Scurge: Hive

Review
Plattform
Nintendo DS
Vertrieb
Codemasters
Entwickler
SouthPeak Interactive
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
6
Scurge: Hive [DS , looki.de]

Gesamtwertung

83%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Scurge: Hive

In der Welt von Scurge: Hive ist das All längst erschlossen und Weltraumstationen sind nichts besonderes. In diesem Universum lebt die Kopfgeldjägerin Jenosa Arma, die aufgrund ihrer Professionalität besonders vom Militär geschätzt wird. Dieses mal wird sie auf eine mysteriöse Mission geschickt. Der Lohn fällt außergewöhnlich hoch aus und zudem erhält Jenosa einen speziellen Kampfanzug-Prototyp. Über ihre Aufgabe erfährt sie zunächst nur wenig. Als sie sich mit ihrem Schiff dem Ziel, einer Forschungsstation, nähert, trifft sie ein Energiestrahl aus der Station. Durch diesen sind eigenartige Organismen ins Raumschiff gelangt. Nach einer Notlandung wird Jenosa klar, dass sich ein virulenter Organismus auf der gesamten Station ausgebreitet hat.

Jump and Slay oder doch Hack and Run?

Scurge: Hive kann in kein gängiges Genre eingeordnet werden.

Der Titel lässt sich am ehesten als eine Mischung aus Jump and Run und Hack and Slay bezeichnen. So bietet Scurge: Hive nicht nur Passagen, in denen Geschick und Timing gefragt sind, auch Levelaufstiege und das Finden von neuem Equipment sind feste Bestandteile des Konzepts. Die Waffen werden allesamt mit Energie aus dem Anzug betrieben. Diese lädt sich selbstständig wieder auf, so dass nur bei Dauerfeuer ein kurzzeitiger Mangel an Munition droht. Über Power-Ups lässt sich die Geschwindigkeit, mit der sich die Energie auflädt, im Laufe der Zeit verbessern. Die Heldin kann aber auch ohne solche Extras an Macht gewinnen. Jeder getötete Gegner bringt ihr nämlich Erfahrungspunkte, die zu Levelaufstiegen führen. Bei jedem dieser Aufstiege erhöht sich die maximale Lebensenergie der Kopfgeldjägerin. Dennoch ist neue Ausrüstung unabdingbar und so gilt es vor allem, neue Waffen zu ergattern. Diese werden im Spielverlauf nach und nach gefunden und verfügen alle über Vor- und Nachteile. Eine EMP-Waffe ist zum Beispiel besonders effektiv gegen Roboter und der Schaden kann eventuell von Gegner zu Gegner springen, energiereiche Organismen werden durch die Projektile jedoch stärker und schneller. Unglücklicherweise hat die Protagonistin eine Schwäche: Sie wird zu Beginn des Spiels durch einen Angriff mit dem Virus infiziert. Die Verbreitung des selbigen wird zwar durch den modernen Kampfanzug gedämpft, kann durch diesen aber nicht aufgehalten werden. Der Grad der Infektion steigt im Laufe der Zeit und verstärkt sich ebenso durch weiteren Kontakt mit virulenten Organismen. Erreicht der Grad 100%, verliert Jenosa permanent Lebensenergie. Deswegen sollten immer wieder die sogenannten Entgiftungsstationen aufgesucht werden. An diesen senkt sich der Prozentsatz, die Lebensenergie wird aufgefüllt und das Spiel gespeichert.

Jenosa Arma bitte zur Entgiftungsstation 3

Schalterrätsel sind in Scurge: Hive keine Ausnahme. Immer wieder gilt es, unterschiedliche Schalter mit Objekten zu beschweren oder mit den Schaltern und gutem Timing Plattformen nach Wunsch auszurichten. Das Spielgeschehen ist aus der Vogelperspektive dargestellt und die Heldin wird per Steuerkreuz durch die Umgebung bewegt. Sprünge, Schüsse und andere Aktionen lassen sich über die Aktionsknöpfe durchführen.

Da die Steuerung insgesamt angenehm einfach konzipiert wurde, fällt der Einstieg in das von Viren geprägte Spiel leicht. Einzig das Zielen bedarf anfangs noch einiger Übung. Der Touchscreen wird übrigens nur für die Übersichtskarte und diverse Daten genutzt.

So ist dort meist eine Karte der Umgebung zu sehen, in der auch die Positionen wichtiger Objekte, wie zum Beispiel die Entgiftungsstationen, vermerkt sind. Diese lässt sich durch einfaches berühren auf dem Bildschirm beliebig verschieben. Ansonsten sind hier bei pausiertem Spiel Informationen zu den gesammelten Erfahrungspunkten, den gefundenen Extras und Waffen, sowie dem Rang der Heldin abzurufen. Letzterer wird dadurch bestimmt, wie oft die Gegner es schaffen, Jenosa zu verwunden und wie effizient die Kopfgeldjägerin gegen den Virus vorgeht.

Da steckt der Virus drin

Man merkt Scurge: Hive vor allem in Puncto Grafik an, dass das Spiel sowohl für den Gameboy Advance, als auch für den Nintendo DS entwickelt wurde. So unterscheiden sich die beiden Ausführungen nur in wenigen Aspekten, zu denen nicht die grafische Darstellung gehört. Dementsprechend veraltet wirkt der pixelige Look des Titels. Mit der Rechenleistung des Nintendo DS wäre sicherlich mehr drin gewesen, dennoch wurde das GBA-Niveau beibehalten. So verhält es sich auch mit dem atmosphärischen Soundtrack. Dieser ist klangtechnisch von mittelmäßiger Qualität. Immerhin passt er sich gut in das Spiel ein und ist angenehm abwechslungsreich. Auch wenn Raum für Verbesserung vorhanden ist, fügen sich bei Scurge: Hive Optik und Akustik zu einer stimmigen Präsentation.

Fazit

Scurge: Hive erinnert in einigen Aspekten an Metroid Fusion. Nicht nur das Szenario, sondern auch einige Designelemente ähneln sich offensichtlich. Dennoch kann der Titel auch mit einigen Eigenheiten punkten und so kommt dem Spiel vor allem das Hack and Slay-artige Spielprinzip zugute. Wer sich nicht an der etwas angestaubten Optik stört und einen kurzweiligen Spaß sucht, wird an Scurge: Hive gefallen finden. Somit lässt sich die Wartezeit auf ein neuen Auftritt der Konkurrentin Samus Aran angenehm verkürzen.

Scurge: Hive [DS , looki.de]

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