Gesamtwertung67%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, die Reichtümer dieser Erde in seinem Besitz zu haben? Solche Gedanken hat auch Wario, nur will der diesen Traum tatsächlich verwirklichen. Natürlich macht er das auf seine dreckige Art und betätigt sich in Wario: Master of Disguise als Meisterdieb. Ob sich der virtuelle Monetenklau als echter Spielspaß-Juwel entpuppt, zeigt unser Test. Eines ist aber sicher. Ohne Stylus geht hier gar nichts.
Wario + Zauberstab = Meisterdieb
Wario langweilt sich zu Tode, als im Fernseher eine neue Serie anfängt. Ein Graf verwandelt sich in dieser mit Hilfe eins Stabes in einen Meisterdieb. Sein Plan ist es, ein großes Schiff voller Schätze zu plündern. Da wird Wario schon etwas neidisch und zaubert kurzerhand eine Idee aus seinem dicken Schädel. Er baut sich ein Gerät, mit dem er in die Fernsehsendung eintauchen kann und überrumpelt den Hauptdarsteller. Dieser lässt seinen mächtigen Stab fallen. Wario ergreift die Chance und findet darauf heraus, dass der Stab eine eigene Persönlichkeit hat.
Stilgut, so heißt der längliche Herr, akzeptiert Wario als seinen neuen Gefährten und übergibt ihm somit die Gabe sich zu verwandeln. Der geknickte Graf verlangt das Familienerbstück zurück, hat aber keine Ahnung, dass er so beim bösartigen Wario nichts ausrichten kann. Ihm bleibt wohl nichts anderes, als zu versuchen, Wario mit technischen Tüfteleien aufzuhalten. So ist der Graf Wario immer auf den Fersen, während dieser sich fleißig bereichert und einem sagenhaften Artefakt auf der Spur ist.
Weder Schiffe, noch Museen sind sicher
Für Warios neueste Gaunereien ist der grobschlächtige Kerl auf diverse Kostüme angewiesen. Diese bekommt er durch die magischen Kräfte des Stabes Stilgut verpasst. Das Repertoire ist anfangs jedoch noch begrenzt und wird im Laufe der Zeit mit besonderen Edelsteinen erweitert.
Dann kann Wario nicht nur zum Langfinger, sondern auch zum Astronaut, Maler oder Erfinder werden. Insgesamt kann er schließlich auf acht Kostüme zurückgreifen. Der Wechsel der Maskeraden wird, wie sollte es anders sein, per Touchpen vollzogen. Dabei ist jeder Kleidung ein Symbol zugeordnet, da es zu zeichnen gilt. Das geht größtenteils problemlos von der Hand, sofern man die nötigen Symbole im Gedächtnis hat. Die verschiedenen Wario-Varianten stechen natürlich durch ihre unterschiedlichen Fähigkeiten hervor. Der Astronaut kann mit Lasern schießen, der Elektro-Wario bringt Licht in die Dunkelheit und mit dem Pirat kann man sich auch problemlos ins nasse Element wagen. Die richtige Anwendung der Kostüme führt zum Ziel, denn in Wario: Master of Disguise findet man nicht nur Jump and Run-Einlagen, sondern auch kleine Rätsel. So gilt es zum Beispiel mit dem Maler-Wario eine Kiste zu erzeugen, um eine geheime Passage zu erreichen, die nur von Erfinder-Wario gesehen werden kann. Besiegte Gegner hinterlassen zudem kleine Edelsteine, mit denen die verschiedenen Maskeraden an Kraft gewinnen.
Karneval a la Wario
Und was ist nun mit den versprochenen Schätzen? Die sackt Wario ständig ein. Immer wieder findet man im Spiel Schatztruhen. Diese gilt es aber erst zu knacken, bevor man sie plündern darf. Um die jeweilige Schatzkiste erfolgreich zu öffnen, muss ein kurzes Minispiel absolviert werden. So sollen unter Zeitdruck Käfer zerquetscht, Bilder ausgemalt oder Linien nachgezeichnet werden. Misslingt es die Aufgabe angemessen zu erfüllen, bekommt Wario schaden, kann aber weiter versuchen die Truhe zu knacken. Am Ende jeden Levels feiert der geknickte Graf seinen Auftritt und verlangt von Wario seinen Stab zurück. Da der Graf reichlich technische Gerätschaften zur Verfügung hat, entwickelt sich eine solche Auseinandersetzung immer zu einem Bosskampf. Auch in diesen ist der passende Einsatz der Wario-Varianten gefragt. Stilgut leistet jedoch Hilfe und zeigt mit Symbolen, welche Verkleidung für die jeweilige Situation passend wäre. Nicht ganz angemessen ist hingegen die Optik von Wario: Master of Disguise. Wario ist zwar kein besonders hübscher Zeitgenosse, ein wenig hübscher hätte man ihn aber dennoch in Szene setzen können. Dabei ist nichts daran auszusetzen, dass das Spiel ausnahmslos zweidimensional gehalten ist. Das Problem liegt vielmehr in den Levels. Diese wirken oft nämlich etwas starr und bausteinartig. Immerhin hat Wario ein paar nette Animationen spendiert bekommen.