Teenage Zombies

Review
Plattform
Nintendo DS
Vertrieb
Ignition Entertainment
Entwickler
InLight Entertainment
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
6
Teenage Zombies [DS , looki.de]

Gesamtwertung

78%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Teenage Zombies

Comic at its best!

Gleich ins Auge fällt der hübsche Comic-Stil, der sich wie ein Faden durch das gesamte Spiel zieht: Selbst Hilfseinblendungen werden in den typischen Comic-Boxen präsentiert und sind Teil des Levels - sie können und müssen also auch als Plattform verwendet werden. Die Konturen der Charaktere sind mit den bekannten schwarzen Strichen nachgezogen worden, hinzu kommen Cutscenes im typischen Comic-Layout. Insgesamt also ein sehr charmanter Look, mit dem Teenage Zombies hier aufwarten kann. Der Rest kann größtenteils überzeugen: Die Farbgebung ist überraschend bunt, ohne allerdings zu knallig zu sein, die Animationen sind zwar nicht sehr zahlreich, aber gehen in Ordnung. Auffallend sind noch die abwechslungsreich gestalteten Settings und Designs der Gegner: Riesenhirne und paralysierte Streber sieht man eben nicht alle Tage.

Hier, dieses Gehirndings da...

Untermalt wird das Dualscreen-Geschehen mit einer herrlich trashigen Synthesizer-Musik im Stil eines B-Movies aus den 80er-Jahren - das Ganze passt hervorragend zum Spiel an sich. Eine Synchronisation ist zwar gerade auf dem Nintendo DS keine Selbstverständlichkeit, wäre aber dennoch wünschenswert gewesen. Gern hätten wir gewusst, wie sich diese 'Gehirndinger' - nicht unsere Idee! - artikulieren. Die Effekte sind hingegen solide, aber eben auch nicht mehr. Teenage Zombies wurde übrigens ohne größere Patzer ins Deutsche übersetzt.

Qual der Bedienungswahl...

Ihr steuert die Zombies Lori, Finnigan und Zack wie gehabt mit dem Steuerkreuz des Nintendo DS durch die Szenerien - klasse: Alle drei Figuren spielen sich komplett unterschiedlich und fühlen sich auch so an. Während man Finnigan seine Wampe und die daraus resultierende Trägheit förmlich anmerkt, bewegt sich der flinke, aber halbierte Zack auf einem Skateboard fort. Lori ist hingegen eine ausbalancierte Mischung aus beiden. Kern des Spiels ist der ständige Wechsel zwischen den Charakteren, da jeder individuelle Fähigkeiten aufweisen kann, die zum Vorankommen wichtig sind - selbige gehen problemfrei von der Hand. Auch wenn manche Befehle unserer Meinung nach nicht immer ganz präzise ausgeführt werden - vor allem beim Zusammensetzen von Leichenteilen wird manche Aktion zur Geduldsprobe. Der ständig geforderte Wechsel zwischen den Charakteren sollte per Stylus geschehen - praktisch ist dies aber auf Dauer ermüdend, da nimmt man viel lieber schon mal den Daumen, auch wenn dies Abdrücke auf dem Screen hinterlässt.

Überraschend gut!

Mal ganz ehrlich: Was erwartet Ihr von einem 2D-Plattformer namens Teenage Zombies: Invasion der außerirdischen Gehirndinger? Wohl nicht allzu viel, eben genau wie wir. Doch da Vorurteile quasi stets unangebracht sind, ließ uns der Name des Spiels recht unbeeindruckt. Das Ganze sieht nicht nur aus wie ein Thrash-Horrormovie aus den 80ern, sondern spielt sich auch so. Vor allem den passenden Humor haben die Entwickler intus - dieser kommt besonders in den Comicstrip-Cutscenes gut zum Tragen. Der ständige Wechsel der Charaktere mag sich im ersten Moment etwas ermüdend anhören, ist es aber nicht - denn immer wieder müsst Ihr Euch überlegen, mit welchem Charakter Ihr wie weiterkommt - dank der stets äußerst verwinkelten Level ist dies nicht immer ganz einfach, motiviert aber vollkommen. Finnigan ist zwar träge, kann sich aber mit seinen Tentakeln an Wänden hochziehen. Die einarmige Lori ist die Größte im Kader und zieht sich an Kanten hoch, an die sonst niemand herankommt, wohingegen Zack auf einem Skateboard Schrägen und somit auch Abgründe überwinden kann. Power-Ups wie die Nagelpistole (Lori), der feurige Atem (Finnigan) oder das zum bulligen Fahrzeug transformierte Skateboard (Zack) sorgen immer wieder für Laune. Kurios: Trotz Hirnfresserei und dem Zusammenbasteln von Leichenteilen zur Regenerierung ist Teenage Zombies bereits für Kinder ab sechs Jahren geeignet - meint zumindest die USK.

Zombies bleiben draußen, alle anderen dürfen rein!

So einfach, wie es in den ersten Minuten noch erscheint, ist Teenage Zombies dann doch nicht. Die verwinkelten Level sind nicht unbedingt verwirrend, aber eben auch alles andere als einprägbar. Stets muss man überlegen, welcher Charakter an welcher Stelle zum Einsatz kommt. Löblicherweise gibt es hier und da Alternativwege, die auch für mehr als nur einen Zombie passierbar sind. Alles in allem ist Teenage Zombies auch für Anfänger machbar - wegen des eingängigen Gameplays wachsen selbige schnell in den Titel rein. Profis dürfen sich derweil den härtesten Schwierigkeitsgrad schnappen - einen von insgesamt drei. Gespeichert wird automatisch an Kapitelanfängen - keine Angst, diese beginnen oft innerhalb der gleichen Szenarien.

Fazit

Teenage Zombies: Invasion der außerirdischen Gehirndinger wird es schon alleine wegen seines ungewöhnlichen Namens nicht einfach auf dem Markt haben - aber dies zu unrecht. Der zweidimensionale Plattformer ist eine echte Charme-Bombe: Angefangen vom augenzwinkernden Humor bis zum stilsicheren Comic-Look über das Gameplay, welches Euch ein ständiges Umdenken abfordert - hier stimmt fast alles, was das anspruchslose B-Movie-Herz braucht. Schade allerdings, dass es keinerlei Mehrspieleroptionen gibt. Dennoch: Mit Lori, Finnigan und Zack lasse ich mich gern in den virtuellen Sarg legen. Da habe ich wenigstens was zu lachen.

Teenage Zombies [DS , looki.de]

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