Duel Masters 3: Shadow of the Code
Einleitung....
Weltweit gibt es mittlerweile sehr viele sogenannte Card Games, die man sowohl real als auch virtuell spielen kann. Dabei ist die Yu-Gi-Oh Serie der wohl momentan bekannteste Vertreter. Allerdings ist er bei weitem nicht allein auf weiter Flur. Weltweit gibt es weitere Serien, die sich großer Beleibtheit erfreuen. Dazu gehört unter anderem die Duel Masters Serie, die mittlerweile auch schon einige Decks und Evolutionen hinter sich hat. In Deutschland geht das ganze mittlerweile in die 3.Runde was die virtuelle Umsetzung für den GBA angeht. Interessant finde ich dabei überregionale Unterschiede, die es wohl so recht selten gibt. Speziell was die Unterschiede zwischen der japanischen und der US sowie Dt. Version des aktuellen Titels angeht. Laut Publisher bietet die dt. Version hier z.b. einen leichteren Schwierigkeitsgrad, sowie wesentlich mehr Karten, was in einem Spiel wie diesem eine Menge ausmacht. Doch bleiben wir schön bei den deutschen Versionen und schauen welche Unterschiede oder Neuerungen der aktuelleste Vertreter - Shadow of the Code zu bieten hat.
Menus und die Story....
Entwickler Mistic bleibt zumindest bei den Rahmenbedingungen bei der gewohnten Qualität. Auch Shadow of the Code bietet deutsche Texte, einen Batteriespeicher sowie einen Multiplayer zum Spielen und Tauschen. Für den deutschen Markt findet man zudem wieder echte Duel Masters Karten in der Spielepackung, wenn auch in diesem Jahr nur derer 5. Schade finde ich das man mit dieser Version auf den sehr edlen Prägedruck auf der Verpackung verzichtet hat. Machte doch irgendwie was her. Aber gut, es gibt schlimmeres. ;-) Neues gibt es dagegen in Sachen Story, die zudem um die Möglichkeit erweitert wurde in die Welt der Kreaturen aus Duel Masters einzutauchen. Alles startet diesmal damit das Ihr als legendärer Duel Master nach Hause kehrt und überall umworben werdet. Interviewwünsche, Sponsoren und allerorten Hochachtung vor euren Leistungen als Duel Master. Mal was anderes als sich immer wieder als Rookie hoch zu arbeiten. ;-) Allerdings trübt schnell der Umstand das euer Freund Shobu verschwunden ist die Rückkehr. Um ihn nun wieder zu finden müßt Ihr erneut eure Fähigkeiten unter Beweis stellen um einen legendären Code zu bekommen.
So könnt Ihr diesen Code im Spielverlauf bei bestimmten Erfolgen durch Fragmente vervollständigen und erhaltet Zugriff auf die Kreaturenwelt. Nur so kommt Ihr eurem Freund Shobu auf die Spur. Nett gemacht, aber auch hier wieder mehr Mittel zum Zweck. Denn was sich schnell zeigt ist die Tatsache das Mistic das eigentliche Gameplay, und damit das Thema Karten moch mehr vertieft hat. Landet Ihr auf dem Hauptmenu dürft Ihr unter dem Menupunkt Spielen ein neues Spiel starten oder ein gespeichertes fortsetzen. Optionen in dem Sinne findet man erst später im eigentlichen Spiel und dem Pausenmenu, das wieder über den Pocket Gizmo umgesetzt wird. Die Optionen lassen euch angefangen beim Hintergrundthema der Bildschirme die Soundeffekte anpassen oder auch das leidige Thema Text und Spielgeschwindigkeit. Neben dem Spielstart und dem Fortsetzen findet man wieder den berühmten Duel Raum, der aber erst nach dem ersten Durchspielen freigeschaltet wird und euch freien Zugriff auf alle Karten, Gegner und Decks bietet. Wobei man hier auch gegen sich selber spielen kann. Doch bis dahin vergehen im Hauptspiel erneut mehr als genug Stunden. Weiterhin findet man den Multiplayer und das Tutorial auf dem Hauptmenu. Gerade das Tutorial ist einer der wichtigsten Punkte vor allem für Neueinsteiger. Auch wenn ich mich wiederhole, das Duel Masters Gameplay ist mit seinem ganzen Tiefgang alles andere als schnell zu erlernen.
Technik und Gameplay....
