SpongeBobs Atlantisches Abenteuer

Review
Plattform
Nintendo DS
Vertrieb
THQ
Entwickler
Blue Tongue
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
0
SpongeBobs Atlantisches Abenteuer [DS , looki.de]

Gesamtwertung

61%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Mangelhaft

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Befriedigend

SpongeBobs Atlantisches Abenteuer

Abwechslung?

Die linearen Level bieten kaum Abwechslung, Rätsel sind praktisch nicht vorhandenen. Die einzelnen Charaktere helfen mit ihren Fähigkeiten beim Vorankommen, jeder hat sein Fachgebiet. SpongeBob kann sich aufblasen und schwebt so über weite Abgründe Patrick schiebt Klötze und zertrümmert Felsen, Krabs öffnet Schatztruhen und Sandy hilft mir ihren Karatetechniken. Einen interessanten Ansatz bieten die Teammoves. Ein Druck auf die R-Taste lässt euch den anderen Charakter hochheben. Krabs schnippselt so Unkraut aus dem Weg, Patrick wird zum Wurfstern und SpongeBob zum Heißluftballon. Wann welche Eigenschaft gebraucht wird, ist stets offensichtlich, wobei zusätzlich kleine Bildchen zeigen, wer an der Stelle ran muss. An vorgegeben Punkten lassen sich die Freunde munter durchwechseln. Überflüssig sind die Kosten für die Partnermanöver: Bezahlt werden muss für jede Aktion eine Hand voll Melodiemuscheln, das Pendant zu Münzen, die wirklich überall auf dem Wege verstreut liegen, sogar von Gegner fallen gelassen werden und damit überaus zahlreich zur Verfügung stehen. Der Schwierigkeitsgrad ist wirklich fair. Die Gegner wehren sich kaum und überleben nur wenige Schläge. Rücksetzpunkte sind zahlreich – Kinderfreundlichkeit stand natürlich ganz oben auf der Prioritätenliste. Kleinere Minispiele sind ganz nett, aber nicht wirklich aufregend. Flieht in einem Bootmobil vor Quallen und schießt sie dabei ab (Einfach auf die Quallen zeigen, geschossen wird von selbst) oder werftt Krabs Geldsäcke zu.

Für Masochisten (wahlweise Sadisten)

Nachdem ich nach zehn Minuten Spielzeit nur noch schiefe Seitenblicke erntete, die mich leise aber bestimmend ermahnten, den Ton endlich aus zu machen, kam ich der unausgesprochenen Bitte nach. Wer auf Gebimmel steht, das Kinder vor Freude jubeln lässt, aber unfreiwillige Zuhörer in den Wahnsinn zu treiben vermag, ist bei SpongeBobs Atlantischem Abenteuer genau richtig!

*hüpf* *spring* *schlag* *touch*

Hüpfen, Schlagen, Spezialattacken – wenige, etwas gezwungen wirkende, Ausnahmen einmal außen vor gelassen – steuert sich das Abenteuer überwiegend ohne Touchscreen. Schalter umlegen und auf Quallen zielen würde sich ohne Stylus ebenfalls bewerkstelligen lassen. Ihr steuert ein Charakter-Duo – zu Beginn nur SpongeBob und Patrick, später wählt ihr dann frei zwischen Mr. Krabs, Sandy, den beiden besten Freunden und nach dem Durchspielen auch Thaddäus – durch linerare „Laufe von links nach rechts“ Level, die im besten Fall zwischen Vorder- und Hintergrund unterscheiden oder etwas in die Höhe gehen. Welchen Charakter ihr gerade steuern wollt, wählt ihr per Stylus auf dem unteren Schirm, wo ihr auch sehr begrenzt die ansonsten automatische Kamera ein bisschen nach links und recht schieben könnt.

Unterwasser ist alles bunt

In den Städten, die die Level miteinander lose verbinden, dürft ihr euch frei in der 3D-Umgebung bewegen. Das Spielgeschehen selbst findet dann in Quasi-2D statt: Es geht von links von rechts, manchmal bedingt nach vorne oder in den Hintergrund. Die Kamera ist recht starr, bewegt sich kaum, fängt das Gehüpfe aber ordentlich und übersichtlich ein. Der bunte Comiclook könnte 1:1 aus der Serie stammen und versprüht den typischen Charme des gelben Schwammes. Schade, dass sich die Level auf Dauer sehr ähneln. Zwischensequenzen gibt es keine. Die Geschichte wird in Standbildern erzählt, die ohne Sprachausgabe leider etwas blass bleiben.

Mit dem Bus nach Atlantis

Beim Herumtollen mit seinem Freund Patrick findet SpongeBob die verlorenen Fragmente eines alten Amulettes – der Part wird als eine Art Tutorial gespielt – mit dem sich im Museum Bikini Bottoms ein unerwartetes Abenteuer ergibt. Unter großem Staunen erscheint ein „antiker“ Unterwasserbus, nachdem der gelbe Schwamm das goldene Artefakt wieder zusammengesetzt hat. Flink noch Mr. Krabs, Sandy und Thaddäus überreden und schon kann die Reise in das sagenumwobene Atlantis beginnen. Natürlich sind alle bekannten Charaktere mit an Bord, inklusive der charmant spritzig sinnfreien Dialoge, die Fans so lieben.

Melodiemuscheln für alle!

Eine Zwei-Spieler-Version des Hauptspieles bietet sich dank des Duo-Gameplays an und findet sich auch tatsächlich im Menü. Vier Spieler gehen um die Wette auf die Jagd nach Melodiemuscheln. Für beide Varianten wird nur ein Modul benötigt.

Fazit

Ich bekenne mich dazu, ein SpongeBob-Fan zu sein. Die difizile Situationskomik, eloquente Reden und Unterhaltungen, dazu total abgedrehte Storywendungen und –ideen sind auf dem Zeichentrickmarkt sonst nicht zu finden. Was bleibt davon im Spiel? Wenig! OK, die Charaktere sind alle da und einige Örtlichkeiten kamen mir bekannt vor, aber selbst mit der rosa Sonnenbrille (und meine ist verdammt rosa) auf der Nase sind die Gameplayschwächen nicht weg zu diskutieren. SpongeBobs Atlantisches Abenteuer ist für Kinder, denen die Schwächen egal sind, solange ein gelber Schwamm breit auf dem Cover prangt.

SpongeBobs Atlantisches Abenteuer [DS , looki.de]

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