Gesamtwertung61%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungGut |
Kein Leben nach dem Tod
Pokemon Mystery Dungeon Entwickler ChunSoft bleibt seinen Wurzeln treu, schnappt sich einen SNES-Titel aus dem Jahre 1995 und bringt eine quasi 1:1 Adaption mit neuen Features für den Nintendo DS. Angesiedelt im feudalen Japan schlüpft ihr in den Körper eines Ronin (japanischer Samurai), genannt Shiren, der mit seinem Wiesel Koppa zusammen das Land des goldenen Kondors sucht. Auf den ersten Blick scheint Mystery Dungeon ein 2D-Hack & Slay Rollenspiel zu sein. Auf den zweiten Blick entpuppt es sich als tiefgehendes RPG. Ihr sammelt Gegenstände, verbessert Waffen, passt auf zu starke Gegner auf (Die sich im Kampf mit anderen Gegnern aufgelevelt haben könnten) und kämpft euch von Level zu Level. Passt dabei bloß auf, dass ihr nicht drauf geht, womit wir auch schon beim Witz an der Sache angekommen wären (OK, so witzig ist es eigentlich nicht). Segnet ihr das Zeitliche, verliert ihr wirklich alles. Euren Leveln, eure momentane Ausrüstung, einfach alles, was ihr erspielt habt. Hilfe bringen nur zwei Sachen: Zum einen ein Lager, in dem ihr Beutestücke lagern könnt (Was euch bei aufgelevelten Waffen nicht viel bringt, da ihr sie ja gerade benutzen wollt) oder eine Rettungsaktion per W-Lan (Dazu mehr unter Multiplayer).
Wie du mir, so ich dir
Gerne als sogenanntes Roguelike bezeichnet ist Mystery Dungeon wirklich Old school. Ihr durchwandert in 2D verschiedene Ebenen diverser Dungeons und kämpft rundenbasiert gegen diverse Gegner, indem ihr euch vor sie stellt und den Angriffsknopf drückt. Bewegt ihr euch, bewegen sich auch die Gegner. Bleibt ihr stehen, tut es alles andere ebenfalls. Wahlweise könnt ihr euch auch mit dem Touchscreen bewegen, was aber nur in nervigem Geklicke endet.
Zu frustrierend
Wie komplex Mystery Dungeon sein kann, zeigt das Trainingscamp, in das ihr nach ein paar Spielminuten stolpern könnt. Ganze 50 Rätsel warten hier auf euch und lehren euch den Umgang mit praktisch jedem Item. Durch das extrem frustrierende Game Over-System ist Mystery Dungeon aber nur für hartgesottene Anfänger.
Es war einmal ein SNES
Die Ursprünge sieht man Mystery Dungeon deutlich an. Es versprüht den Charme eines SNES-Titels, sieht so aus wie ein SNES-Titel, spielt sich wie ein SNES-Titel... Wälder, Berge, Höhlen sehen ganz gut aus, sind farbenfroh, in den Städten wuseln NPCs umher und bieten euch Waren an. Highlights werdet ihr aber keine finden.
Hörbar
Neben der durchschnittlichen Grafik fällt der Sound ganz positiv aus. Säbelschwingen, ruhige Geräusche aus Mutternatur oder so dahin fließende Hintergrundmeldodien. Was es zu hören gibt es gut und unterhält beim Wandern durch die Dungeons.
Rettet mich!
Die einzige Möglichkeit, nach dem Ableben nicht von vorne anfangen zu müssen, sind die Rescue Missions. Sendet eine entsprechende Anfrage an nah stehende Spieler oder mittels WiFi ins Internet und hofft auch gnädige Spieler, die euer Gesuch erhören. Einfach oder schnell zu erledigen sind die Rettungsmissionen aber nicht. Der Helfer muss sich erst ganz bis euch durchkämpfen und wird von da dann wieder zurück zum Start teleportiert. Ob viele dazu Lust haben?
Mystery Dungeon: Shiren the Wanderer im Test.
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