Gesamtwertung65%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Lebenskünstler
Ihr baut euch einen Charakter (Haarfarbe, Frisurtyp, Klamotten und so weiter) und macht dann die Spielzeit über nichts anderes, als die Sachen zu erledigen, die euch eure Nachbarin (oder euer Nachbar, solltet ihr ein Weibchen spielen) vorsagt. Verdiene 100 $, Kaufe dir ein Auto (Vorher müsst ihr dafür Geld verdienen), Triff ein Mädchen am Strand, triff dich mit einem Mann irgendwo, triff dich wieder mit einem Mädchen, kauf dir Klamotten (Vorher wieder Geld verdienen), kauf dir eine Jacht (Vorher wieder viel viel Geld verdienen) Was sich in den ersten Stunden ganz spannend spielt, wird auf Dauer leider etwas eintönig, weil es schlicht an Möglichkeiten fehlt. Zudem gestaltet sich das Geld verdienen nebst anderen Minispielen etwas fade. Teller waschen, Essen servieren, Schminken, Rasieren Der Touchscreen bietet so viele Möglichkeiten, dabei rum kommt hier wenig. Wie bei EAs Vorbild hat euer Charakter gewisse Bedürfnisse. Hygiene, Pipi machen zur rechten Zeit, Schlafen, das Charisma etwas steigern, damit der Gesprächspartner sich nicht angewidert abwendet. Die Unterhaltungen sind da das tiefgründigste. Durch geschicktes Taktieren ergattert ihr Sterne, die die Zuneigung der Gesprächspartner zeigen Quatscht mit Frauen über Schmuck, lästert über Bodybuilder, oder macht einen Witz über andere, wenn euer Gegenüber eitel scheint.
Was die Umgebung so hergibt
Hintergrundgeräusche und Effekte bei allen Aktivitäten stehen im Vordergrund. Der fetzige Soundtrack ist richtig gut, gewinnt zwar keinen Oscar, lässt sich aber wundervoll nebenbei hören, ohne das er wirklich stört.
Ein Stylus für alle Lebenslagen?
Die Stylussteuerung wirkt gezwungen und die Padsteuerung ist nicht ganz ausgereift. In der Summe mogelt man sich irgendwie durch das Spiel und kommt ganz gut zurecht. Ihr lauft per D-Pad oder, indem ihr den Stylus über den Schirm zieht: beide Varianten sind leicht hakelig, öfters bleibt ihr an nicht näher definierbaren Ecken hängen. Die wenigen Minispiele werden mit dem Stylus absolviert, doch beschränkt sich das Geschehen auf Ziehe Objekt A nach Position B.
A city to explore
Klassisch fürs Genre schaut ihr aus isometrischer Sicht auf das Geschehen rund um euren Recken. Optisch ist das ganz in Ordnung, grobe Schnitzer gibt es keine. In den 30 Locations in sieben Stadteilen vermitteln so etwas wie Charme, auch wenn die Animationen des Charakters beim Durchwandern von Bar, Strand oder Disco etwas steif wirken.
Dann klappt es auch mit dem Nachbarn
Gleich zu Beginn nimmt euch euer Nachbar respektive Nachbarin an die Hand und führt euch Schritt für Schritt durch die ersten Spielminuten. Auch im weiteren Spielverlauf ist sie/er stets an eurer Seite und spart weder mit Tipps, noch mit direkten Anweisungen, wie es weitergehen soll.
Komm zu mir, Kleine
Charaktere eurer Freunde können importiert werden, damit ihr in eurer Stadt dann munter mit ihnen interagieren dürft. Ja... Hmm Das war es auch schon!
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