Gesamtwertung84%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Am Anfang gab es Mario, später kam Sonic dazu, dann kam lange nichts. Als aber die Playstation auf den Markt kam, dachte man sich bei Sony, dass dieser ein Maskottchen auch gut zu Gesicht stünde. Also engagierte man Naughty Dog und heraus kam Crash Bandicoot. Lest in unserem ausführlichen Review nach, ob dessen zweites GBA-Abenteuer, das von Vicarious Visions entwickelt wurde, zu überzeugen weiß.
Innovate dont imitate?
Das Leben eines Jump n Run Helden ist nicht gerade einfach. Da besiegt Crash den bösen Dr. Neo Cortex und verbannt ihn ins All, drängt sich auch gleich wieder eine noch viel größere Bedrohung in den Vordergrund. Die Rede ist von UkaUka. Dieser hat mit Dr. N. Tropy und N-Trance einen Plan erarbeitet, um die Herrschaft im Universum zu erlangen. Dieser soll mit Hilfe von Crashs Schwester und Crunch verwirklicht werden. Doch Crashs Schwester und Crunch sind eigentlich alles andere als Böse.
Daher werden sie von N-Trance hypnotisiert und zu gefährlichen Gegenspielern für Crash gemacht. Die Aufgabe der sympathischen Beutelratte besteht nun also darin magische Kristalle einzusammeln, damit das Universum gerettet werden kann und gleichzeitig die eigenen Freunde zu befreien. Zugegeben, die Story trieft mal wieder nur so vor Klischees, aber andererseits ist dies ja beinahe schon Pflicht in diesem Genre. Ebenfalls genretypisch sind Crashs Bewegungen. Wie im Vorgänger springt und wirbelt Crash durch die Levels, zerschmettert dabei unzählige Kisten mit Extras und kann nun, im Vergleich zu seinem früheren GBA-Abenteuer, neuerdings auch rutschen und einen Sprung im Sprung ausführen. Neue oder verbesserte Moves bekommt Crash dabei meist nach dem Besiegen eines Zwischengegners. Allesamt aber keine revolutionären Neuerungen, sondern vielmehr sinnvolle Ergänzungen, die man sich bei der Konkurrenz abgeschaut hat. Eure Aufgabe besteht stets darin, die in den Levels verstreuten magischen Kristalle einzusammeln und mit deren Macht dem Treiben UkaUkas ein Ende zu setzen.
Bei der Levelsauswahl wird dem Spieler, so weit möglich, freie Wahl gelassen. Wie man es bereits aus früheren Teilen der Serie kennt, bewegt man den Protagonisten auf einer Übersichtskarte und wählt die verschiedenen Levels an. Damit man nicht Welten betritt, die man auf Grund fehlender Moves nicht schaffen kann, benötigen einige davon bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. So ist das Spiel einerseits zwar linear, lässt dem Spieler dabei aber zumindest eine kleine Freiheit bei der Levelwahl. Neben den gewohnten 2D-Abschnitten muss Crash allerdings auch einige Minispieleinlagen überstehen. So gilt es beispielsweise, in einem Mode7-Pseude3D-Abschnitt, Haien auszuweichen oder aber auf einem fliegenden Teppich in Shooter-Manier, Gegner aus dem Weg zu räumen. Das Gameplay ist dabei sehr kurzweilig ausgefallen. A propos kurz: Leider ist die Spieldauer eines der Hauptprobleme von Crash Bandicoot 2: N-Tranced. Selbst unerfahrene Spieler dürften in 4-5 Stunden den Abspann sehen.
Dann sind zwar längst nicht alle Level in Bestzeit geklärt worden, aber immerhin das eigentliche Spielprinzip bewältigt.
Einziges Trostpflaster für die kurze Spieldauer ist der sehr gelungene Mehrspieler-Modus. Selbst an eine Verlinkung mit dem Vorgänger, um die dort frei gespielten Multiplayer-Charaktere, inklusive Bonuslevel zu importieren, haben die Entwickler gedacht. Der Multiplayer-Teil ist dabei ebenfalls sehr abwechslungsreich. Mit einem Freund, der ebenfalls ein Crash Bandicoot 2Modul benötigt, habt Ihr die Möglichkeit Euch ein Rennen zu liefern oder, ähnlich wie in Super Monkey Ball, in einer Kugel zu bekämpfen.
Grafisch gehört der zweite Handheld-Auftritt der Beutelratte definitiv zur Oberklasse. Die Animationen sind allesamt butterweich und die Levels sind sehr detailliert und bunt ausgefallen. Die Unterscheidung der Levels in einzelne Themengebiete ist den Entwicklern sehr gut gelungen. Auch die Mode7-Technik, die in einigen Levels zum Einsatz kommt, weiß sehr zu gefallen. Trotz der Grafikpracht gerät das Spiel aber zu keiner Zeit ins Stocken. Soundtechnisch bewegt sich Crash Bandicoot 2: N-Tranced im gehobenen Mittelfeld.
Die Sound- und Musikeffekte sind alle nicht schlecht, wären aber sehr viel besser möglich gewesen. Man denke dabei nur mal an die wunderschönen Melodien eines Golden Sun oder auch an einige Ohrwurmmelodien aus der Mario-Reihe. All dies sucht man hier vergeblich, wobei die Musik in Crashs neuesetem Abenteuer trotzdem als gelungenn zu bezeichnen ist. Die restlichen Soundeffekte, sei es nun das Zerschlagen einer Kiste oder Crashs Wirbelgeräusch, wirken alle sehr passend aber auch hier hat man den Eindruck, dass man aus den Lautsprechern mehr hätte rausholen können.
Crash Bandicoot: N-Tranced im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Vicarious Visions?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.