Britneys Dancebeat

Review
Plattform
Nintendo Game Boy Advance
Vertrieb
THQ
Entwickler
THQ
Erscheinungsdatum
-
Genre
Simulation
USK
0
Britneys Dancebeat [GBA , looki.de]

Gesamtwertung

77%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Sehr gut

Britneys Dancebeat

„Britney Spears“ ist ein Kultobjekt. Das kann einem nun gefallen, oder auch nicht. Aber so ist es. Vorbild vieler Mädchen und der unanständige Traum vieler Jungs. Die Mischung zwischen dem unschuldigen Gesicht, manche würden auch sagen „Dackelblick“, und dem gar nicht so unschuldigen Körper kommen einfach an und füllen Konzerthallen. Nun gut, wegen der Musik geht vielleicht auch jemand rein. Aber nichts desto trotz, ist es die massive Beliebtheit der Pop-Prinzessin, die dazu führte, dass „Britneys Dancebeat“ entstanden ist.

Worum geht’s ?

Hierbei handelt es sich, wie schon der Titel vermuten lässt, um ein Tanzspiel. Vergleichen lässt es sich mit „Parappa the Rapper“, obwohl es sich bei dem Spiel um den rhytmischen Hund um ein Rap-Game handelt. Das Prinzip bleibt das Gleiche. Im Spiel gibt die PS2 eine Tastenfolge vor und man muss als Zocker Reaktionsvermögen und Nerven beweisen, um mit den Fingern der Vorgabe auf dem Pad zu folgen. Aber warum sollte man das machen ? Nun Britney braucht dich, denn sie geht auf eine neue Tournee und sucht neue Tänzer. Und genau du könntest das Zeug dazu haben. Ja. Genau du. Dies vermittelt einem jedenfalls das kurze Intro, in dem Britney zu dir spricht. Naja, Motivation ist ja schon mal gegeben.

Wie werde ich Tänzer ?

Was für eine Frage. Eigentlich sind wir ja alle Tänzer. Bei den einen sieht es gut aus, richtig geschmeidig, bei den anderen rücken das „Technische Hilfswerk“ und das „Deutsche Rote Kreuz“ an, um schlimmeres zu verhindern. Aber wie bei so vielen Dingen, macht die Übung erst den richtigen Meister und das sollte auch hier beherzigt werden. Ideal bietet sich dafür der „Trainings“-Modus an. Hier kann man zwischen insgesamt 6 Protagonisten entscheiden. Drei davon sind weiblich und die drei anderen, na ja, gehören, rein biologisch gesehen, zum männlichen Geschlecht. Nachdem man sich für einen entschieden hat, kann man zwischen insgesamt 5 Liedern wählen, zu denen man Üben kann. So gesehen ideale Trainingsbedingungen, denn mehr als die 5 Hits wurden dem Spiel nicht spendiert. Aber man kann es auch positiv sehen: Wenn man später beim Vortanzen ist, kann einem schon mal keine böse Überraschung mehr blühen. Moralisch unterstützt wird der Spieler dabei von der original Stimme von Britney Spears. „You can do better“, „Oh, that was hard“, „That was pretty cool“, „I think, we got to work on this“.

Oops, ich bin Tänzer

So, ihr seid bereit; bereit für das Vortanzen. Auch hier müsst ihr euch für eine der Figuren entscheiden. Danach müsst ihr in 10 Leveln, die nach und nach immer schwieriger werden, zeigen, was ihr könnt. Dabei sind die ersten 5 Level mit leicht gekürzten Liedern und die letzten 5 Stages in voller Länge. Zwischendrin kann immer gespeichert werden. Trotzdem ist das ganz bestimmt kein Zuckerschlecken. Der Spieler tretet hierbei immer gegen einen anderen Tänzer an. Wie schon gesagt, es ist wichtig, dass man möglichst viele richtige Tastenkombinationen, also Kombos, hintereinander macht.

