Im Winter 2004 erschien der Nintendo DS in Japan und den USA und sorgte mit seinen einzigartigen Features für Aufsehen. Australier und Europäer mussten sich hingegen bis zum Frühjahr 2005 gedulden, um endlich Hand an die ungewöhnliche portable Spielkonsole legen zu dürfen. Der besondere Clou an dem mit gleich zwei Bildschirmen ausgestatteten Gerät war der Touchscreen, welcher Spieldesignern völlig neue Möglichkeiten offenbarte. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und der Nintendo DS fand reißenden Absatz. Vor allem in Japan schien es so, als könne der Markt nie befriedigt werden. Dieser Erfolg ist sowohl dem innovativen Konzept, als auch diversen Top-Titeln und der Nintendo Wi-Fi Connection zu verdanken.
Im Januar diesen Jahres hat Nintendo schließlich eine Neuauflage des erfolgreichen Handheld vorgestellt, den Nintendo DS Lite. Auf diese Weise führte das Unternehmen eine Strategie fort, welche sich bereits beim Gameboy Advance rentierte. Immerhin führten in diesem Fall die beiden Neuauflagen Gameboy Advance SP und Gameboy Micro zu weiteren Gewinnen. Die Namensergänzung 'Lite' steht beim Nintendo DS Lite für die helleren ('bright') Bildschirme und die geringere Masse ('light') des gesamten Gerätes. Neben dem neuen Design sollten folglich die kleineren Dimensionen und die Displays mit der Möglichkeit, zwischen vier Helligkeitsstufen zu wählen, zum Kauf animieren. Seit dem 23. Juni 2006 steht der Nintendo DS Lite nun in den hiesigen Läden und wird in den Farben Schwarz und Weiß angeboten. In Japan ist er schon seit dem 2. März erhältlich und war dort innerhalb kürzester Zeit direkt ausverkauft. Doch lohnt sich der Kauf des rund 149,99 teuren Gerätes wirklich, es handelt sich doch lediglich um eine überarbeitete Version des bereits bestehenden Nintendo DS?
Kleiner, schöner, leichter!
Der erste Eindruck ist vielversprechend. Das edle und zugleich schlichte Design gefällt auf Anhieb. Auch die Verarbeitung des Nintendo DS Lite wirkt wesentlich robuster als die seines Vorgängers. Kenner des 'alten' Nintendo DS müssen sich jedoch an ein paar kleine Änderungen im Design gewöhnen. So ist der Schacht für den Stylus nun an der Seite des Gerätes zu finden und die 'Start'- und 'Select'-Tasten befinden sich neuerdings unterhalb der vier Aktionsknöpfe. Außerdem musste der oberhalb des Steuerkreuz liegende 'Power'-Knopf weichen. Stattdessen ist nun ein Schiebeschalter an der rechten Seite des Nintendo DS Lite vorhanden, ähnlich wie bei der Playstation Portable. An der Einfachheit der Bedienung hat sich durch diese Änderungen jedoch nicht viel geändert.
Sehr angenehm ist hingegen, dass der Stylus nun etwas länger und dicker ist. Somit wird vor allem Personen mit größeren Händen die Bedienung des Touchscreen leichter fallen. Im Übrigen sind sämtliche Knöpfe und das Steuerkreuz anders verarbeitet und haben nun einen wesentlich weicheren Druckpunkt. Dadurch ist die Handhabung zwar angenehmer und weniger verkrampft, andererseits ist leider nicht immer spürbar, ob der nötige Druck vorhanden ist. Auch das eingebaute Mikrofon wurde versetzt. Dieses ist zentral in das Scharnier zwischen den beiden Hälften des Gerätes integriert worden. Zu guter Letzt ist die Bedienung des Lautstärkereglers nun wesentlich angenehmer. Dieser ist nun viel präziser einstellbar und nicht mehr so anfällig gegenüber unabsichtlichen Berührungen.
Hell, heller, am hellsten!
