Kakuromaniacs

Review
Plattform
Nintendo DS
Vertrieb
Atari
Entwickler
Atari
Erscheinungsdatum
05/2007
Genre
Andere
Kakuromaniacs [DS , Mag64]

Gesamtwertung

45%/10

Grafik

28%

Sound

55%

Mehrspieler

-

Bedienung

Gut

Kakuromaniacs


Einleitung....

Hochkonjunktur im Zahlenparadies! So könnte man kurz und bündig die derzeitigen Releaselisten bei den Entwicklern von "Sudoku"-ähnlicher Software beschreiben. Als "ultimative[s] Zahlenrätsel" wird "Kakuromaniacs" auf dem Packungsrücken angepriesen. Und "Kakuro" ist neben "Sudoku" eine zwar bei uns noch weitgehend unbekannte Zahlenknobelei, die insbesondere mathematische Fähigkeiten schult, dennoch fesselnd und auch auf lange Sicht motivierend ist. So traf man die Zahlenspielerei bereits das eine oder andere Mal in einer Handheld-Software an, wesentlich öfter behandelt wird das Spiel allerdings in einschlägigen Zeitschriften und im Internet. Nichtsdestotrotz werfen wir im Folgenden einen genaueren Blick auf den "Atari"-Titel, der sich vollständig des "Sudoku"-Konkurrenz-Rätsels widmet.

Menus und die Story....


Nach dem Einschalten des Handhelds erwartet Euch die übliche Sprachauswahl, wobei "Kakuromaniacs" alles andere als üppige Texte aufweisen kann. Neben einem kurzen Tutorial in Textform ist der Titel selbsterklärend - soweit Ihr die einleitenden Worte im "Hilfe"-Menü verinnerlicht habt. Bedauerlicherweise hat man dem Titel keine bildhafte Anleitung innerhalb der Software integriert, hinzu kommt eine grauenhaft schreckliche Schriftart, für die man sich hier entschieden hat. Die Gründe bleiben wohl schleierhaft, ein paar erklärende Bilder mit Beispielszenen hätten es aber schon sein dürfen. Weiterhin wartet das Hauptmenü mit den Optionen "Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionen", "Hilfe", sowie der "Info" auf, jedoch handelt es sich bei Letzterem um keine Darlegung des Spielprinzips, sondern lediglich um die Entwicklungsmannschaft des Titels. Ob Einsteiger, Fortgeschrittener oder Profi - die manuelle Wahl des Schwierigkeitsgrades findet in den "Optionen" statt. Da das Spiel vorgibt, 5000 Rätsel in sich zu vereinen, ist für jeden Spielertyp etwas vorhanden. Einsteiger haben es mit übersichtlichen Rätseln mit wenigen Kästchen zu tun, Profis hingegen finden ihre Erfüllung in "Kakuros", die sich beinahe über die gesamte Fläche von 9x8 Spielfeldern erstrecken.

Technik und Gameplay....


Äußerst bedauerlich und eigentlich nicht zu rechtfertigen ist die Tatsache, dass neben der Option "Neues Spiel" keine weitere Spielvariante existiert. Vielmehr ist es lediglich möglich, immer wieder ein neues "Kakuro" zu starten und dieses nach Möglichkeit zu beenden. Vergeht Euch während der Rätselei die Lust, dürft Ihr jederzeit durch eine interne Speichermöglichkeit aussetzen und zu einem späteren Zeitpunkt weiterspielen.

Aufgebaut ist ein "Kakuro" ähnlich eines Kreuzworträtsels, bei dem nur Zahlen zum Einsatz kommen. Auf dem Spielbrett existieren schwarze und weiße Zellen, wobei nur Letztere mit Zahlen gefüllt werden wollen, alle anderen Quadrate sind irrelevant. Rund um die weißen Zellen angeordnet, findet Ihr schwarze, geteilte Quadrate mit Ziffern, die wesentlich zum Lösen der Rätsel beitragen. Als Hinweise dienen diese Angaben beim Tüfteln und Kombinieren, denn diese Eigenschaft fordert "Kakuromaniacs" von jedem Spieler. Überwiegend Knobelaufgaben des Schwierigkeitsgrads "schwer" sorgen für lange Denkpausen, die Euer Hirnstübchen zum Ackern bringen werden, auf Wunsch könnt Ihr per Touchpen jede Aufgabe durch eine neue ersetzen. Dennoch sollte von Anfang an klar sein, dass die Ziffern der Zellen zum einen für die senkrechte, angrenzende Spalte stehen, zum anderen für die waagrechte, angrenzende Reihe. Eure Aufgabe ist es nun, die Ziffern von eins bis neun in die weißen Felder einzutragen, so dass die Gesamtsumme die Ziffer im zugehörigen schwarzen Kästchen ergibt. Anzumerken sei, dass jede Zahl in jeder Reihe oder Spalte lediglich ein einziges Mal eingetragen werden darf, anderenfalls werden identische Zahlen rot markiert und Ihr wisst um Euren Fehler bescheid.

