Shrek SuperSlam

Review
Plattform
Nintendo DS
Vertrieb
Activision
Entwickler
Shaba Games
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
6
Shrek SuperSlam [DS , looki.de]

Gesamtwertung

73%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Shrek SuperSlam

Schon in den Kinoerfolgen Shrek und Shrek 2 trafen die unterschiedlichsten Gestalten aufeinander. Von dem grünen Oger Shrek über den immer plappernden Esel bis hin zum gestiefelten Kater höchst persönlich. Während diese in den Filmen gemeinsame Sache machen, gibt es in Shrek Super Slam jetzt Saures. Schluss mit lustig und ran an den Speck.

Mit Shrek Super Slam wirft Activision einen waschechten 3D-Prügler auf den Markt und schöpft reichlich aus der Filmvorlage. Es machen sich insgesamt zwölf verschiedene Charaktere kampfbereit. Darunter sind zum Beispiel Shrek, Prinz Charming, Pinocchio oder Fiona. Die Kämpfe werden unter anderem in Shreks Sumpf, am Pfefferkuchenhaus oder im Zauberwald ausgetragen. Insgesamt wartet das Spiel mit sechzehn Kampfumgebungen auf.

Ein Trainingsmodus erklärt zunächst die grundlegende Spielmechanik und Spielsteuerung. Bei Shrek Super Slam geht es darum, Feenstaub zu sammeln. Landet der Spieler einen Treffer beim einem seiner Gegner, so füllt sich der Vorrat an Staub auf. Ist die Staubanzeige gefüllt, können nur noch so genannte 'Slam'-moves durchgeführt werden. Trifft einer der virtuellen Schläger den Gegner mit einem solchen Powerschlag, erhält er einen 'Slam'. Dann beginnt das Sammeln von vorne. In den meisten Fällen ist der Spieler Sieger, der in einer vorgegebenen Zeit die meisten Slams erringt. Gesteuert wird das Spiel vorwiegend über das Steuerkreuz und die Knöpfe.

So wird der Charakter über das Steuerkreuz bewegt, während sich die Funktionen Schlag, harter Schlag, Spezialangriff, Block und Sprung auf die Knöpfe verteilen. Dabei sind natürlich diverse Kombinationsmöglichkeiten gegeben. Man kann zum Beispiel einen Sprungangriff vollführen, eine Schlagkombo auf den Gegner prasseln lassen oder einen Doppelsprung hinlegen. Aber auch der Touchscreen kommt zum Einsatz. Während der obere Bildschirm das dreidimensionale Kampfgeschehen aus einer Art Vogelperspektive darstellt, dient der untere Bildschirm als Statusanzeige. Auf der linken Seite des Bildschirms befindet sich ein Schieberegler, über den die Kamera rein- oder rausgezoomt werden kann. In der Mitte sind die Anzeigen zum Feenstaubvorrat des Spielers und der von ihm erzielten Slams. Aber auch die Vorräte und Slams der Gegnenspieler werden dort angezeigt. Auf der rechten Seite hingegen befindet sich das Inventar des Charakters. Hier erscheinen die Gegenstände, die im Verlauf eines Kampfes aufnenommen werden. Dabei ist die Kapazität auf drei Gegenstände beschränkt. Mit einem Druck auf eines der Items kommt dieses direkt zum Einsatz. Eine Vielzahl Gegenstände bereichert das Kampfgeschehen. Stinkende Socken betäuben den Gegner, Schwerter laden euren Staubvorrat schneller auf und Bomben schleudern den Gegner zurück. Des Weiteren sind Teile der Umgebungen zerstörbar. Das macht zwar spieltechnisch keinen Unterschied, ist aber ein netter Effekt, der die Umgebungen dynamischer wirken lässt. Leider weist die Spielmechanik aber auch gravierende Mängel auf. Die Charaktere unterscheiden sich prinzipiell nur optisch. Die Moves sind nur unterschiedlich animiert und variieren weder in Stärke noch in Geschwindigkeit. Einzig der Spezialmove ist bei jedem Charakter individuell. Daraus resultiert auch das zweite Problem. Die Kämpfe ähneln sich wie ein Ei dem anderen, denn gewisse 'Taktiken' oder Schlagabfolgen führen fast immer zum Sieg. Das macht die Kämpfe leider schnell eintönig.

Im Einzelspielermodus bieten sich dem Spieler, neben dem erwähnten Training, drei weitere Spielmodi an: der Nahkampf, der Megachallengemodus und der Storymodus. Im Nahkampfmodus kann der Spieler gegen bis zu drei Computergegner kämpfen und dabei die Kampfeinstellungen seinen Wünschen anpassen. Ob man lieber zwei Minuten kämpft und schaut, wer die meisten Slams erreichen konnte oder lieber eine gewisse Anzahl an Slams als Siegbedingung festlegt, liegt ganz im Ermessen des Spielers. Stattdessen ist es aber auch möglich, bis zu einer bestimmten Grenze an gesammeltem Feenstaub zu spielen oder sich für ein 'Hab dich!'-match zu entscheiden. Dabei handelt es sich um eine Art 'fangen'. Der Spieler, der zuletzt einen Slam abbekommt, ist der Fänger und kann nun andere Spieler per Slam fangen. Ist eine gewisse Zeit abgelaufen, verliert der Spieler, der momentan der Fänger ist. Natürlich ist auch die Spielstärke der Computergegner variierbar und die Kampumgebung frei wählbar. Durch diese breite Fächerung an Spieleinstellungen wird der Nahkampfmodus nicht allzu schnell langweilig.

