Gesamtwertung83%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Nintendo beansprucht für sich, den Handheldsektor mit dem Nintendo DS zu revolutionieren. Passend zum Launch der 'Revoluzzer'-Konsole erschien nun Polarium: Ein Spiel, das mit frischen Ideen bereichert eine Alternative zu Tetris sein will, den technischen Gegebenheiten des Nintendo DS angepasst ist, und das derzeit auf keiner anderen Plattform so gespielt werden kann, wie auf dem DS.
Ähnlich wie der Urahn Tetris kommt Polarium auch nur mit wenigen Farben aus. Grundsätzlich gibt es nur drei Dinge: Weiße Tafeln, schwarze Tafeln und einen grauen Rand. Ziel ist es, mit einem Zug möglichst viele der Farbtäfelchen so umzukehren, dass eine horizontale Linie aus nur einer Farbe entsteht. Die Züge werden dabei ausschließlich mit dem Stift gemacht. Ohne abzusetzen fährt man mit dem Stylus über die Tafeln und kann dabei auch den unveränderlichen Rand des Spielfelds nutzen, um möglichst sinnvoll zu markieren. Seid ihr mit dem Markieren der Klötzchen fertig, genügt ein kurzes Tippen auf die letzte Tafel und aus den schwarzen Feldern werden weiße und umgekehrt. So wie man bei Tetris die Lücken in den Linien schließen musste, müssen bei Polarium andersfarbige Tafeln eliminiert werden, damit sich die Reihe auflösen kann.
Im Taktik-Modus gilt es, in 100 Level je ein Puzzle zu lösen: Mit einem einzigen Zug müssen alle Linien gleichzeitig aufgelöst werden. Angeboten werden die Rätsel immer im Zehnerpack: Sind 1-10 erledigt, kann man sich an 11-20 wagen, usw. Ein generelles Problem der 100-Level-Spiele wie zum Beispiel auch Lemmings ist, dass der Schwierigkeitsgrad recht stark variiert. Hat man einen Level erst nach dem zwanzigsten Versuch geschafft, kann es trotzdem sein. dass die folgenden drei gleich beim ersten Mal erledigt sind. Vom vorletzten Levelpaket trennte mich nach ca. zwei bis drei Stunden Spielzeit nur noch der vermaledeite Level 77. Während 78-80 schnell erledigt waren, werde ich für die 77 wohl noch etliche Versuche brauchen.
Damit der Spieler nicht ganz hilflos im Taktik-Modus versumpft, gibt es die Möglichkeit, sich vom Spiel Tipps geben zu lassen. So könnt ihr euch auf dem oberen Bildschirm zum einen den Weg eures letzten Versuchs anzeigen, zum anderen aber auch Start- und Endpunkt der Musterlösung einblenden lassen.
Der Kampf-Modus stellt dabei den Zwei-Spieler-Multiplayermodus dar. Eine Besonderheit ist, dass ihr für ein Multiplayerspiel den DS vertikal halten müsst. Gespielt wird wieder auf dem Touch-Screen, der andere Bildschirm, der sich nun rechts neben eurem Spielfeld befindet, zeigt euch das Spielfeld des Gegners. Wie im Aufgabenmodus prasseln auch hier wieder zahlreiche Linien auf euch ein. Die Besonderheit ist dabei, dass jede aufgelöste Tafelreihe eurem Gegner zugesandt wird. Gewonnen hat, wer als Erster alle Linien aufgelöst hat oder nach Ablauf der Zeit die wenigsten unfertigen Reihen vorweisen kann. Zusätzlich sind in den herabfallenden Blöcken auch Bonus-Items versteckt, mit denen man dem Gegner ordentlich zusetzen kann. So werden damit urplötzlich die Farben vertauscht oder für eine kurze Zeit die Benutzung des Spielrahmens untersagt.