Gesamtwertung60%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Es herrscht Krieg! Patronenhülsen fallen zu Boden, Granaten fliegen durch die Luft, Dynamit sprengt ganze Landstriche und mitten in diesem turbulenten Kampfgeschehen befindet sich ein Haufen Regenwürmer. Worms: Open Warfare führt die Worms-Reihe zurück zu ihren zweidimensionalen Wurzeln und verspricht jede Menge portablen Spielspaß.
Jetzt heißt es Hand anlegen
Wie eh und je treten bei Worms: Open Warfare mehrere Teams der Würmer gegeneinander an. Im Regelfall gilt es, die anderen Teams zu eliminieren und als einziger zu überleben. Die Matches sind in zeitlich begrenzte Spielzüge gegliedert. Kommt eine Waffe zum Einsatz oder wird das Zuglimit überschritten, endet der Zug automatisch. Der strategische Aspekt begrenzt sich jedoch nicht einzig auf die Wahl der Waffen. Durch den exzessiven Gebrauch des Arsenals verändert sich auch das vorhandene Festland. Dadurch lässt sich zum Beispiel Deckung sprengen oder ein feindlicher Wurm untergraben. Zudem sind die winzigen Würmer nicht in der Lage zu schwimmen, so dass der Kontakt mit Wasser selbst für den fittesten Wurm auf der Stelle tödlich ist. Weitere taktische Vorteile können die auf der Karte befindlichen Minen und explosiven Fässer bringen. Außerdem erscheint auf dem Schlachtfeld gelegentlich Nachschub in Form von Medikits und Waffenkisten, den man sich möglichst schnell sichern sollte.
Die Grundprinzipien der Steuerung haben sich trotz Touchscreen kaum verändert. Die Würmer werden wie gewohnt per Steuerkreuz bewegt und erhalten ihre Befehle zum Schießen oder Springen über den entsprechenden Tastendruck. Allerdings können seit neuestem Waffen und Gegenstände über den Touchscreen ausgewählt werden, so ist es nicht mehr nötig, wertvolle Zeit auf die Waffenwahl zu vergeuden. Der Touchscreen zeigt außerdem eine Übersichtskarte des Schlachtfeldes und ermöglicht somit eine schnelle Auswahl des auf dem oberen Bildschirm angezeigten Bildauschnitts.
Ein geteilter Wurm ist nur noch ein halber Wurm!
Neben einem kurzen Tutorial und dem normalen Spiel gegen bis zu drei Computergegner bietet Worms: Open Warfare so genannte Herausforderungen. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um normale Deathmatches, wobei die Gegner von Spiel zu Spiel stärker werden. Wer auf abwechslungsreiche Missionen gehofft hat, wird sicherlich enttäuscht sein. Auch sonst lässt die Optionsvielfalt, vor allem im Vergleich mit früheren Spielen der Serie, zu wünschen übrig. Zwar können weiterhin eigene Teams erstellt werden, die Individualität dieser beschränkt sich jedoch auf Team- und Wurmnamen, sowie der Auswahl eines Grabsteines. Die sehr beliebten verschiedenen Sprachsets können nun nur noch vor dem Match eingestellt werden und beziehen sich auf alle teilnehmenden Mannschaften. Die Waffenvielfalt wurde auch gekürzt. Auf beliebte und ausgefallene Waffen wie zum Beispiel die 'Heilige Handgranate' oder den 'Rinderwahnsinn' muss man Wohl oder Übel verzichten. Gerade diese Einschnitte werden Fans sicherlich mit Bedauern aufnehmen.
...suche Würmer, zum bekämpfen und Spaß haben
Angesichst der eintönigen Herausforderungen ist offensichtlich, dass Worms: Open Warfare eher auf das Vergnügen mit Freunden ausgelegt ist. Daher können bis zu vier Personen an einem einzigen Nintendo DS gegeneinander antreten. Einfacher und schneller geht es wohl kaum. In lobenswerter Weise können auch bis zu vier Spieler mit nur einer Version des Spiels an einer Partie teilnehmen. Dadurch sind auch alle vier Teilnehmer in der Lage, das Spielgeschehen voll und ganz zu verfolgen.
Die Spiele der Worms-Reihe hatten immer schon einen Hang zu witzigen Details und einem comicartigen Grafikstil. Leider müssen bei Worms: Open Warfare auch an dieser Stelle kleine Abstriche gemacht werden. Zwar ist das Gesamtbild gut, doch sind die Explosionen schmucklos und sowohl die Würmer, als auch die Landschaft wirken recht pixelig.
Zwar glänzte Worms noch nie durch tolle Grafik, dennoch wäre im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Nintendo DS mehr möglich gewesen. Umso schlimmer, dass es während der Berechnungen der KI gelegentlich zu Rucklern kommt. An dieser Stelle sei auch das ab und an auftretende suizidale Verhalten der Computergegner erwähnt. Auch hier bietet sich Raum für Verbesserungen. Die Hintergrundmusik untermalt das Spielgeschehen angemessen. Sie ist weder sonderlich auffällig, noch nervig. Die Soundkulisse kann insgesamt durchaus überzeugen.