Gesamtwertung79%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Brian Brasco, der Held der Runaway-Saga, steckt mal wieder in Schwierigkeiten. Aus einem geplanten Traumurlaub mit seiner Freundin wurde ein einziges Fiasko. Bereits in der Luft ging alles schief. Die billige Maschine gab kurz vor der Hälfte der Strecke den Geist auf und Brasco musste samt Freundin das Flugzeug in einer Hauchruckaktion verlassen. Logisch, dass der smart wirkende Trottel da woanders landet, als sein hübscher Gegenpart. Auch logisch, dass er auf der Suche nach ihr in finstere Machenschaften gerät und sich durch des Spielers kluges Hirn, dass dieses Mal mehr denn je gefordert wird, wieder aus der Patsche helfen lässt.
Dabei bietet der Nintendo DS eigentlich die ideale Plattform für solch ein Spiel. Deshalb ist es auch sehr zu begrüßen, dass sich die Entwickler die Mühe gemacht haben, das, nach eigenen Angaben, voll gepackteste bisher ausgelieferte Datenkärtchen für den DS mit der kompletten Story der PC-Fassung zu versehen. Dem Spieler fehlt also nichts, von Anfang bis Ende erlebt er das gleiche Abenteuer, wie der Zocker daheim.
Leider lässt die Vorfreude zunächst recht schnell nach, da man einiges an Zeit benötigt, um mit der ziemlich schwammigen Steuerung zu Recht zu kommen. Während man zwar ohne Probleme den einen Gegenstand mit dem anderen verbinden kann, stolpern die Protagonisten quasi durchs Bild.
Immer wieder kommen sie weit entfernt vom angepeilten Ort an und müssen erneut dirigiert werden. Auch das Absuchen der einzelnen Schauplätze mit der obligatorischen Lupe wird zur Farce, da sie zwar hilfreich, dafür aber, auf Grund der ungenauen Steuerung, richtig nervtötend ist. Vor allem Einsteiger dürften sich von dem Spiel daher schnell abgeschreckt fühlen.
Wer allerdings die erste Zeit gut überstanden und sich in die Rätsellogik des Spiels eingearbeitet hat, wird seine helle Freunde mit dem Titel haben. Denn die Aufgaben sind nicht nur durchweg logisch aufgebaut, sondern teilweise auch richtig schwer. Dennoch halten sich die Frustmomente unglaublicher Weise in Grenzen, da man sich selbst sehr wohl fühlt, wenn man eine scheinbar unlösbare Nuss geknackt hat.
Das Spiel treibt die Story hauptsächlich in kleinen Zwischensequenzen voran. Da die geniale Sprachausgabe der PC- und Wii-Fassung leider nicht mehr auf den gut 1,5 Gb großen Speicher der DS-Karte passte, muss man mit dem geschriebenen Wort vorliebt nehmen. Das wäre ja gar nicht mal der Untergang der Welt, wenn dieses Wort nicht immer viel zu schnell wieder das weite Suchen würde. Immerhin, für derlei Übungen kann man auch mal 40 Euro hinblättern, wenn man sich ein Augentrainingsspiel für den DS kauft. Insgesamt ist es aber trotzdem eher störend.
Die Hintergrundmusik hingegen weiß durchweg zu gefallen. Nette karibische Klänge begleiten das Adventure und tragen auch dazu bei, den Unmut des Spielers zu besänftigen, wenn er mal wieder, auf Grund von verpixelten Umgebungsgrafiken ein wichtiges Detail übersehen hat und dieses erst durch Zufall nach Stunden des Suchens findet.
Die grafische Seite des Spiels hat nämlich einige Macken. Sie kann zwar teilweise durch wirklich gelungen importierte Schauplätze mit vielen Details und intelligenten Ideen glänzen, muss aber auf Grund der Platzprobleme des Speichers auch häufig Tribut zollen.
Teilweise steht man da vor verschwommenen Texturen und matschigen Hintergründen. Und da kann eben das ein oder andere wichtige Detail im Eifer des Gefechts mal untergehen.