Kirby: Power Paintbrush
Die rosa Knutschkugel Kirby ist zurück. In Kirby: Power Paintbrush ist er jedoch, aufgrund eines Fluches, auf Hilfe angewiesen. Damit der Knirps dennoch in Aktion treten kann, heißt es Stylus zücken und einschreiten.
Kirby mach gerade einen enstpannenden Spaziergang, als plötzlich die Farben um ihn herum verblassen. Er findet heraus, dass eine seltsame Hexe das friedliche Dreamland mit einem Zauber nach und nach in ein Gemälde verwandelt. Pflichtbewusst versucht Kirby die Hexe zu stoppen, doch ein Fluch verwandelt ihn in eine Kugel und das böse Weib kann entwischen. Kurz darauf erblickt der kleine Held den Power-Malpinsel der Hexe, der ihn prompt zu einem willigen Helfer teleportiert: Dem Spieler.
Der Power-Malpinsel im Einsatz!
Der runde Kirby wird komplett über den Touchscreen gesteuert, dadurch ist der Einstieg ins Spiel sehr einfach. Mit Hilfe des Stylus werden Linien auf dem Bildschirm gezeichnet. Diese Linien können Kirbys Weg umleiten oder Schüsse und Gegner abwehren. So wird er zum Beispiel durch einen U-förmigen Strich nach oben geschleudert, wenn er gerade fällt. Diese magischen Pinselstriche verblassen jedoch nach kurzer Zeit und lassen sich nur mit magischer Tinte zeichnen. Der Tintenvorrat lädt sich automatisch wieder auf, aber ein unbegrenzter Einsatz des Power-Malpinsels ist nicht möglich. Das Zeichnen von Linien reicht nicht, um Kirby unbeschadet durch die bunten Level zu geleiten. Die meisten Gegner können per Druck mit dem Stylus betäubt werden. Dann ist Kirby in der Lage, diese durch eine einfache Berührung zu beseitigen und gegebenenfalls ihre Fähigkeit zu imitieren. Wird er vom Spieler angetippt, setzt der runde Held seine Spezialfähigkeit ein. So mutiert er zum Beispiel zu einem Reifen und ist für kurze Zeit sehr schnell oder nimmt die Gestalt eines Steines an und plumpst nach unten, während er die Gegner, die sich ihm in den Weg stellen, erledigt. Imitiert er gerade keinen Gegner, bekommt er nur einen kurzen Geschwindigkeitsschub. Diese Fertigkeiten sind aber nicht nur zur Beseitigung von Fieslingen zu gebrauchen, sie sind stellenweise sogar für das Vorankommen unverzichtbar. Manche Hindernisse lassen sich nur als Feuerball zerstören und gewisse Höhen erreicht Kirby nur als Ballon. Doch nicht alle Hürden können mit den Fähigkeiten zerstört oder überwunden werden. So gilt es mit einer Berührung des Stylus, Blöcke zu zerstören, Ventilatoren einzuschalten, Kanonen abzufeuern und vieles mehr. Trotz der einfachen und intuitiven Steuerung, mangelt es also nicht an Bedienungsmöglichkeiten.
Wie kann Dreamland noch gerettet werden?
Um der bösen Hexe das Handwerk zu legen, muss Kirby durch insgesamt acht Level manövriert werden. Jeder Level besteht wiederum aus drei Bereichen, die in beliebiger Reihenfolge gespielt werden können. In jedem Bereich gilt es ein magisches Portal zu finden, um diesen erfolgreich abzuschließen. Ist das Portal erreicht, folgt ein Bosskampf. Die Bosskämpfe in Kirby: Power Paintbrush ähneln jedoch eher Minigames und sind keine Kämpfe im eigentlichen Sinne. Um den Bösewicht Paint Roller zu besiegen, ist es erforderlich, verschiedene Linienzüge möglichst genau und schnell nachzuzeichnen. Ein anderer Endkampf erinnert hingegen an ein out-Spiel. Zusätzlich zum Hauptspiel bietet Kirby: Power Paintbrush einen Minispielmodus und das Rainbow-Rennen. Im Minispielmodus lassen sich die Minispiele der Bosskämpfe spielen, sobald diese freigeschaltet sind. Beim Rainbow-Rennen sind alle bisher abgeschlossenen Level verfügbar. In jedem Bereich kann man hier zum Zeit- oder Linienspiel antreten. Während es im Zeitspiel gilt, einen gewissen Abschnitt möglichst schnell zu meistern, darf man beim Linienspiel nur sehr wenig magische Tinte verbrauchen, um die Herausforderung zu bestehen. Als Gegenleistungen für die Bemühungen erhält man Münzen. Diese Münzen können auch im Hauptspiel gefunden oder bei den Minispielen gewonnen werden. Im Hauptmenü besteht die Möglichkeit, diese Münzen gegen diverse Exras, wie Liniendesigns, Sounds, Level für das Rainbow Rennen und vieles mehr zu tauschen. Später ist es sogar möglich, neue Charaktere zu kaufen. Diese weichen in ihren Eigenschaften etwas vom Titelhelden ab und reizen somit, das Hauptspiel erneut zu spielen.
Kirby: Power Paintbrush ist knallbunt und die Charaktere und Figuren einfach knuffig. Die Umgebungen sind zwar ein wenig trist, dieses Manko wird aber durch die schön designten Hintergründe wett gemacht. Besonders stimmungsvoll ist der Soundtrack. Auch hier trifft die Beschreibung knallbunt. Neben einigen altbekannten Melodien untermalen auch etliche neue und leicht schrille Lieder das Spielgeschehen angemessen. Der gesamte Stil lässt gute Laune aufkommen und fügt sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen.
Fazit
Kirby: Power Paintbrush glänzt vor allem mit einer sehr netten und innovativen Spielidee, leider kommt dabei die Story ein wenig zu kurz. Die freispielbaren Extras, der gute Soundtrack und der bunte Grafikstil runden das Ganze gelungen ab. Einziges, wirkliches Manko: Das Hauptspiel kann selbst von Anfängern in circa vier Stunden erstmals bewältigt werden. Immerhin bieten die Minispiele und das Rainbow-Rennen für einige weitere Stunden Spielspaß. Außerdem reizen die freispielbaren Charaktere zu erneutem Durchspielen. Kirby: Power Paintbrush sollte schon aufgrund des Spielkonzepts in keiner Spielesammlung fehlen.
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