Gesamtwertung68%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Viewtiful Joe ist zurück und passt neuerdings sogar in die Hosentasche. Mit Viewtiful Joe Double Trouble feiert der Filmfreak seinen ersten Auftritt auf dem Nintendo DS. Diesmal erhält er Unterstützung von seiner Schwester Jasmin und bedient sich nagelneuer VFX-Kräfte. In diesem Sinne kann die Action beginnen oder mit Joes Worten: Henshin a go-go Baby!
Taschen-Superheld gefällig?
Joes Schwester Jasmin dreht mit Blue einen Film über dessen alter Ego Captain Blue, einem legendären Superhelden. Als Kulisse dient ihnen der Themenpark Movieland. Jasmins Traum vom Ruhm als Nachwuchsschauspielerin verpufft jedoch schnell, denn die bösen Madow rauben den Film. Augenblicklich machen sich Joe und Jasmin daran, den Film zurückzuholen. Bald erfahren sie, dass eine mysteriöse Gestalt versucht, allen Helden ihr Heldentum zu stehlen und somit deren Kraft in sich selbst zu vereinen.
Superkräfte sind einfach 'Viewtiful'!
Das bewährte Spielprinzip der Viewtiful Joe-Serie wurde natürlich beibehalten. Weiterhin gilt es, sich mit dem Einsatz von Fäusten und Füßen durch die Stages zu kämpfen. Gelegentlich wird Joe aber auch mit kleineren Rätseln konfrontiert. Am Ende jeder Stage erwartet den Spieler ein besonders kniffliger Bosskampf. Zum Glück verfügt Joe über die sogenannten VFX-Kräfte. So kann Joe die Zeit verlangsamen und somit stärker zuschlagen, neue Schwächen bei seinen Gegnern erkennen, besser ausweichen und sogar Projektile umlenken. Neuerdings verfügt der rote Superheld über drei neue VFX-Kräfte, die alle den Touchscreen nutzen. So kann der Spieler über den Touchscreen reiben und somit diverse Objekte auf die Köpfe der Gegner fallen lassen oder den oberen Bereich des Touchscreens hin und her verschieben, um neue Gegenden erreichbar zu machen.
Mit der Kraft Slide lassen sich zudem die beiden Bildschirme vertauschen, wobei der obere Bildschirm normalerweise eine vergrößerte Ansicht des Spielgeschehens zeigt. Wird die genannte Kraft eingesetzt, befindet sich die fokussierte Nahansicht auf dem unteren Bildschirm und erlaubt Joe kräftigere Schlagkombos. Zudem können dadurch gewisse Gegner durch Berührung geschwächt und verschiedene Gegenstände manipuliert werden. Unglücklicherweise ist die Nutzung der neuen Kräfte stellenweise ein wenig unhandlich.
So ist es zum Beispiel erforderlich, gleichzeitig die rechte Schultertaste zu drücken und über den Touchscreen zu rubbeln, um den VFX-Scratch durchzuführen. Außerdem kommt ab und an ein wenig Hektik auf. Es ist schließlich nicht einfach, die Hand von den Knöpfen zu nehmen, um mit einer Fingerbewegung die Bildschirme zu tauschen, per Fingerdruck den Gegner verwundbar zu machen und anschließend geistesgegenwärtig die gewünschte Schlagkombo durchzuführen.
Ohne Fleiss kein Preis!
Dummerweise lassen sich die Spezialfähigkeiten nicht unbegrenzt eingesetzen. Die für den Einsatz notwendige Energie lädt sich zwar selbstständig wieder auf, wird während der Benutzung der VFX-Kräfte jedoch schnell verbraucht. Damit es Joe nicht ständig an Energie mangelt, kann die Länge der Energieleiste durch das Einsammeln von besonderen Videokassetten erweitert werden. Leider stehen Joe nicht alle Fähigkeiten und Moves von Anfang an zur Verfügung. Die VFX-Kräfte erlangt er nach und nach und einige der Spezialattacken müssen erst gekauft werden. Diese besonderen Angriffe, sowie zusätzliche Leben, eine Verbesserung der maximalen Lebensenergie oder ähnliches, können mit V-Punkten erstanden werden. V-Punkte werden dem Superhelden für gute Schlagkombos, den Einsatz von Superkräften oder für bestandene Bosskämpfe gutgeschrieben. Die Punkte kann man meist zwischen zwei Stageabschnitten gegen neue Fähigkeiten eintauschen. An diesen Stellen bietet sich außerdem die Möglichkeit, das Spiel abzuspeichern. Muss man das Spiel innerhalb eines Abschnittes schnell abbrechen, ist das nicht sonderlich tragisch.
Selbst innerhalb der großen Abschnitte speichert das Spiel automatisch in eine seperate Datei und das Spiel kann nahezu am selben Punkt fortgesetzt werden. Das ist zwar äußerst praktisch, macht das Spiel stellenweise jedoch auch ein wenig zu einfach. Immerhin musste man bei früheren Ablegern der Serie große Teile der Stage wiederholen, wenn der Held sein virtuelles Leben ausgehaucht hatte.
Auch am Grafikstil hat sich nichts geändert. Das typische Cel Shading kommt auch hier zum Einsatz und sorgt für gute grafische Resultate. Leider wirken die Charaktere vor allem in den Cutscenes sehr pixelig. Das sehr stimmige Gesamtbild wird dadurch jedoch kaum gestört. Auf tolle Spezialeffekte oder prächtige Explosionen muss man wohl oder übel verzichten. Auch die Geräuschkulisse sollte Kennern bekannt vorkommen. Jegliche Sounds sind mit denen aus den Vorgängern identisch. Hier wären einige neue Sounds wünschenswert gewesen, so bleibt der üble Nachgeschmack von nichts neuem. Der Soundtrack ist schon etwas abwechslungsreicher, erreicht aber keinen Ohrwurmcharakter. Dennoch ist die Untermalung durchaus stimmig und vor allem nicht aufdringlich.
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Viewtiful Joe Double Trouble im Test.
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