Gesamtwertung93%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Mario Kart hat es endlich auf den Nintendo DS geschafft. Mit Mario Kart DS ist nun der fünfte Ableger des erfolgreichen Fun-Racers erschienen. Auch hier tragen Mario, Luigi, Yoshi, DK, Bowser und Co. ihre spannenden Kartrennen in diversen Landschaften aus. Dabei kommen reichlich Items und Power-Ups zum Einsatz, denn es gilt schließlich, den Siegerpokal einzuheimsen.
Die Spielmechanik bleibt im Vergleich zu den Vorgängern gleich. Der Spieler muss sich gegen sieben Gegner behaupten und möglichst als erster das Ziel erreichen. Rund siebzehn Items helfen dabei, sich eine Spitzenposition zu sichern. Zum Beispiel können Panzer auf Gegner geschossen werden, um diese aus der Bahn zu werfen, Pilze verschaffen dem Kart einen kurzen Boost und der Stern macht die Boliden samt Fahrer zwischenzeitlich unverwundbar. Neu sind der Blooper und der Kugelwilli. Der Blooper ist ein Tintenfisch, der Tinte auf das Visier eines Rivalen spritzt und somit kurzzeitig seine Sicht behindert. Setzt ein Pilot hingegen den Kugelwilli ein, verwandelt er sich in ein schnelles Projektil, dass alle Gegner einfach beiseite rammt. Als wären die Items nicht schon Schikane genug, bergen auch die Rennstrecken wieder diverse Gefahren. Riesige Flipperkugeln überrollen alles auf ihrem Weg liegende und fleischfressende Pflanzen schnappen nach den eifrigen Kartpiloten.
Das Repertoire von 32 Strecken lässt keine Wünsche offen. 16 Pisten davon sind sehr schöne Remakes alter Klassiker. Darunter die Donut-Ebene 1, Bowsers Festung 2 und die Pilz-Brücke. Der Retro-Look der Umgebungen wurde übrigens beibehalten und bringt Fans mit Sicherheit ins Schwelgen. Nur bei wenigen Strecken wurde Hand angelegt und somit mussten vereinzelt ein paar Abkürzungen dran glauben. Diese kleineren Einschnitte lassen sich aber durchaus verkraften, denn die 16 neuen Pisten bestechen durch sehr schönes Design. In einer Uhrenwelt dienen Zahnräder zur Beschleunigung und in einem Garten ziehen Kettenhunde Itemboxen hinter sich her, während man in einer fliegenden Festung von einer Kanone über die Karte katapultiert wird.
Das Kernstück des Einzelspielermodus ist der Grand Prix-Modus. Hier gilt es sich in insgesamt acht verschiedenen Cups mit jeweils vier Strecken gegen sieben Wiedersacher zu behaupten. Je nach Platzierung erhält man nach dem Rennen Punkte. Wer am Ende eines Cups die höchste Punktzahl erreicht hat, ist Sieger. Alle Cups stehen in drei Schwierigkeitsgraden zur Verfügung, so langweilen sich selbst Profis nicht. Wer sich im Grand Prix-Modus etabliert, kann außerdem einige Extras freispielen. Neben bis zu vier weiteren Piloten, die nur auf ihren Einsatz warten, können auch etliche neue Fahrzeuge freigeschaltet werden. Wem das noch nicht reicht, hat die Möglichkeit, sich in vier weiteren Spielmodi zu beweisen. Im Zeitfahren geht es darum Bestzeiten zu fahren. Hier zählt pures Können, denn weder Gegner, noch Power-Ups beeinflussen das Geschehen. Im Versusmodus lassen sich Rennen mit beliebigen Einstellungen bestreiten. Unter anderem ist es möglich, die Schwierigkeitsstufe der Gegner einzustellen oder ein Teamrennen auszurichten.
