Gesamtwertung68%/10 |
GrafikBefriedigend SoundMangelhaft |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Gestatten, Dr. Reiner Knizia Klon von Beruf
Spätestens, wenn die eigene Idee fleißig kopiert wird, weiß man, dass man einen gewissen Erfolg hat. Dr. Kawashima hat vorgemacht, wie gut sich Logik-Trainer auf dem Nintendo DS quer durch alle Altergruppen verkaufen lassen. Können wir auch, dachte sich Eidos, sicherte sich Dr. Reiner Knizia (Vater von ca. 400 Spielen und Bücher und mehrmaliger Gewinner diverser Spiele Preise) als Pate und schuf mit dem Logik-Coach eine gar nicht mal schlechte Kopie. Verpackt werden die 80 Aufgaben (16 Typen in je fünf Schwierigkeiten) in eine lockere Hintergrundgeschichte: Dr. Knizia ist auf der ganzen Welt bekannt und hat überall seine Finger im Spiel. Euch selbst nimmt er als ersten Reisenden mit, damit ihr seine Ideen kennen lernen könnt. So klickt ihr euch per Stylus von Weltstadt zu Weltstadt und löst die vor Ort gestellten Aufgaben. Neben den typischen Rechenaufgaben in allen möglichen Varianten warten nette weitere Ideen. Sucht mit dem Metalldetektor verschüttetes Ausgrabungsgerät (Eine Art Minesweeper), zählt Meerestiere unter dem Sonar oder steuert den Doktor durch ein Labyrinth auf der Suche nach Schätzen. Weiterhin warten eine Variante des bekannten Masterminds, unter Zeitdruck gilt Unterschiede zwischen zwei sich gleichzeitig bewegenden Zügen finden oder euch treibt es nach Syndey, wo ihr euch die Reihenfolge der gespielten Töne merken müsst. Zugang habt ihr zu Beginn nur zu einem Teil der Herausforderungen, neue werden durch Goldmünzen gekauft, die ihr durch gute Leistungen erhaltet.
Ton aus!
Nichtssagende Melodien unterstreichen das Geknobel weniger erfolgreich. Die nach kurzer Zeit als störend empfundenen Soundschnipsel sind bestens dazu geeignet, euch vom wesentlichen Geschehen abzulenken. Bei den Spielen, wo der Ton einen Sinn hat (Melodien nachspielen in Sydney) wird zudem die bescheidene Qualität deutlich die Instrumente klingen grausam. Ein Glück, dass sich Dr. Reiner Knizias Gehirncoaching aber ganz gut ohne Ton spielen lässt.
Wer braucht schon ein Flugzeug
Gesteuert werden darf das komplette Spiel mittels Stylus. Die Aufgaben sind dabei schnell durchschaut, das Interface ist übersichtlich und durch die Menüs lässt sich wunderbar flink klicken. Einige Spiele sind etwas fummelig. Zum Einfügen von Rechenoperatoren beispielsweise müsst ihr erst das Zeichen anklicken und dann das freie Feld, wo es hin soll. Wahlweise dürft ihr das Zeichen auch an die entsprechende Stelle ziehen. Einfacher wäre es, wenn ihr schlicht in die Felder malen könntet, wie es die Konkurrenz vormacht.
Nicht mehr als nötig
Zweckmäßigkeit bestimmt die Weltreise. Die Übersicht bei den Rätseln ist hervorragend, die wenigen 3D-Charaktermodell sind eher durchschnittlich. Da haben manche Handyspiele inzwischen genauso viel zu bieten. Ganz nett hingegen sind die bunten Hintergründe.
Level 1 + Tutorial, Level 2 + Tutori...
Durch die eingängige Stylussteuerung und die Erklärungen, die ihr zu jeder neuen Aufgabe erhaltet, gibt es keine Hürden zu nehmen. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben variiert angenehm, ist dabei aber nie frustrierend. Durch die freispielbaren Städte und einige vergessen Orte bleibt eine gewisse Motivation auch nach einer Hand voll Spielstunden spürbar.
Gehirnjogging für zwei Personen
Mittels Wireless-Game-Sharing dürft ihr mit einem Freund Rätsel tauschen und um den Highscore kämpfen. Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Nette Dreingabe, mehr nicht.
Dr. Reiner Knizias Logik-Coach im Test.
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