Rainbow Islands Revolution

Review
Plattform
Nintendo DS
Vertrieb
-
Entwickler
Atari
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
-
Rainbow Islands Revolution [DS , looki.de]

Gesamtwertung

61%/10

Grafik

Gut

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Rainbow Islands Revolution

Das Unternehmen Rising Star Games hat es sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht Videospielklassiker neu aufzulegen. Alleine für den Nintendo DS haben sie bereits die Kultspiele Space Invaders und Bubble Bobble wieder aufleben lassen. Nun ist das Jump and Run Rainbow Islands an der Reihe. Rainbow Islands Revolution ist der Titel des Remake. Doch wie revolutionär ist das Spiel wirklich?

Ein Bösewicht namens Super Doranku hat die Rainbow Islands erobert und die Einwohner der Inseln gefangen genommen. Bubby und Bobby, die Protagonisten des Spiels, haben es jedoch schon einmal mit dem Schurken aufgenommen. Heldenhaft beschließen sie die Rainbow Islands erneut zu befreien. Jede der Inseln wird jedoch von inselspezifischen Gegnern heimgesucht, die den beiden Helden den Weg versperren. Zum Glück können sich Bubby und Bobby mächtiger Regenbogen bedienen, denen die Bösewichte nicht viel entgegenzusetzen haben.

Alter Stil – Neues Konzept

Auf den ersten Blick erinnert das Spielprinzip stark an das der Vorlage Rainbow Islands. Es gibt aber einen ganz gravierenden Unterschied. Dieser liegt in der Steuerung des Spiels, die den Besonderheiten des Nintendo DS angepasst wurde. Neuerdings wird das Spielgeschehen nahezu ausschließlich über den Touchscreen kontrolliert. Der Hauptcharakter befindet sich nun in einer Blase, die mit Hilfe des Stylus über den Touchscreen bewegt werden kann. Solange die Blase nicht vom Spieler bewegt wird schwebt sie durch den Level. In welche Richtung sie sich in diesem Fall bewegt, wird durch kleinere Bläschen im Hintergrund angedeutet. Auch die Regenbogen erscheinen nicht direkt und bogenförmig vor dem Protagonisten, sondern müssen zunächst auf dem Touchscreen gezeichnet werden. Wird bei dem Streich ein Gegner getroffen, ist dieser sofort besiegt. Tippt man auf einen bereits existierenden Regenbogen, fällt dieser herunter und erledigt alle Gegner, die er auf seinem Weg trifft.

Regenbogen-Power

Jeder erledigte Bösewicht hinterlässt nützliche Gegenstände. Einige dieser Items bringen besondere Boni. So wird zum Beispiel die maximale Länge der Regenbogen vergrößert oder der Hauptcharakter ist für kurze Zeit unverwundbar. Die meisten Items erhöhen jedoch lediglich die Punktzahl und füllen Teile der so genannten S.T.A.R.-Leiste auf. Ist diese komplett aufgeladen, kann der Spieler den S.T.A.R.-Modus aktivieren. In diesem Modus gilt es, innerhalb kurzer Zeit einen fünfzackigen Stern auf dem Touchscreen zu zeichnen. Gelingt dieses Unterfangen, werden alle Gegner im Sichtbereich eliminiert.

Mindestens genauso praktisch sind die speziellen Regenbogen, die bei gedrückter L- oder R-Taste gezeichnet werden können. So bildet ein kreisförmiger Regenbogen eine Blase um den Gegner und schließt ihn ein, während ein dreieckiger Regenbogen alle kleineren Gegner in der Nähe einsaugt.

Retro-Look und Retro-Sound

Zunächst ist die Art der Steuerung ein wenig gewöhnungsbedürftig. Spätestens im Verlauf des zweiten Levels beginnt das Konzept jedoch seine Stärken zu zeigen und die Steuerung geht wesentlich leichter von der Hand. Dennoch bereitet es in den späteren Leveln immer wieder Schwierigkeiten, den kleinen Helden erfolgreich zu manövrieren und sich diverser Gegner zu entledigen. Es wäre sicherlich hilfreich, wenn man den Protagonisten per Steuerkreuz lenken könnte. Vor allem auf Kenner des Originals wird die neue Steuerung deswegen eher aufgesetzt wirken. Optisch ist Rainbow Islands Revolution eher schlicht gehalten. An der Grafik hat sich seit der PC-Version der Vorlage nichts getan. Dadurch behält das Spiel zwar seinen Retro-Charme, nutzt die Kapazitäten des Nintendo DS aber bei weitem nicht aus. Auch der Sound hat sich nicht merklich weiterentwickelt. Dadurch bleiben sowohl die Soundeffekte, als auch die Hintergrundmusik auf dem Niveau des Standard-Gedudel.

Rainbow Islands Revolution bietet auch einen Multiplayermodus für bis zu vier Spieler. In diesem Modus kämpfen die Spieler darum, wer als erstes das Levelende erreicht. Jeder spielt den Level zwar für sich alleine, kann die Gegner aber durch diverse Gegenstände beeinflussen. Zusätzlich erscheinen besiegte Gegner bei den Gegenspielern. Unverschämterweise benötigt für diesen kurzweiligen Spass jeder der Spieler eine eigene Version des Spiels.

Fazit

Ein interessantes Konzept kombiniert mit einem Klassiker. Das klingt nicht schlecht, ist bei Rainbow Islands Revolution aber leider nicht wirklich gelungen. Sowohl die Grafik als auch der Sound sind nicht zeitgemäß und hätten einige Verbesserungen vertragen können. Aber auch das Spielprinzip weiß nicht vollends zu überzeugen. Mal scheint die neuartige Steuerung gut in das Konzept zu passen, mal wirkt sie eher aufgesetzt. Schade ist auch, dass die Vorlage für das Spiel nicht mit beigefügt wurde. Wer sich jedoch mit der Optik und dem Steuerungskonzept anfreunden kann, darf durchaus einen Blick riskieren.

Rainbow Islands Revolution [DS , looki.de]

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