Beginnt Ihr ein neues Spiel startet auch die Story, die sich eurer Ankunft in der heimatlichen Stadt beschäftigt. Dabei könnt Ihr zu Beginn aus 2 sogenannten Deck Modi wählen. Einmal wird euch ein vorgefertigtes Deck spendiert, während die zweiten Variante erst von euch selber zusammengestellt wird. Nicht umsonst steht in Klammern auch Leicht und Schwer. Neu sind nun z.b. zahlreiche Story Bildchen, die über den Pocket Gizmo gespeichert werden. Ihr bekommt zudem neue Karten Sets und die Grundlagen erklärt. Es dauert schon eine kleine Weile bis man selber in der Stadt agieren kann. Grundlage bildet hier eine von mehreren Locationkarten, über die Ihr einzelne Bereiche anwählen könnt. Im Falle der Stadt stehen euch aber nur wenige Orte zur Verfügung und vieles muß erst freigeschaltet werden, ehe man dort loslegen kann. Dabei ist auch Shadow of the Code wie seine beiden Vorgänger eingeteilt. Das heißt das Gameplay selber besteht aus einem Adventure Teil, in dem Ihr euch frei durch die einzelnen Locations bewegt und neben Personen die verschiedensten Orte besuchen könnt. Angefangen beim Kartenladen, der euch neben Infos auch nochmal den Charakter Knight zuteilt und euch das Tutorial vor allem zu neuen Inhalten näher bringt. Denn neben den Grundlagen des Themas Decks ist vor allem in Sachen Karten und derer Anzahl einiges dazu gekommen. Entgegen dem Vorgänger startet Ihr je nach gewähltem Deck Modus mit 1 Deck, das auch dauerhaft zur Verfügung steht. Erneut eingeteilt in 5 grundlegenden Klassen wie z.b. Finsternis, Feuer oder Wasser sind so auch die Karten in den Decks aufgeteilt. Die Auswahl aus allen 5 Klassen habt Ihr hier wieder nicht. Wer also eine spezielle Klasse bevorzugt muß unter Umständen erst langwierig sein Deck umgestalten. Dazu dienen wieder die speziellen Läden und z.b. die Möglichkeit viele Charaktere einfach anzusprechen.
Wobei das Spiel auch einen neuen Aspekt in Sachen Regeln mit einbringt, der mehr Arbeit an euren Decks erfordert. Zahlreiche Turniere die euch im Verlauf erwarten bestehen auf diversen Regeln. Nur wenn man diese einhält wird man zugelassen. Punkten kann das Spiel für eingefleischte Duel Masters Cracks in Sachen Kartenmenge. Alle 600 Karten aus den bislang erschienenen Editionen sind im Spiel enthalten, auch die wertvollen Super-Rare Karten. Mit dabei sind auch 120 US-Karten (Set DM-03 und DM-05), die bislang nicht auf Deutsch erschienen sind. Zu Beginn des Spiels stehen euch wenn man so will 57 Karten von 600 zur Verfügung. Da verblaßt selbst das Pokemon Sammelprinzip in Sachen Quantität. ;-) Im Vergleich dazu bietet z.b. die japanische Variante des 3er nur 395 Karten. Von daher wird hier also mehr geboten. Somit sind alle Basis- und Erweiterungs-Karten der Sets DM-01 bis DM-08 im Spiel enthalten. Einmal organisiert geht man nun das Gameplay selber an. In der bekannten Third Person Sicht, die sich im Vergleich um Vorgänger eigentlich garnicht geändert hat wandert man nun durch die anfangs möglichen Locations der Stadt. Dabei trifft man auf verschiedene Charaktere mit denen man zum einen Reden kann, oder eben ein Duel starten kann. Just for Fun oder auch um eine Karte des Besiegten zu bekommen. Neu ist eben jetzt das Ihr in den Locations hier und da auf Kreaturen treffen könnt, die man sonst nur von den Karten selber kennt und so das Thema Story immer ein wenig voran treiben. Die größten Sprünge im Spiel macht man allerdings bei der Teilnahme an den verschiedenen Turnieren. Es gibt kleinere lokale Turniere und auch große an denen Ihr teilnehmen könnt. Wie schon erwähnt werden euch vorher die aktuellen Regeln erklärt. Welche Kartentypen z.b. nicht zugelassen sind oder welche Klassen Ihr entfernen müßt. Das bringt ab und zu neue Würze in das Gameplay, da man seine eigenen Strategien mangels Karten umstellen muß. Ein bißchen vergleichbar mit den Kampfcamps in Pokemon Smaragd, wo man ja auch mit gestellten Pokemon völlig anders kämpfen mußte.