Die bekannten Wettkämpfe Ballonbalgerei und Insignienraser sind auch wieder dabei und können sogar gegen den Computer ausgetragen werden. Hier gibt es aber leichte Änderungen, die das alte Konzept etwas aufpeppen. Bei der Ballonbalgerei hat jeder Fahrer zunächst nur einen Ballon, den es zu schützen gilt, am Kart. Dafür führt jeder Fahrer vier unaufgeblasene Ballons mit, die durch pusten in das Mikrofon aufgeblasen werden. Das funktioniert aber nur, sofern das Kart stillsteht. So gilt es sich zu entscheiden, ob man lieber wenig Ballons am Kart hat oder das schutzlose Herumstehen in Kauf nimmt, um neue Ballons aufzupusten. Wer keine Ballons mehr am Kart hat, hat verloren. Aber nicht nur die Ballonbalgerei hat mehr Dynamik, auch die Insignienraser sind knackiger geworden. Mehrere Inisgnien, statt nur einer, sind auf der Karte verstreut.
Sobald alle Insignien aufgenommen wurden, beginnt das große Klauen, denn wer am Ende des Zeitlimits die meisten Insignien dabei hat, gewinnt das Match. Aber auch ein komplett neuer Spielmodus feiert in Mario Kart DS seine Premiere, die so genannten Rennmissionen. Sechs Level mit jeweils neun Missionen wollen bestritten werden. Die Missionsziele reichen von Durchfahre die sieben Tore in richtiger Reihenfolge! bis Besiege 30 Gumbas innerhalb des Zeitlimits!. Jede neunte Mission ist wiederum eine Art Bosskampf, in der man zum Beispiel einen riesigen Gegner per Boost ins Wasser rammen muss. Eine äußerst willkommene Abwechslung zu den Grand Prix-Rennen.
Aber damit nicht genug, denn Mario Kart DS unterstützt die Nintendo Wi-Fi Connection und ist somit als erster Titel der Serie internetfähig. Leider ist im Internet nur ein auf vier Spieler beschränkter Versusmodus verfügbar, doch allein der macht gnadenlos süchtig. Die Möglichkeit zu jeder Tageszeit gegen Spieler aus der ganzen Welt antreten zu können, sorgt für etliche Stunden Spielspaß. Da die Rennstatistiken gespeichert werden, kann man sich ebenbürtige Gegner zuweisen lassen. Wer möchte, kann außerdem eine Freundeliste erstellen. Mit dieser Liste sieht man, welche Freunde online sind und kann diese direkt zu einem Spiel einladen. Neben dem obligatorischen Spitznamen besteht auch die Möglichkeit, sich ein kleines Logo zu entwerfen, das dann neben dem Namen und auf dem Kart erscheint. Über Wi-Fi zu spielen, macht in in Windeseile süchtig.
Der Touchscreen kommt nicht zum Einsatz, der zweite Bildschirm fungiert lediglich als Übersichtskarte. Neben den Informationen zu den aktuellen Platzierungen und den Items, die die Gegner bei sich haben, wird hier wahlweise ein Kartenausschnitt oder die gesamte Karte angezeigt. Dadurch ist es leichter, sich auf herannahende Konkurrenten einzustellen und Hindernisse auf der Karte frühzeitig zu erkennen. Aber auch ohne Touchscreen ist die Steuerung simpel und geht schon nach wenigen Minuten locker von der Hand. Auch grafisch kann Mario Kart DS durchaus überzeugen. Die Fahrermodelle sind schön anzusehen und auch einige Strecken warten mit netten Details auf. Dass die Retrostrecken etwas karg sind, kann man wohl kaum als Kritikpunkt anführen. Sicherlich hätte Nintendo noch etwas mehr aus dem Nintendo DS herauskitzeln können, dafür läuft Mario Kart DS absolut flüssig. Die Soundkulisse ist gewohnt fröhlich und wird selbst nach langem spielen nicht aufdringlich. Die Sounds und Sprachfetzen der verschiedenen Charaktere hätten jedoch ein klein wenig abwechslungsreicher ausfallen können. Die Hintergrundmusik geht sofort ins Ohr und untermalt das turbulente Geschehen sehr passend. Alles in allem wird auch hier die gewohnte Nintendo-Qualität geboten.
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Mario Kart DS im Test.
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