Gesamtwertung92%/10 |
GrafikSehr gut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Hunde sind, so sagt es die Volksweisheit, des Menschen bester Freund. Ob als Blindenhund, als Lebensretter bei Lawinen, als Spielgefährte für Kinder oder als putziger Postbotenschreck haben sich die verlausten Fellknäuel auf vier Pfoten langsam aber sicher in unser Herz und in anderen Ländern sogar bis in den Kochtopf geschlichen.
Besonders knuddelig sind Hunde im Welpenalter, wenn sie tapsig ihre kleinen Schrittchen machen und uns mit großen Hundeaugen anschauen, während sie auf den Teppich pinkeln. Und kann man ihnen dafür böse sein? Klaro, aber immer! Nur halt nicht allzu lange, denn wenn sie fiepend und schwanzwedelnd nach Zuneigung lechzen, wird auch das härteste Herz weich und alle Urin- und andere Flecken sind vergessen.
Dies erkannte auch Nintendo, also haben sie die urjapanische Erfindung Tamagotchi genommen, das Pixel-Viech ausquartiert und ein virtuelles Hundebaby reingestopft fertig ist Nintendogs. Nun gut, so einfach ist es nun auch wieder nicht, also gehen wir ins Detail.
Doch irgendwann hat man sich gefangen und sich für den Hund seiner Wahl entschieden. Doch Hund ist nicht gleich Hund, oh nein! Wie jeder echte Hund in der realen Welt haben die Nintendogs-Tölen nämlich eine eigene Individualität beziehungsweise besondere charakterliche Züge und Macken. Also nicht wundern, wenn das Hundchen bissig ist, Angst vor Tennisbällen hat und die schwersten Tricks ohne Probleme erlernt.
Nintendogs (16 Bilder)
Nun sind Kraulen, Streicheln und Rubbeln nicht die einzigen Interaktionen, die man mit seinem Hund anstellen kann. Bello möchte auch mit Shampoo eingeschäumt und mit klarem Wasser abgeduscht werden. Es verlangt ihn auch ab und zu nach dem Bürsten des Fells und wieso auch immer- mit Nahrung und Wasser will er auch noch bedient werden!
Sofern der Hund den Befehl verstanden hat, erscheinen kleine Glühbirnen überall über den Hund. Hat er nix verstanden, erscheinen rote Fragezeichen. Dies wiederholt man einige Male, bis die Mini-Fellschleuder den Befehl eindeutig verstanden hat. Der neu gelernte Trick wird dann abgespeichert, wobei die Maximalzahl bei 14 Tricks liegt. Soll Fiffi etwas Neues lernen, muss man alte Tricks allerdings löschen.
Von nun an kann man seinem Nintendogs-Hund verbal die Befehle zukommen lassen, die Bello auch in den meisten Fällen ausführt. Allerdings gehört einiges an Überwindung dazu, Nintendogs beispielsweise in einer U-Bahn oder an einem anderen, von vielen Menschen frequentierten Ort zu spielen. Es wirkt halt doch ziemlich befremdlich, wenn jemand Mach Sitz, Platz, Hol Stöckchen oder gar Ei, du kleiner süßer Wuschel du zu seinem Nintendo DS sagt.
Im Park gehts so richtig ab. Ein riesiger Platz zum Herumtollen mit anderen Hunden erwartet unseren kleinen Schützling, sodass er nicht nur bis zum Umfallen rennen kann, sondern auch Freundschaften oder Feindschaften eingehen kann. Freundschaften sind eine wichtige Sache, denn schließlich steigert dies das Selbstbewusstsein unseres vierbeinigen Teppichs, was unter anderem die Fähigkeit steigert, Spaziergänge über größere Strecken zu schaffen. Wie weit diese Strecken sein können, zeigt dabei ein kleiner Balken am Bildschirmrand an. Leider wächst der Hund nur an Fähigkeiten und Fertigkeiten, denn ein Wachstum des Hundes an sich gibt es nicht. Selbst nach Jahren des Hätschelns und Tätschelns wird der Welpe ein Welpe bleiben. Welpen sind nun mal niedlicher als ausgewachsene Vierbeiner.
Hat man sich als vorrausschauendes Herrchen einen Wurfgegenstand wie beispielsweise einen Frisbee oder ein Stöckchen besorgt, kann man mit dem vierbeinigen Racker das Apportieren üben. Wie im echten Leben heißt die Devise, den zu apportierenden Gegenstand möglichst weit wegzuwerfen, auf dass Waldi losrennt und uns das Ding wieder schwanzwedelnd anschleppt. Bringt er uns den Gegenstand wirklich, heißt es loben, loben und nochmals loben.
Als Alternative zum Park ist ein Besuch in der Trainingshalle möglich. Anstatt jedoch irgendwelche Sachen wegzuwerfen in der Hoffnung, die bellende Flohschleuder schleppt sie wieder an werden hier Hindernisparcours trainiert beziehungsweise absolviert. Genaue und exakte Führung des Touchpens sind der Schlüssel zum Erfolg.
Doch wozu das Ganze? Nun, scheinbar ist ein Hundebesitzer nach dem Willen von den Designern ein scheinbar arbeitsloser Hundebesitzer, denn Geld kommt nur durch die Teilnahme bei drei unterschiedlichen Wettbewerben rein. Die Apportier- und Hindernisparcour-Wettbewerbe lassen sich ja wie bereits erwähnt - durch exzessive Trainingseinlagen im Park und in der Trainingshalle üben. Der letzte Wettbewerb befasst sich mit der Gehorsamkeit des Haustieres. Die Tatsache, ob der Hund den Befehlen des Herrchens folgt oder nicht ist nun mal entscheidend, um diesen Wettbewerb zu gewinnen.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Nintendogs im Test.
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