Gesamtwertung44%/10 |
GrafikBefriedigend SoundMangelhaft |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Kutschi, kutschi, kutschi . Wo ist der Kleine?
Heute betrachten wieder einmal eines der Spiele, das wirklich nur in Kinderhände gehört! Meine Baby-Welt heißt es und ja, ihr dürft dabei wirklich Babys groß ziehen! Was bei Tieren funktioniert kann ja nicht so schlecht sein, dachte sich Entwickler brain Toys und liegt damit (ganz schön) daneben. Gleich vorne weg: Ich habe nichts gegen kinderfreundliche Spiele, aber auch kinderfreundliche Spiele sollten in irgendeiner Form gut sein. Aber von vorne. Es beginnt bei der Adoption eures Babys. Geschlecht gewählt, kurz das Aussehen etwas angepasst (Größe von Kopf, Bauch, Augen und Nase ändern) und schon liegt es in der Wiege und möchte betüddelt werden. Waschen, Windeln wechseln, mit ihm spielen die Bedürfnisse werden in Form von Balken angezeigt, haben aber keinen Bezug zur Realität. Wenn ihr euer Findelkind ewig nichts wascht und der Balken blutrot ist, müsst ihr mehrmals (!) Windeln wechseln und die Dusche benutzen, bis der Balken wieder grün ist. Roter Hammi Hammi-Balken? Dann hilft nur eine Mahlzeit nach der anderen. Von diesem Manko mal abgesehen ist die Idee dahinter gar nicht so schlecht. Für alle Aktionen bekommt ihr Herzpunkte, die ihr in neue Rezepte, Windeln, Spielzeug und Kleidung stecken dürft, damit es eurem Baby gut geht. Nur schade, dass sich alles gleich spielt. Ob das kleine Ding nun mit einem Hasen rumwackelt oder einer Rassel, ist spielerisch vollkommen egal.
Touch generation?
Hätten die Entwickler vorher ausgiebiger Nintendogs gespielt, wäre ihnen ihr grundlegender Fehler aufgefallen. Euer Baby wird auf dem oben Bildschirm dargstellt, direkt interagieren könnt ihr also nur mir ihm, wenn ihr eine der Aktionen wählt und damit eines der (ewig gleichen) Minispiele startet. Schlecht nur, wenn das Baby auch dabei nicht wirklich auf eure Berührung reagiert. Beim Kitzeln zum Beispiel wackelt es nicht mal passend zum Lachen, sondern zuckt munter im (ewig gleichen) Takt hin und her. Beim Spielen mit den Spielsachen greift es wenigstens irgendwann nach den bunten Dingen, wenn ihr damit vor seinem Gesicht wackelt. Nur spielt es dann erneut ewig gleich mit Rassel, Plüschtier oder was sich sonst noch findet. Die weiteren Spiele, zum Beispiel das Zubereiten von Essen, nutzen zwar den Tocuhscreen, aber nur sehr oberflächlich. Schneidet Gemüse, indem ihr einen Strich von oben nach unten zieht (übrigens bei allen Zutaten gleich), rührt ein bisschen im Topf (Stift von links nach rechts bewegen) oder mischt die Pampe in einer Schüssel. Es fehlt schlicht an Interaktionsmöglichkeiten, alles ist starr und vorgegeben.
Unser Erstgeborenes!
Einsteigerfreundlich ist Meine Baby-Welt, ohne Frage. Alles wird bis ins Detail von der guten Victoria erklärt (Ihr kennt sie vielleicht noch aus Mein erstes Katzenbaby, wie sie in ihrem zweiten Satz durchblicken lässt). Da es bei den Spielen nichts falsch zu machen gibt und wirklich jeder Schritt erklärt wird, kommen selbst die kleinsten Spieler klar. Hier verdient brain Toys also sogar Lob!
Sanft wie ein Babypopo
Die wenigen Animationen des Babys sind ganz in Ordnung, nur sind es eben wenige. Es wiederholt sich alles ständig, zu sehen gibt es daher nach 20 Minuten Spielzeit nicht viel Neues. Auf dem oberen Screen werden während der Minispiele die Umgebungen (Bad, Küche usw.) als wenig hübsche Standgrafiken angezeigt. Da wäre eindeutig viel mehr drin gewesen, zumal auf dem unteren Screen ja kaum etwas geschieht, was Performance benötigt.
Schreihals
Schreien, kichern, schreien, Stille und ab und zu ein freudiger Gluckser. Die Soundkulisse ist ganz in Ordnung, nur fehlt hier (wie generell schon festgehalten) das direkte Feedback auf eure Aktionen. Das einem das Geschreie irgendwann auf die Nerven geht, liegt in der Natur der Sache.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
Meine Baby-Welt im Test.
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