Gesamtwertung55%/10 |
GrafikMangelhaft SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Mit Pokémon wurde seinerzeit eine extrem erfolgreiche Franchise ins Leben gerufen. Je mehr Fans hinzukamen, desto zahlreicher wurden nicht nur die kleinen Fabelwesen, sondern auch die Folgen des Anime, das Merchandising und nicht zuletzt die Spiele. Während der erste Pokémon-Titel für den Gameboy fast schon eine kleine Revolution in Sachen Suchtfaktor und Spielspaß darstellte, konnten seine Nachfolger zwar nur wenig besser machen, dafür aber immer noch ordentlich unterhalten. Zahlreiche Spin-Offs mit weniger hohen Qualitätsstandard kamen auf den Markt. Eines davon war nicht zuletzt Mystery Dungeon.
Mysteriös durchschnittlich...
Dessen Nachfolger steht nun in den Läden. Ob sich das abgewandelte Spielprinzip endlich besser und aufregender daddeln lässt, klären wir im Test! Die Welt der Pokemon ist groß. Sie birgt viele Geheimnisse und noch mehr verrückte Eigenarten. So verwundert es auch nicht, dass Pokémon Mystery Dungeon: Erkundungsteam Dunkelheit, dass übrigens mit Pokémon Mystery Dungeon: Erkundungsteam Zeit seinen Fast-Zwilling gefunden hat, mit einem eher skurrilen Storyanfang beginnt.
Da findet man sich plötzlich als Mensch in Pokemongestalt an einem Strand angeschwemmt wieder. Nur um direkt von seinem zukünftigen Partner gefunden zu werden. Welches Pokémon man dabei selbst spielt, wird durch einen recht wirren und vor allem willkürlich wirkenden Test am Anfang bestimmt.
Das jeweilige Fabelwesen, was euch unterstützt, dürft ihr aus einer Liste wählen. Hier unterscheiden sich die beiden Titel im Übrigen. Ansonsten läuft alles, wie gewohnt gleich ab. Mystery Dungeon: Erkundungsteam Dunkelheit bietet eine tatsächlich sehr lange Spielzeit. Um das Ende zu erreichen, dürfte man im Schnitt zwischen 20 und 30 Stunden benötigen. Dabei kommt die Geschichte, die sich logischerweise wieder einmal um eine elementare Bedrohung, die die Welt der Pokémon ins Chaos stürzen will, nur sehr langsam in Fahrt.
Zunächst einmal lernt ihr das Gemeinschaftsleben kennen. Und das besteht im Wesentlichen daraus, durch die Gegend zu watscheln, mit Leuten zu quatschen und Aufträge vom schwarzen Brett zu sammeln. Leider sind Selbige nicht wirklich abwechslungsreich. Eigentlich geht es immer darum, in ein Dungeon abzutauchen, dort Gegner kaputt zu hacken, den Boss zu plätten und das jeweils gesuchte Objekt zu finden. Das kann einmal ein entführtes Pokémon sein, ein wichtiger Gegenstand oder eine ganze Menge Geld. Während man die zufallsgenerierten und teilweise potthässlichen Dungeons durchstreift, trifft man immer wieder auf Schatztruhen und dergleichen. Je mehr Pokémon man dabei über den Jordan schickt, desto stärker werden die eigenen Fabelwesen. Diese können dann gewohnheitsmäßig Evolutionsstufen aufsteigen und neue Fertigkeiten erlernen.
Die Mystery Dungeon-Serie zeichnet sich, neben den fast schon belastenden Touren durch Höhlen und Verließe vor allem durch das Echtzeitkampfsystem aus. Dieses wirkt jedoch nur im ersten Augenblick wie ein reinrassiger Vertreter. Eigentlich finden sich noch immer genug Rundenelemente darin. Mit bis zu vier Pokémon gleichzeitig, ja man kann seine Truppe auch wieder durch das Fangen von Gegnern vergrößern, geht man zu Werke. Wird eines zu stark verletzt, zieht man es zurück und lässt ein anderes an der Front kämpfen. Dabei spielt Taktik nur eine unwesentliche Rolle, was sehr schade und auch serienuntypisch ist. Immerhin stehen die einzelnen Dungeons unter einem bestimmten Motto. So weiß man sofort, welche Pokemon man besser zu Hause lässt. Glumanda wird beispielsweise in einer Wasser-Höhle kaum glücklich werden. Während ein Blitzpokemon da schon alleine ordentlich aufzuräumen vermag.
Das wars dann aber auch schon an Anspruchsdenken. Zumal der Schwierigkeitsgrad ebenfalls zu wünschen übrig lässt. Echte Kopfnüsse bekommt man sehr selten serviert. Stirbt die Truppe aus, darf man die Mission übrigens gern nochmal ganz von vorn beginnen.
Überhaupt motivieren die Aufgaben kaum, da sie meist Pflichtarbeit sind und die Story nur in den seltensten Fällen wirklich voran treiben. Erst im späteren Spielverlauf entsteht eine Geschichte, der zu folgen es lohnt. Doch erst einmal bis dahin kommen. Hat man nämlich eine Mission erfolgreich abgeschlossen, folgt das immer gleiche Ritual. Man trifft sich am Dorfstammtisch, feiert, schläft und beginnt von vorn. Sehr ernüchternd. Ein ebenfalls sehr demotivierender Faktor sind die bereits angesprochenen Zufallsdungeons. Dabei kommt weder Flair, noch Atmosphäre auf. Es zeugt einfach von der Faulheit der Entwickler eine lebendige Welt zu erschaffen.
Pokemon Mystery Dungeon 2 im Test.
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