Bei genügend Kombos kann man dem Gegenspieler das Leben verflucht schwer machen, da dann plötzlich vom eigenen Screen Buttons verschwinden und beim Gegner urplötzlich auftauchen. Trifft er die nicht, wird seine Komboreihe unterbrochen und er verliert Energie. Das Ziel ist, genügend Energie auf der eigenen Seite zu sammeln. Der Buttonscreen für den Spieler ist rund und die zu drückenden Knöpfe sind im äußeren Rand des Kreises angeordnet. Wann welcher Button zu drücken ist, entscheidet ein Balken, der sich im Uhrzeigersinn bewegt. Die wichtigsten Tasten sind Kreis, Viereck, Dreieck und das X. Dazu kommen in höheren Leveln auch die Richtungstasten auf der Innenseite des Buttonscreens oder sie treten in Kombination mit den Buttons im äusseren Rand des Buttonscreens auf. Kurz gesagt: Man hat viel zu tun und das macht Spaß. Meiner Meinung nach ist es die beste Umsetzung dieser Thematik und richtig clever. Zwar kann man nicht zu zweit ins Vortanzen gehen, aber wer mal seinem Freund zeigen möchte, wie man das Tanzbein schwingt, kann das in einem separaten 2 Spieler-Modus tun.

Grafik & Sound

Die Grafik wirkt gut und macht auch beim näheren betrachten einen anständigen Eindruck. Was auch hervorsticht sind die schönen Musikvideos, die im Hintergrund auf einer Leinwand mitlaufen beim Vortanzen. Die Level sind cool und fantasiereich gestaltet. Die Animationen sind auch gut gelungen, wirken aber nach einer gewissen Zeit etwas langweilig, da sie sich immer wieder wiederholen und auch keine Abstufung in der Qualität des Tanzes kennen. Entweder tanzen sie super oder total schlecht. Da hätte man sich mehr einfallen lassen können.

Der Ton kommt sauber und gut, aber die SFX sind etwas spärlich, was aber nicht negativ auffällt. Die Musik hätte etwas abwechslungsreicher sein können, da „Baby, one more time“, „Oops, I did it again“, „Stronger“, „Overprotected“ und „I´m a slave 4 u“ nach dem häufigen Spielen recht eintönig sein können. 10 Lieder hätten mindestens dabei sein müssen.

Zusätzliches Material & Optionen

Für die Fans gibt es noch ein zusätzliches „Schmankerl“. Wenn man im Vortanzen eine bestimmte Anzahl an Punkten erreicht für erfolgreiches beenden einer Stage, bekommt man „Backstagepässe“. Damit kann man in den Bonusbereich gehen und sich insgesamt 6 Backstagefilme oder, jetzt kommt das Schöne, 5 „Multi-Angle“ Konzertvideos ansehen. „Multi-Angle“ bedeutet, dass man sich mit Hilfe des Controllers um 360 Grad umsehen kann. So muss Zusatzmaterial aussehen. Daran können sich auch die Großen im Geschäft ein Beispiel nehmen. Und wer keine Lust mehr hat und sich einfach mal berauschen lassen möchte, kann sich auch die fünf Songs in Kombination mit einem von den 6 Tänzern vortanzen lassen...

Die Optionen bieten kaum was Äußergewöhnliches, sind aber solide gemacht. 16:9 fehlt, aber dafür gibt es eine Unterstützung für die Tanzmatte, die man sich als zusätzliche Hardware für die PS2 holen kann.

Fazit

Wie sagte mein Lehrer immer zu meiner Mutter: „Ihr Sohn hat Ambitionen, sollte allerdings lernen, diese umzusetzen.“

Dies trifft auch auf Britneys Dancebeat zu. Das Game hat eine coole, poppige Aufmachung, eine sehr gute Umsetzung der Steuerung und des Buttonscreens. Dazu gibt es ein paar schöne Videoclips für Fans. Wenn man dann das Spiel aber mal objektiv betrachtet, merkt man ziemlich schnell, dass es aber am Umfang happert. Hat Britney Spears wirklich nur 5 gute Lieder herausgebracht? Warum gibt es keinen Replay-Mode? Warum haben die Tänzer immer nur die selbe Animationsreihe? Fragen über Fragen, aber ändern kann man leider nichts mehr daran. Was bleibt zum Schluss übrig? Ein absolutes „Muss“ für Fans und für den Rest gibt es ein cooles Partygame, mit einem ordentlichen Schwierigkeitsgrad, sofern man sich mit der Musik anfreunden kann. Für die Spieler, die sich nicht sicher sind, wäre ein Anspielen vor dem Kauf angebracht.

Britneys Dancebeat [GBA , looki.de]

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