Gesamtwertung71%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Sega-Maskottchen Stelldichein
AiAi, Ulala, Beat und Nights? Die Helden aus den Segaspielen sind bei Weitem nicht so bekannt wie die Gegenstücke von Nintendo, aber nicht minder bunt und schrill. In Sega Superstar Tennis schickt Sega 16 seiner besten Figuren gemeinsam auf den Court, macht alten Sega-Fans damit eine Riesenfreude und gibt Neulingen die Möglichkeit zu sehen, was Sega so alles mal produziert hat. Gegenüber der Wii-Version wurde der Umfang etwas abgespeckt, was deutlich an der Motivationsschraube nagt. Neben drei Turnieren (Einzel oder Doppel spielbar) finden sich nur noch Schnelles Spiel im Menü sowie acht kurzweilige Minispiele, bei denen ihr zum Beispiel Zombies eins auf den Deckel geben dürft. Die 16 Charaktere und 10 Tennisplätze werden mit der Zeit durch Erfolge freigespielt. Gameplay-Gimmick ist der Superstar-Modus, der erst dann aktivieren lässt, wenn ihr erfolgreich mehrere Spielzüge absolviert habt. Die Charaktere wechseln ihr Outfit und schlagen fortan bis zum nächsten Punkt die Bälle im Zickzack über den Platz oder lassen sie anderweitig blitzschnell und konfus die Richtung ändern.
Quäl dich, du Sau!
In der Standardeinstellung scheucht ihr die Protagonisten mit dem Steuerkreuz über den Platz und vollführt mit A und B schnelle Bälle oder Slices. In der Kombination erst A, dann im Anschluss direkt B oder vice versa dürfen Lobs und Stoppbälle geschlagen werden. Schade ist nur, dass sich während der Testphase hartnäckig das Gefühl hielt, dass es schlicht egal sei, wann ihr wie und zu welcher Zeit auf den Schlagbutton haut. Den Ball mit Gefühl und wohl dosiertem Tempo über das Netz zu schlagen, wie es bei den Genrekönigen der Fall ist, ist hier einfach nicht möglich. Es fühlt sich stets so an, als wäret ihr nur Zuschauer und kein wirklicher Spieler. Die zweite Variante mittels Touchscreensteuerung erweist sich in der Praxis als sehr ungenau und unflexibel. Hierbei klickt ihr nur an die Stelle, an die der Akteur laufen soll, damit er den Ball je nach der Position zum Ball automatisch zurückschlägt. Einfluss auf die Flugbahn habt ihr nur eingeschränkt, indem ihr den Pen über den unteren Screen beim Schlag zieht.
Den Zombies vor die Stirn?
Sega Superstar Tennis ist zwar schnell durchschaut, kleinere Hilfen und Einführungen wären aber schön gewesen. Selbst die gedruckte Anleitung ist eher knapp und nur wenige Zettel lang. Gerade bei den Minispielen wird das Ziel in Textform nicht eindeutig genug dargestellt man kann sich zwar denken, was die Entwickler sagen wollte, aber wirklich gut ist das nicht. Schwierig ist es daher nur zu Beginn. Habt ihr die Steuerung einmal verinnerlicht, haben die Gegner bei geübten Spielern kaum noch Chancen. Lediglich die Superstar-Moves sind schwer zu erwischen, während die CPU damit kaum Probelme hat.
Keine Überraschungen
Eine Überraschung bei den Multiplayermodi gibt es nicht. Aber immerhin gibt es sie! Spielt mit bis zu vier Mann beim Multikartenspiel auf beliebigen Plätzen mit beliebigen Spielern oder tretet beim Gamesharing auf einer festgelegten Platz/Spielfigur-Kombi an. Drahtlose Spiele über die WiFi-Connection sind nicht möglich.
Wiedersehensfreude
Optisch ist der Titel nicht der Renner, liefert aber überdurchschnittliche Qualität ab. Die Akteure huschen flüssig über den Platz und sind überzeugend animiert. Ganz nett sind die Tennisplätze, die alle nach dem Thema seines Heimspielers gestaltet wurden. Dr. Eggman dominieren düstere Maschinen, bei Sonic blitzen Ringe in der Gegend und Beat entführt euch auf einen Hinterhof.
Segas beste Noten
Auch beim Ton werden Segafans wie gewünscht bedient. Ältere Melodien mehr oder minder bekannter Titel sind in anständiger Qualität zu hören. Sie passen zwar nicht unbedingt zum Tennisfeeling, aber den Funspiel-Charakter unterstreichen sie ganz gut.
Sega Superstar Tennis im Test.
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