Gesamtwertung52%/10 |
GrafikAusreichend SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Die X-Men-Comics sind schon lange Kult, die drei Filme über die Mutanten lockten zahlreiche Besucher in die Kinosäle und auch im Bereich der Videospiele sind die außergewöhnlichen Lebewesen schon seit längerem aktiv. Der Nintendo DS ist hingegen Neuland für die X-Men und so machen sie mit X-Men: The Official Game ihre ersten Schritte auf Nintendos erfolgreichem Handheld.
Die Story von X-Men: The Official Game ist zwischen dem zweiten und dem dritten Kinofilm angesiedelt. Lady Deathstrike, welche im zweiten Film von Wolverine unschädlich gemacht wurde, ist entgegen dem Glauben der X-Men noch am Leben und hat offensichtlich nicht vor, sich noch einmal besiegen zu lassen. Sie verbündet sich mit dem Silver Samurai, um einen teuflischen Plan durchzuführen, den der mutantenfeindliche Colonel William Stryker vor seinem Tod ersonnen hat. Es ist folglich nicht verwunderlich, dass die X-Men sich daran machen, die beiden zu stoppen. Überraschenderweise bitten sie jedoch auch ihren Widersacher Magneto um Hilfe, der im Team nicht unbedingt willkommen ist. Im Übrigen ist Magneto exklusiv auf dem Nintendo DS spielbar, in anderen Versionen des Spiels muss das Team ohne seine besonderen Kräfte auskommen.
Mutiertes Hack and Slay-Gameplay
Das Spielprinzip ist denkbar einfach und erinnert ein wenig an das Hack and Slay-Genre. Aus der Vogelperspektive bewegt der Spieler den Helden mit Hilfe des Steuerkreuzes über die Karte und erteilt mit einer simplen Berührung der Gegner oder diverser Gegenstände mit dem Stylus den Angriffsbefehl. Dabei unterscheiden sich die Attacken der verschiedenen Mutanten selbstverständlich. So schlägt Wolverine aus nächster Nähe mit seinen Klauen nach den Gegner, während Iceman mit Eissplittern schießt. Magneto hingegen hat keine direkte Angriffsfähigkeit, er kann stattdessen große Gegenstände bewegen und mit diesen seine Gegner ausschalten. Da jeder der Charaktere jedoch seine Schwächen hat, ist es sinnvoll zwischen den Teammitgliedern zu wechseln. Ein simpler Druck auf eine der Schultertasten genügt, um augenblicklich zwischen den Mutanten umzuschalten. Zusätzlich füllt sich eine besondere Energieleiste, wenn das Team Gegner ausschaltet. Durch Antippen des Charakters wird diese Energie für eine Spezialfähigkeit genutzt. So regeneriert Wolverine Lebensenergie, Magneto kann besonders große Objekte aus dem Weg räumen und Nightcrawler kann sich teleportieren. Die Missionsziele sind eher simpel gehalten. So müssen zum Beispiel alle Gegner getötet, ein bestimmter Charakter ausgeschaltet oder Bomben entschärft werden. Kann der Spieler einen Level besonders erfolgreich absolvieren, so winkt als Belohnung eine Erweiterung der Lebensenergieleiste oder der Leiste für die Spezialfähigkeiten. Hin und wieder wird der recht triste Story-Modus im Übrigen durch kleine Videosequenzen aufgelockert. Eine Augenweide sind diese aber mit Sicherheit nicht.
Alles andere als anziehend
Für zusätzlichen Spielspaß sollen drei weitere Spielmodi sorgen. Im Modus 'Score Attack' gilt es, einen im Story-Modus bereits absolvierten Level mit möglichst hoher Punktzahl abzuschließen. 'Survival' ähnelt dem normalen Story-Modus, mit der Ausnahme, dass das Spiel sofort bei dem K.O. eines der Teammitglieder endet. Zu guter Letzt gibt es noch den 'Boss Rush'. Hier kämpft der Spieler nacheinander gegen sämtliche Bosse aus dem Hauptmodus. Die Modi sind jedoch nicht von Anfang an verfügbar und werden im Laufe des Spiels freigeschaltet.
Die Grafik ist eine Mischung aus einem zweidimensionalen Hintergrund und dreidimensionalen Charakteren und Objekten. Leider kann die Grafik nicht wirklich überzeugen, denn die Hintergründe sind karg und detailarm, während die Charaktere sehr pixelig wirken. Auch die Animationen erscheinen sehr abgehackt. Die Soundqualität ist recht gut und die Hintergrundmusik passt sich gut in die Atmosphäre ein, dennoch sind Lieder und Soundeffekte nicht sonderlich abwechslungsreich.