Das Spielprinzip selber hat sich nicht geändert und bleibt auch im dritten Teil eine Wissenschaft für sich, will man alle Aspekte begreifen. Hier garnicht so schlecht das man als Redakteur schon 2 Versionen hinter sich hat. ;-)) Trefft Ihr auf einen Gegner geht es zunächst in einem Münzwurf darum wer anfängt, was mit der Zeit schon wichtig werden kann. Danach zieht der erste seine Karten. Wiegesagt läuft hier alles Rundenbasiert ab. Neu ist eine etwas schlankere Anzeige im Vorberreitungsmenu, was hier bedeutet das nicht mehr alle Anzeigen direkt im Bild sind, sondern per Select zugeschaltet werden können. Seid Ihr am Zug habt Ihr 5 Karten aus eurem Deck die Ihr theoretisch benutzen könnt. Dazu muß man seine Karte(n) in den sogenannten Mana Bereich ziehen. Extra dafür steht ein ganz spezieller Bildschirm zur Verfügung, der erstmal nur zur Vorberreitung gehört. Mana ist hier nichts anderes als Geld womit Ihr eure Kreaturen und Zauber bezahlt. Einfach so ziehen ist also auch nicht. Karten im Manabereich, seien es Zauber oder Kreaturen benötigen zum Aktivieren und Beschwören im Falle der Kreaturen eine gewisse Menge an Mana und man kann Mana sammeln oder sobald möglich seine Karten einsetzen. Einfaches Beispiel sind Kreaturen Karten die z.b. eine Zahl 2 auf sich abbilden. Diese Zahl gibt den Manawert an, den Ihr haben müßt um die Karte zu aktivieren. Jetzt kommt der eigentliche Bildschirm zum Tragen. Habt Ihr eine Kreaturenkarte ausgewählt und beschwört diese gelangt man zum finalen Kampfbildschirm. Hier stehen sich beide Gegner als kleine Personen gegenüber und haben vor sich jeweils 5 kleine Blocker. Ziel ist es eigentlich diese 5 Blocker weg zu bekommen um dann den Gegner dahinter angreifen zu können. Das ist dann nämlich ein Sieg. Jetzt kommt aber die mehr als reichhaltige Taktik in's Spiel.
Über 2 Reihen kann man theoretisch 6 Kreaturen beschwören und aufstellen. Jede hat eine andere Fähigkeit und gehört zu verschiedenen Wertigkeiten und Klassen. Es gibt z.b. Feuer und Wasser Kreaturen, die bei entsprechenden Gegnern auch entsprechend Wirkung haben. Alle ausgestattet mit einer HP Anzeige ist bei einem direkten Aufeinandertreffer das Gesetz des stärkeren am Zuge. Greift Ihr also eine Kreatur mit 1000 HP an und eure Kreatur besitzt 2000 ist der Sieger klar. Nun könnte man sagen wer zuerst dran ist sollte leicht gewinnen weil er immer einen Zug Vorsprung hat. Wenn es nur so einfach wäre. Die Taktik ist immens wichtig in diesem Spiel. Vor allem die Zauberkarten haben hier einen großen Einfluß. Das beginnt bei automatischer Rücknahme einer Kreatur beim Gegner und reicht bis zur vollständigen Vernichtung der gesamten Kreaturen auf dem Kampfbildschirm. Dazu eben das Thema Mana sammeln. Ihr seid ja nicht gezwungen jede Runde irgendwas zu aktivieren oder zu Beschwören. Stärkere Kreaturen brauchen einige Runden ehe sie möglich sind und manch Kampf der eigentlich entschieden scheint, kann eine komplette Wendung nehmen. Etwas das mir seit Teil 1 gut gefallen hat. Man könnte das Spielprinzip und die taktische Anwendung noch wesentlich tiefer erklären. Nachdem man anfänglich kaum durchblickt erkennt man mit der Zeit das System und auch ein Neuling in der Szene hat mit dem Spiel seinen Spaß, wenn er auf Rundenbasierte Card Games steht. Auch wenn man anfangs immer wieder Lehrgeld zahlt. Vor allem kann aber im gesamten die Spielzeit überzeugen. Denn die Kämpfe können durchaus lange dauern, da auch allein die Vorberreitung viel Zeit weg nimmt. Selbst Comebacks sind mit entsprechenden Karten möglich und rundenlange Defensive schlägt plötzlich in einen Vorteil um weil man vielleicht Mana gesammelt hat wie ein blöder um richtig effektive Kreaturen oder Karten auszuspielen.
