Gesamtwertung72%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Auf dem Nintendo 64 feierten die Snowboard Kids ihr Debüt. Jetzt schlängeln sich die aufgeweckten Halbstarken exklusiv auf dem Nintendo DS die Abhänge hinab. Der Touchscreen des Nintendo DS soll dem Fun-Racer außerdem zu mehr Pepp verhelfen. In diesem Sinne, ab auf die Piste!
Eine Hintergrundgeschichte im klassischen Sinne existiert nicht. Stattdessen wird in der Anleitung kurz und im Spiel noch kürzer auf die Beweggründe zur Teilnahme an der großen Welttour der einzelnen Charakter eingegangen. Zum Beispiel möchte der athletische Slash unbedingt seinen Erzfeind Brad schlagen und der etwas grobe Tommy die versnobte Nancy beeindrucken. Während des Spielverlaufes wird die Story der verschiedenen Protagonisten jedoch nicht weitergesponnen und auch auf Videos oder gar eine Endsequenz muss man leider verzichten.
Waschechte Pistensäue...
Wie es für einen Fun-Racer typisch ist, legt SBK: Snowboard Kids keinen großen Wert auf Realismus in Bezug auf die Steuerung der Charaktere und die Gesetze der Physik. Dementsprechend schnell lässt sich die Kontrolle über die Rabauken meistern. Die über die Schultertasten einsetzbaren Waffen und Items, können die Rennen mitunter stark beeinflussen. Die Protagonisten sind nur in der Lage, einen Gegenstand mit sich führen. Diese werden während der Abfahrt in Form von Kisten aufgenommen. Falls der Charakter bereits einen Gegenstand dabei hat, wird dieser bei einer neuen Kiste ausgetauscht. Desweiteren verfügt jeder Pistenrabauke über eine persönliche Waffe, die im Laufe des Rennens mit Tricks aufgeladen wird. Auch die Tricksteuerung ist eher simpel gehalten. So ist es dem Spieler möglich, mit dem Steuerkreuz und einzelnen Knöpfen diverse Moves zu vollführen. Werden die Tricks früh genug beendet, ist eine sichere Landung kein Problem. Zusätzlich gibt es Spezialtricks, die über den Touchscreen ausgeführt werden. Ist ein solcher Move möglich, erscheinen Anzeigen auf dem unteren Bildschirm. Dann gilt es entweder, mehrmals auf den Screen zu tippen oder alle hervorgehobenen Bereiche auf dem Screen zu berühren. Auch das Mikrofon wurde in das Spiel eingebunden. Schläft zum Beispiel der Charakter durch ein gegnerisches Item ein, so wird er durch Rufe in das Mikrofon schneller wieder wach. SBK: Snowboard Kids bietet auch einen Trainingsmodus, in dem aber lediglich die Steuerung und die Objekte in Textform erklärt werden. Diese Erklärungen sind jedoch auch im Handbuch zu finden und dort sogar etwas deutlicher formuliert.
... mit Star-Potential...
Enstprechend der Mängel hinsichtlich der Hintergrundgeschichte gibt es auch keinen Storymodus, sondern eine so genannte Welttour. Wie der Name des Modus vermuten lässt, handelt es sich dabei lediglich um eine Aneinanderreihung von diversen Rennen. Zwischen vier Arten von Rennen wird unterschieden. Exhibition ist ein normales Wettrennen um eine möglichst gute Position. Bei der Trickpartie muss eine gewisse Punktzahl mit einem einzelnen Durchlauf erzielt werden. Der Slalom ist ein Rennen gegen die Zeit. Hier gilt es, Ringe zu durchfahren, um die verbleibende Zeit zu verlängern. Zu guter Letzt gibt es noch den Bosskampf.
Diese Art von Rennen klingt leider spektakulärer als sie im Endeffekt ist. Eine Art Bossgegner, der gelegentlich Hindernisse aufstellt, fährt vor dem Charakter und muss vor dem Zieleinlauf zerstört werden. Die Welttour ist jedoch nicht sehr umfangreich, weshalb man an einem Wochenende locker alle drei Schwierigkeitsgrade bewältigen kann. Immerhin lassen sich während der Welttour Punkte sammeln, um zahlreiche Extras freizuschalten. Darunter sind zum Beispiel bessere Boards, neue Pisten und versteckte Charaktere. Dadurch entsteht der Anreiz, noch einmal mit einem anderen Charakter bei der Welttour anzutreten. Die verschiedenen Rennarten können natürlich auch außerhalb der Welttour mit eigenen Einstellungen gespielt werden.
...und ambitionierten Ansätzen!
Bei einem waschechten Fun-Racer darf der Multiplayermodus nicht fehlen. Aus diesem Grund bietet SBK: Snowboard Kids den so genannten VS-Modus. In diesem Modus können bis zu vier Spieler in einem Multi-Karten-Spiel in den Rennarten Exhibition und Trick-Partie gegeneinander antreten. Dabei gibt es in diesem Fall keine Einschränkungen bezüglich der Charakter-, Strecken- und Optionsauswahl. Desweiteren besteht auch die Möglichkeit, ein Einzelkarten-Spiel zu starten. Unter diesen Umständen ist jedoch nur ein Exhibition -Rennen ohne Karten- oder Charakterwahl spielbar.
In optischer Hinsicht ist SBK: Snowboard Kids eher mittelmäßig. Zwar ist die Grafik allgemein gesehen nett anzuschauen, dennoch trüben kleinere Schnitzer das Gesamtbild. So wirken die Animationen stellenweise etwas steif und manche Texturen sehr pixelig. Zudem tritt bei einer der Pisten ein kleiner Clipping-Fehler auf. Die Soundeffekte sind wiederum gelungen und die Sprachausgabe ist gut zu verstehen. Auch die Hintergrundmusik ist positiv zu bewerten. Zwar erreicht keines der Stücke den Status eines Ohrwurm, dennoch untermalen sie das Spiel angemessen und stimmungsvoll.