem seine Kumpel Diddy dabei, kann er diesen durch einen zweiten Knopfdruck als Wurfgeschoss einsetzen. Um den Einstieg in das Spiel möglichst einfach zu gestalten, kann man auf Wunsch ein hilfreiches Tutorial beim alten Cranky Kong absolvieren. Dieser ist aber auch später im Spiel zur Stelle, wenn einmal Erklärungsbedarf besteht. Und obwohl das Herumschwingen ungewöhnlich ist, ist es kaum gewöhnungsbedürftig. Man kann also schnell die Gipfel stürmen und sich die Bananen krallen.
Beschwingend, diese Bananen
Damit das Herumgekletter nicht zu schnell langweilig wird, hat man das Spiel mit diversen Extras und Hindernissen gespickt. Zunächst einmal haben viele DK-typische Elemente ihren Weg ins Spiel gefunden. Darunter die obligatorischen Bananen, von denen 100 Stück ein zusätzliches Leben einbringen, und die Kanonenfässer, die unseren Primaten mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft schießen. Natürlich dürfen auch Gegner nicht fehlen, die ebenfalls an den Griffen durch die Gegend kraxeln oder umherfliegen. Dazu gesellen sich diverse Neuigkeiten, die auf das besondere Steuerungsprinzip abgestimmt sind. Dazu gehören Schalter, die man mit beiden Händen fassen muss, und große, runde Felsblöcke, die unter DKs gewicht beginnen zu rollen. Ein taufrischer Item-Typ sind die Juwelen. Diese Edelsteine werden von besiegten Gegnern fallen gelassen und sind in den Levels versteckt. Hat man 100 dieser Steine eingesammelt, erhält man einen Kristallstern. Dieser kann jederzeit eingesetzt werden und verleiht DK kurzzeitig die Fähigkeit zu fliegen.
Lass uns gemeinsam Schwingen
Doch auch schwingende Lianen und drehbare Kanonenfässer reichen als Motivationshilfen nicht aus, wenn das Spiel nicht fordernd genug ist. Glücklicherweise ist Donkey Kongs neuestes Spiel kein Kaffeeklatsch für Primaten. Immer wieder gibt es wirklich fordernde Passagen und vor allem, wenn man alle Items in den Levels erwischen will, muss man sich schon ein wenig Mühe geben. Wer fleißig die Extras abräumt, schaltet somit Cheats und Minispiele frei. Letztere sind ein netter Zeitvertreib für Zwischendurch, manche der insgesamt sechs Spielchen verlieren aber relativ schnell an Attraktivität. Ähnlich verhält es sich mit dem Mehrspielermodus für bis zu vier Personen, bei dem die Minispiele Wettklettern und Schubfass-Rennen zur Auswahl stehen. Immerhin wird hierfür nur eine einzige Karte benötigt.
Hinsichtlich der Grafik hat man sich an den klassischen Stil von Donkey Kong Country gehalten. Die recht starren Hintergründe nimmt man während des Spiels kaum wahr, konzentriert sich der Blick ja meistens auf die nächsten, erreichbaren Griffe. Da diese in der Regel ohnehin den Großteil des Bildes ausfüllen ist die Optik daher eher zweckmäßig ausgefallen. Der Soundtrack strotzt nur so vor Dschungel-Funk. Manche der Kompositionen sind dabei leider ein wenig zu hektisch, was den Nerven nicht immer zuträglich ist.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
Donkey Kong: Jungle Climber im Test.
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