Wobei der Entwickler sogar ein Thema herausgenommen hat, das den Kampf ebenfalls immer verlängert hat. Die Kampfanimationen, wenn sich 2 Kreaturen beharken sind verschwunden und werden durch direkte Animationen auf dem Kontrahenten Bildschirm ersetzt. Ändert aber auch hier nichts an der Tatsache das Ihr lange sitzt. ;-) Wie bei den ersten Teilen sollte man den Action Gedanken a la Baten Kaitos schnell beiseite legen. Was das Spiel aber wie alle Card Games zu einem sehr speziellen macht. Die breite Zielgruppe die vergleichbar ein Pokemon Spiel anvisiert ist hier nicht unbedingt gegeben. Selbst Yu-Gi-Oh empfinde ich in vielen Teilen als seichter im Gameplay und damit für eine breitere Masse geeignet. Duel Masters ist bei den Card Games vielleicht das schwierigste und auch anspruchsvollste für den GBA. Präsentation ist hier das eine, der Tiefgang und die Möglichkeiten das andere. Wobei man für Zwischendurch mit 5 kleinen Minispielen, die man aus Arcade Zeiten kennt sich die Zeit mal vertreiben kann. Aber mehr als eine Zugabe ist das ganze auch nicht.
Grafik & Sound....
Natürlich vergißt man die Präsentation auch in diesem Spiel nicht, bleibt aber hier dem bisher gespielten in Teil 1 und 2 treu. Der Adventure Teil ist farbenfroh und detailliert, ohne jetzt Bäume auf dem GBA auszureißen. Dort wo man eigentlich die meiste Zeit zubringt, nämlich den Kampfbildschirmen hat sich wenig verändert und lockte seit Teil 1 grafisch kaum hinter dem Ofen hervor. Zwar kommen hier und da einige kleine Grafikeffekte dazu, ein Burner in Sachen Optik ist Duel Masters nicht und wird es auch nicht werden. Auch von daher ist das verzichten auf die Kampfanimationen nichts schlechtes. Technisch ist das Spiel frei von Kritik, hat aber auch keine Elemente in denen es Hektisch und Actiongeladen in Sachen Präsentation wird. Beim Sound bleibt der erste Teil irgendwie der gelungenste. Auch in Shadow of the Code hat man zu oft das gleiche Hintergrund Gedudel, das seine fernöstliche Herkunft nicht unbedingt verbergen kann. Auch wenn es schlimmere Musiken gibt sind die actiongeladenen Klänge hier reine Geschmackssache.
Multiplayer....
Der Multiplayer erlaubt euch erneut im Spiel 2 Systeme zu verbinden. Über den entsprechenden Menupunkt auf dem Hauptmenu kann man so zum einen Karten tauschen, Kämpfe Just for Fun austragen oder aber auch um Karten spielen, die beim Verlierer dann auch weg sind. Es gibt Statisitiken für alle 2Player Kämpfe und man kann so sehen wie gut man gegen Freunde gespielt hat. Für 2 Cracks mit dem Spiel eine sinnvolle Sache. Schade das man mit den Vorgängern nicht linken kann, sondern eben nur mit einem anderen Shadow of the Code Spieler. Logisch das bei dieser Variante dann auch jeder Mitspieler eine Cartridge benötigt.
Fazit....
Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern hat sich vor allem bei der Anzahl der Karten einiges getan. Dadurch erzielt man natürlich einen noch größeren Tiefgang, weil auch die Möglichkeiten mehr werden beim Kämpfen an sich. Das Feature mit Regeln zu diversen Turnieren ist mal was anderes, da man seine jahrelangen Taktiken umstellen muß. Der Umfang punktet wie bei den Vorgängern, während sich bei Grafik und Sound wenig bis garnichts getan hat. Ein Story die nun auch die Kreaturen mit einbezieht komplettiert den Eindruck. Für eine doch speziellere Zielgruppe als z.b. Yu-Gi-Oh oder Pokemon gemacht, bekommen Fans der Serie auch mit dem dritten Teil einiges geboten. Wer nur mal kurz reinschnuppern will ist hier aber eindeutig falsch. Wer einmal eintaucht in die Duel Masters Welt hat einiges vor sich. ;-) (matthias engert, mag64.de)
Pro+ Tiefgehendes Card Game
+ Wieder viele neue Karten
+ Hohe Spielzeit
+ Kreaturen in der Story
+ Sehr gelungenes Tutorial
+ Komplett deutsch
+ Speichern jederzeit
Contra- Hohe Eingewöhnungszeit
- Biederer Kampfbildschirm
- Sounds Geschmackssache
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