Die Steuerung des Titels geht im Übrigen vollkommen in Ordnung, da Ihr mit den Tasten des Nintendo DS über das Spielbrett manövriert und die Zahlen in ein eigens dafür vorgesehenes Feld eintragen könnt. Ebenso dürft Ihr per Druck aus einer Zahlenleiste jede Ziffer anwählen und ohne Umwege in das Feld einsetzen. Zugleich wurde ein Button zum Rückgängigmachen der Eingabe in das Spiel integriert, weiterhin könnt Ihr Angaben jederzeit löschen. Alternativ zur Touchpen-Eingabe, die locker von der Hand geht und selbst eigens aufgezeichnete Buchstaben - die "8" ist bei so einigen Titeln immer wieder eine Problemziffer - erkennt, gibt es die gewöhnliche Steuervariante mit Steuerkreuz und Schultertasten.

Viel mehr lässt sich zu vorliegendem Titel leider nicht sagen, da, wie bereits erwähnt, weitere Spieloptionen und Zusatzfeatures, in Form abgewandelter "Kakuro"-Modi nicht existieren. Warum sich die Entwickler der "Frontline Studios" hier nicht auf den Hintern gesetzt haben, wird wohl ein Rätsel bleiben. Da helfen selbst die verschiedenen Hintergrundthematiken im ägyptischen Stil, dem grün-schimmernden Finsternisidyll, sowie der schwarzen Mystikumgebung nicht viel. Leider existieren weder ausführliche Tutorials, noch Herausforderungsmodi. Dennoch ist das Grundprinzip von der Basis her betrachtet, nicht zu verachten.

Grafik & Sound....


Die Darstellung von "Kakuromaniacs" - wie soll man diese wohl am Besten beschreiben? Oder anders: Wie will man drei verschiedene Hintergründe, neben schwarz-weißen Ziffernfeldern angemessen bewerten? Eine tickende Anzeige der Spieldauer ist nämlich nicht gerade der grafische Bringer, der den Titel in dieser Hinsicht aufwerten könnte. Schlicht und ergreifend erfüllt das, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, den Zweck, kann aber weder faszinieren, noch würde sich durch effektgeladene Spielereien etwas Positives anfügen lassen.

Wenige Musikstücke unterlegen die hirnakrobatischen Zahlenrätsel, wobei der Grundtenor des Sounds recht düster ausgefallen ist und nur wenige positive Resonanzen in das Spiel bringen kann. Und genau diese würde man benötigen, da mathematische Logikeinlagen nun mal nicht gerade einen munter machenden Effekt auslösen und die bedrückende Sounduntermalung leider hierzu nicht sonderlich positiv beiträgt. Dennoch sind die teils orientalischen Klänge technisch von guter Qualität, lediglich die Abwechslung hätte auf lange Sicht größer sein können.

Fazit....


Knobelspiele sind immer ein ganz besonderer Fall, da die Käuferklientel strikt manichäisch denkt: entweder man liebt sie, oder man kann mit ihnen rein gar nichts anfangen. So ist es nun einmal und so wird es vermutlich auch für alle Zeit bleiben. Persönlich sind wir den rätsellastigen Unterhaltungsspielen sehr zugetan, dürfen aber nicht die objektive Sichtweise auf die Dinge verlieren. Denn eines ist klar: "Kakuromaniacs" ist vom Grundgedanken her ein gutes Spiel, nicht umsonst beschäftigen sich große Menschenmassen mit "Sudoku" und "Kakuro" Tag für Tag in der Zeitung. Soweit so gut, aber für knapp 30 Euro erwartet man mehr als einen einzigen Spielmodus. Weder zusätzliche Spielinhalte noch ein Mehrspieler-Modus (beispielsweise "auf Zeit" wäre hier möglich gewesen!). Zwar fordern die Rätsel im höchsten Schwierigkeitsgrad selbst Profis, für Einsteiger wird hingegen nicht mehr als eine schwer zu entziffernde Anleitung in Textform geboten. Das Prinzip des Titels stimmt, keine Frage, nur hätte man den Kerninhalt in jeglicher Weise deutlich ausbauen müssen, um höhere Wertungsweihen einfahren zu können. (mag64.de)

Pro
+ ähnlich wie "Sudoku"

Contra
- spielerische Inhalte fehlen
- kein überzeugendes Tutorial
- düster wirkende Hintergrundmusik
- kein MP
- Modus vorhanden

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