Gesamtwertung53%/10 |
GrafikMangelhaft SoundMangelhaft |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Die grüne Hölle...
Optisch hält sich die Begeisterung bei Tabaluga: Grünland in Gefahr arg in Grenzen, denn die 2D-Settings sind alles andere als abwechslungsreich, oder geschweige denn gespickt mit irgendwelchen Highlights - aber immerhin knallbunt und irgendwie sympathisch. Dennoch hätten wir uns abseits von Wiesen und Schneelandschaften andere Umgebungen gewünscht. Auch die Gegner hätten mehr Variation vertragen können. Effekte sind dabei so rar gesät, dass man meinen könnte, es gäbe sie gar nicht.
Liegt wie Stacheldraht in den Ohren...
Warum so zurückhaltend? Allzu viel gibt es bei Tabaluga nicht für's Ohr, sodass auch die Comic-Cutscenes zum stillen Kammerspiel verkommen. Selbiges ist durch die mit der Zeit herb monotone Musikunternalung mit ätzendem Gute-Laune-Touch und wenigen Soundeffekten - zum Beispiel beim 'Eliminieren' von Feinden - hier und da aber mehr als dünn. Den Kleinen dürfte das aber nichts ausmachen.
Könnte auch besser sein...
Eigentlich ist es eine Schande: Grünland in Gefahr schenkt dem Stylus viel zu wenig Beachtung. Lediglich in den Menüs, auf der Übersichtskarte und in diversen bossvorbereitenden Minispielen kommt der Stift zum Einsatz. Den Rest des Spiels müsst Ihr Euch mit den Steuertasten des Nintendo DS zufrieden geben. Die Schultertasten dienen dabei als Orientierungshilfe bei Abgründen, oder wenn gerade mal keine Plattform in Sicht ist. In unserer Testsessions brauchten wir beide äußerst selten, da Ihr auf dem oberen Bildschirm das Geschehen über Euch bereits erblicken könnt. Eigentlich lässt sich der kleine, grüne Drache problemlos durch Grünland und seine bereits vereisten Gebiete scheuchen, da gibt es nichts zu meckern. Nur unter Wasser wird es arg schwammig, was aber nicht am kalten Nass liegt.
Kleiner Drache, mach was du willst...
Tabaluga muss seine Welt vor dem bösen Schneemann Arktos retten - kurz gesagt also das tun, was der kleine Drache jedes Mal tun muss. Die 'Story' erzählt Euch das Spiel in comicartigen Sequenzen, die Ihr auf dem oberen Bildschirm verfolgt. Grünland in Gefahr ist ein reinrassiges 2D-Jump'n'Run und will scheinbar auch nicht mehr sein. In keiner Sekunde des Spiels wird riskiert, auch nur ein wenig von den üblichen Genre-Konventionen abzuweichen. Gegner wie springende Wölfe, große Eisbären oder kleine Pinguine werden wie schon vor unzähligen Jahren per Sprung auf den Kopf ausgeschalten - und natürlich gibt es auch wieder die üblichen Spezialfähigkeiten, die der Drache aber erst erlernen muss. Das kurzzeitige Fliegen ist da noch das Unspektakulärste, Tabaluga kann aber auch eingefrorene Bewohner Grünlands auftauen. Insgesamt hat man sich bemüht, für etwas Abwechslung im tristen Sidescroll-Alltag zu sorgen. Nützt aber alles nichts, denn der Titel geizt schlichtweg mit Highlights und kocht ausreichend Bekanntes auf hoher Flamme. Dumm: Bereits im ersten Level werden an bestimmten Stellen Fähigkeiten vorausgesetzt, die aber erst später erlernt werden.
Anfänger hereinspaziert!
Für Profis ist Tabaluga: Grünland in Gefahr freilich nichts, die sind aber bestimmt dann schon zu alt für das Spiel. Der Titel richtet sich trotz dreier verschiedener Stufen an die ganz Kleinen und hierbei geht auch der Schwierigkeitsgrad mit eben jener Ausrichtung harmonisch einher. Äußerst selten wird man mal wirklich gefordert, alles andere ist - Achtung Wortwitz! - ein Kinderspiel. Damit Ihr nicht alles noch einmal machen müsst, wenn Eure drei Herzen verloren gegangen sind, setzt Euch das Spiel nach Eurem Ableben an einen der zahlreichen Checkpoints wieder ab. Dabei bedarf es nicht einmal einer nennenswerten Ladezeit.
Tabaluga: Grünland in Gefahr im Test.
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