Im Megachallengemodus hingegen gilt es, diverse Aufgaben zu lösen. So zum Beispiel einige Partien Memory zu gewinnen, zehn Gegner nacheinander zu verprügeln ohne einen Slam abzubekommen oder als gigantischer Pfefferkuchenmann ein paar Häuser einzureißen. Dabei werden neue Challenges erst freigeschaltet, wenn alle vorherigen Challenges erfolgreich abgeschlossen wurden. Der Megachallengemodus ist durch seine Abwechslung sehr unterhaltsam, erinnert aber stark an den Challengemodus aus Super Smash bros. Melee für den Gamecube.

Während die eben gennanten Spielmodi sehr nett sind und lange bei Laune halten, wirkt der Storymodus eher aufgesetzt. Zunächst wird die Rahmenhandlung mit Hilfe von Text und Bildern erzählt. Shrek und seine Freunde spielen ein gemütliches Ründchen Karten bei Esel zu Hause. Die Dresel, die Kinder von Esel und seiner Drachengattin, stören die Partie, obwohl sie schon längst im Bett sein müssten. Also muss sich jemand opfern und eine Gutenachtgeschichte erzählen. An diesem Punkt muss sich der Spieler für einen von sechs Charakteren entscheiden. Dieser Charakter erzählt eine kleine Geschichte, die immer auf Krawall hinausläuft.

Von da an absolviert der Spieler einige Kämpfe, die immer nach den gleichen Regeln verlaufen. In einem zweiminütigen Match gilt es mehr Slams zu erzielen als der Gegner. Nach diesen Kämpfen kommt ein kurzer Einschub und abschließend der Bosskampf. Dieser unterscheidet sich aber regeltechnisch nicht von den anderen Kämpfen. Das Prinzip bleibt für jeden der sechs Charaktere gleich. Und mal ehrlich, auch die Verbindung zwischen einer Gutenachtgeschichte und einem Haufen Gekloppe wirkt etwas lächerlich. Das Ganze ist leider sehr einseitig und wirkt lieblos dahingeklatscht.

Der Multiplayermodus ist da schon vielversprechender. Auch hier können, wie im Nahkampfmodus, diverse Spieleinstellungen vorgenommen werden. Einigen abwechslungsreichen Matches mit bis zu vier Spielern stünde also nichts Weg, wäre da nicht noch ein kleines Problemchen. Leider benötigt im Multiplayermodus jeder Spieler eine eigene Kopie des Spiels. Es könnte sich also durchaus als schwierig erweisen, unter diesen Umständen ein Spiel auf die Beine zu stellen. Das ist schade, denn sonst hätte der Multiplayer mit Sicherheit den miesen Storymodus ausbgebügelt. Hier hätte Activision mehr Rücksicht auf die Spieler nehmen können.

Zu guter letzt sind im Spiel 'Dicke Brummer' versteckt. Diese fetten Fliegen findet ihr in jedem Kampfbereich und auch in diversen Challenges. Die Brummer lassen sich dann im Bonusbereich für gewisse Extras eintauschen. Somit kann man neue Charaktere für die Multiplayer- und Nahkampfmodi kaufen, den Charakteren neue Modelle spendieren oder Bilder für die Gallerie freischalten. Darunter sind Aufnahmen aus den Kinofilmen und Konzeptzeichnungen zum Spiel.

Grafisch ist Shrek Super Slam äußerst überzeugend. Die Landschaften sind hübsch gestaltet und die zerstörbaren Umgebungsteile peppen das Spielgeschehen etwas auf. Die Charaktere wurden sehr gut umgesetzt und sind größtenteils schön animiert. Rotkäppchen vertrimmt die Gegner mit ihrem Körbchen und der gesteifelte Kater betäubt seine Gegner mit seinem süßen Blick. Hier sollte niemand etwas zu meckern haben. Die Musik untermalt das Spielgeschehen angemessen, doch wäre klangtechnisch mehr möglich gewesen. Manche Lieder klingen ein wenig zu sehr nach billigem Sampler. Der Sound kann stellenweise etwas nervig werden. Die Schlagkombos und Waffen klingen einfach zu eintönig.

Fazit

Die Präsentation von Shrek Super Slam überzeugt. Die Grafik ist schick, die Charaktere nett umgesetzt und die Idee, sich mit den Charakteren aus Shrek zu kloppen, macht einfach Spaß. Leider ist die Spielmechanik viel zu monoton. Durch ewig gleiche Kämpfe wird das Spiel schnell langweilig, daran kann auch der Multiplayer nicht viel ändern, da es sich bei Shrek Super Slam um ein Multi-Karten-Spiel handelt. Es ist schade, dass das Spiel sein Potential nicht ausschöpft. Mit etwas mehr Hingabe der Entwickler hätte Shrek Super Slam durchaus in die obere Klasse rutschen können.

Shrek SuperSlam [DS , looki.de]

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