Gesamtwertung64%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Hacken und Schnitzeln in der Neuauflage
Mit Dungeon Explorer: Warriors of Ancient Arts für Nintendo DS bringt Hudson eine Neuauflage des 1989 erschienen Originals für TurboGrafx-16. Im Vergleich zur Adaption für Sonys PlayStation Portable (Die storymäßig gesehen 10 Jahre früher spielt) wurden einige Elemente gestrichen und das Augenmerk auf ein schlichteres Gameplay gelegt. Ihr wählt zwischen drei Rassen mit je drei Berufen (Krieger, Jäger, Magier) euren Liebling und seid von Beginn an auf euch alleine gestellt. Zusätzlich neben euch schleicht nach einigen Spielminuten lediglich ein kleiner Avatar mit herum, der sich eingeschränkt modifizieren lässt. Das Spielprinzip ist schnell erklärt. Vor dem Hintergrund einer beliebig austauschbaren Story um einen Dämonengott (*grusel*) hackt ihr euch durch stumpfsinnige Gegnerhorden, die ihr Glück in Dungeons, Wäldern und Tempeln gefunden zu haben scheinen. Abwechslung ist Mangelware, alle Gegnermodelle sehen auf Dauer gleich aus, nur die Farbe variiert. Die Dungeons mit den verschiedenen Ebenen bieten ebenfalls kaum Abwechslung. Rein in den Raum, alle Gegner töten (Oft kommen diese aus einem Generator, der immer neue spawnt und zuerst zerstört werden sollte), eine Tür öffnet sich und es beginnt von vorne. Endgegnerkämpfe sind vorhanden und noch am schwierigsten. Die normalen Gegner wehren sich nämlich nicht und können in den meisten Fällen nicht einmal angreifen, während ihr drauf haut.
Rollenspiel light
Auf den ersten Blick scheint Dungeon Explorer umfangreich und tiefgründig wie so viele Rollenspiele da draußen zu sein. Auf den zweiten Blick legt sich der Eindruck ganz schnell. Es gibt zwar viele Waffen und Gegenstände, die ihr aber 1.) auf Grund eures Berufes nicht alle trägen könnt und 2.) es nur Nutzungsbeschränkungen aufgrund weniger Eigenschaften (zum Beispiel Kraft und Geschicklichkeit für Waffen und Rüstung) gibt. Dies hat den Vorteil, das Dungeon Explorer extrem eingängig und für jeden leicht zugänglich ist, während sich erfahrene Spieler schnell mehr Tiefgang wünschen.
Touchscreen? Nie gehört!
Tja. Trotz tiefer und langer Menüs mit schön großen Buttons könnt ihr den Stift stecken lassen. Gespielt wird ausschließlich mit den Tasten! Ein Knopf zum Hauen, die anderen zur Auswahl der Items und Zaubersprüche, Künste genannt. Dabei solltet ihr euch vor den Konfrontationen entscheiden, was ihr auf die Schnelltasten legt. Ein Wechsel der Items (Zum Beispiel um kurzfristig einen Heiltrank auszuwählen) ist nur über die Kombination mit der L-Taste möglich, während das Spielgeschehen weiterläuft. Letztlich sind die vielen Untermenüs ein kleiner Spaßkiller, da ihr nur durch lästiges Geklicke rein und wieder raus kommt.
Pyramidenbesuch
Unterstützt werden sowohl die Nintendo WFC sowie ein Multikarten-Spiel. Bei der WFC ist eine Pyramide mit fünf Ebenen mit je zehn Leveln der Schauplatz für Gruppentouren mit bis zu vier Spielern. Einen Leveleditor oder zufällige Dungeons gibt es nicht. Allzu schnell werdet ihr die Pyramide aber nicht schaffen: Mitspieler sind nämlich überaus rar gesät. Die meiste Zeit werdet ihr in der Lobby beim Warten verbringen.
Aus einem Guss
Grob pixelig, wenig Details und sich wiederholende Monstermodelle und Dungeons. Ob der Blob nun gelb, grün oder rot ist, tut wenig zur Sache und die dunkelbraunen Höhlen sind ebenfalls nicht allzu viele Blicke wert. Schnelle Action wird geboten und die Grafik spielt da vollends mit. Ebenfalls sehr schwach sind die Effekte beim Zaubern. Da müsst ihr schon ganz genau hinschauen, um überhaupt was zu erkennen.
Kerkergeflüster
Die Soundkulisse wechselt von Umgebung zu Umgebung und ist ganz nett anzuhören und hält die Fahne der technischen Seite oben. Aufgrund der mittelprächtigen Grafik rettet sie das Gesamterlebnis aber nur bedingt.
Dungeon Explorer: Warriors of Ancient Arts im Test.
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