Gesamtwertung68%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Bevor unser Agent in die erste Mission geschickt wird, steht ein Training an. Dies ist auch dringend nötig, ist doch fast jede Taste doppelt und dreifach belegt, so dass es recht schwer ist, zu Beginn den Überblick zu behalten.
Eine frei drehbare Kamera mag etwas Schönes sein, doch wenn frei drehbar bedeutet, dass sie sich kein Stück automatisch bewegt, sondern die Perspektive stets vom Spieler manuell nachjustiert werden muss, verfliegt die Begeisterung. Da alle anderen Tasten schon belegt sind, kann die Kameraperspektive nur über den Touchscreen verstellt werden. Hat man aber gerade seine Fingerchen auf dem unteren Monitor, können die anderen Buttons und das Steuerkreuz nur schwerlich bedient werden. Folglich ist es praktisch nicht möglich, gleichzeitig Sam Fischer zu bewegen und die Kamera in die gewünschte Richtung zu drehen. Ähnliches gilt für den Zielmodus, in dem der Gegner ebenfalls nur per Touchscreen anvisiert werden kann. Wer die Spielfigur dazu noch bewegen möchte, muss schon sehr, sehr gelenkige Hände haben.
Splinter Cell: Chaos Theory DS (10 Bilder)
Wie es sich für ein Schleichspiel gehört, sind viele Passagen überaus düster. Mitunter ist der komplette Raum vollkommen abgedunkelt, so dass entweder der schon aus anderen Splinter Cell Titeln bekannte Nachtsicht- oder aber Wärmebildmodus zum Einsatz kommen muss. Leider ruckelt das Spiel mit eingeschaltetem Nachsichtmodus noch stärker als das Menü. Teilweise verzerrt das Bild auch ein wenig oder hängt die Darstellung auf dem oberen Bildschirm komplett. Das ist nicht schön und für ein Konsolenspiel schon fast eine Katastrophe, kann man den schwarzen Peter wohl kaum auf die für jeden Spieler identische Hardware schieben.
Ansonsten ist die grafische Präsentation trotz des monotonen Leveldesigns und der mitunter recht großen Pixel in Ordnung. Da der Nintendo DS noch unter Softwaremangel leidet und vergleichbare Spiele praktisch nicht vorhanden sind, ist es schwer die Leistungsfähigkeit des Geräts richtig einzuschätzen. Da schon die Sprachausgabe fehlt, verwundert es nicht, wenn der Titel auch akustisch etwas mager klingt. Die Sounduntermalung fällt einem nicht auf die Nerven, hätte aber ruhig etwas abwechslungsreicher sein können.
Die Zahl der Mehrspielermodi ist zwar nicht überwältigend, dafür aber wenigstens überhaupt vorhanden. So bietet Splinter Cell: Chaos Theory zum einen die Möglichkeit, in einem Kooperationsmodus mit einem anderen Nintendo DS-Besitzer in einer von fünf speziellen Coop-Missionen zusammen zu arbeiten. Dabei übernimmt jeder der Spieler eine unterschiedliche Rolle. Der Angreifer ist hierbei für die Verteidigung des Zweiergespanns zuständig, der Hacker kann mit speziellen Granaten zahlreiche elektrische Gerät außer Funktion setzten und Terminals knacken.In einem Versus-Modus dürfen sich sogar gleich bis zu vier Spieler auf insgesamt sechs Karten gleichzeitig austoben. Die Aufteilung erfolgt hierbei in zwei Teams. Die Shadownet-Spione müssen innerhalb einer vorgegebenen Zeit mehrere Computerterminals hacken, das Team der Söldner übernimmt die Aufgabe der KI-Gegner des Singleplayerparts und versucht folglich, die anderen aufzuhalten.
Soll gemeinsam gespielt werden, benötigt jeder Spieler aber ein eigenes Splinter Cell: Chaos Theory-Modul. Single-Card Download Play wird also nicht unterstützt.