Neben dem überarbeiteten Design sind die neuen Bildschirme die wichtigste Neuerung beim Nintendo DS Lite. Diese überzeugen auf den ersten Blick durch wesentlich kräftigere Farben und ein klareres Bild. Das Spielgeschehen ist folglich um einiges besser zu erkennen, auch bei seitlicher Draufsicht. Eine weitere sinnvolle Verbesserung ist die Möglichkeit, zwischen vier Helligkeitsstufen für die Displays zu wählen. So ist die Helligkeit des Nintendo DS ungefähr zwischen der ersten und zweiten Stufe des Nintendo DS Lite einzuordnen. So lässt sich die Bildschirmbeleuchtung auf die individuellen Vorlieben und die jeweilige Situation einstellen. Unglücklicherweise sind die Screens aber immer noch nicht entspiegelt. So ist das Spielen bei sehr starkem Sonnenschein, trotz verbesserter Bildschirme, kaum möglich.
Nicht zu vergessen ist im Zusammenhang mit den neuen Bildschirmen natürlich die resultierende zusätzliche Belastung des Akku. Auch hier hat Nintendo an den Stellschrauben gedreht und den Akku leistungsfähiger gemacht. So kann der Nintendo DS Lite mit Helligkeitsstufe drei ungefähr genauso lange in Betrieb genommen werden wie der Nintendo DS, welcher im Vergleich reichlich blass aussieht. Nur wer die sehr helle vierte Stufe verwendet, muss sich auf ein kürzeres Spielvergnügen einstellen.
Bei maximaler Helligkeit beträgt die Akkulaufzeit ungefähr fünf bis acht Stunden, während auf der niedrigsten Stufe rund 15 bis 19 Stunden Spielspaß gewährleistet sind. Eine für einen Handheld sehr sinnvolle Neuerung ist außerdem, dass die Ladezeit des Akku nur noch zirka drei Stunden beträgt.
b|Nintendo DS##
Größe Breite: 13,3cm
Länge: 7,39cm
Höhe: 2,15cm
Breite: 14,87cm
Länge: 8,47cm
Höhe: 2,89cm
Gewicht
ca. 218g
ca. 275g
Touchpen
Länge: 87,5 mm
Durchmesser: 4,9mm
Länge: 75 mm
Durchmesser: 4,0mm
Oberer Bildschirm
3 Zoll
TFT-Farb-LCD- Bildschirm
transparent, reflektierend
4 Helligkeitsstufen
3 Zoll
TFT-Farb-LCD- Bildschirm
semi-transparent, reflektierend
1 Helligkeitsstufe
Touchscreen
3 Zoll
TFT-Farb-LCD- Bildschirm
transparent reflektierend
4 Helligkeitsstufen
3 Zoll
TFT-Farb-LCD- Bildschirm
semi-transparent, reflektierend
1 Helligkeitsstufe
Fazit
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Schon auf den ersten Blick weiß der Nintendo DS Lite zu gefallen. Sowohl das schöne und schlichte Design, als auch die robuste Verarbeitung machen einen sehr guten Eindruck. Dazu kommen die kleineren Maße und das geringere Gewicht der portablen Konsole, die den Nintendo DS Lite wesentlich hosentaschenfreundlicher machen. Wen das noch nicht überzeugt, den dürften die neuen Bildschirme mit den vier verschiedenen Helligkeitsstufen und der verbesserte Akku umstimmen. Wer noch keinen Nintendo DS besitzt kann sich ohne zu zögern den Nintendo DS Lite zulegen. Wer schon im Besitz des Vorgängermodells ist, sollte sich überlegen, ob die Neuerungen für das Spielerlebnis essentiell sind. Schließlich wurde an der Leistungsfähigkeit des Gerätes nichts geändert. Eines ist jedoch sicher: Der Nintendo DS Lite ist für die, die das nötige Geld erübrigen können, jeden Cent wert.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Nintendo DS Lite im Test.
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