Fantastic Four

Review
Plattform
Nintendo Game Boy Advance
Vertrieb
Activision
Entwickler
Torus Games
Erscheinungsdatum
15.07.2005
Genre
Action
Fantastic Four [GBA , Mag64]

Gesamtwertung

60%/10

Grafik

69%

Sound

65%

Mehrspieler

-

Bedienung

Gut

Fantastic Four


Einleitung....

Der Sommer 2005 steht spielerisch fast ganz im Zeichen von Kino Umsetzungen. Ob Flatterman Batman, das abgedrehte Tieradventure Madagascar oder aktuell auch die Fantastic Four. An Helden und damit spielerisch umsetzbaren Inhalten mangelt es also nicht. Anders als bei Madagascar gibt es zu den Fantastic 4 nur 2 Versionen, die für Nintendo Spieler interessant sind. Wir kümmern uns hier zunächst um den GBA Ableger, der von der Software Schmiede Torus Games entwickelt wurde.

Menus und die Story....


Ein Thema hatten wir bei vielen Pärchentests in der Vergangenheit garnicht mehr ansprechen müssen, das Connectivity Feature. Man könnte als fast schon sagen das dieses eigentlich gelungene Feature so langsam still und leise zu Grabe getragen wird. Denn auch hier bietet man euch dieses nicht, und man darf gespannt sein ob da noch viel kommen wird. Die GBA Version der Fantastic Four ist zunächst ein reines Single Player Spiel. Auch wenn man durch 4 Superhelden etwas anderes annehmen könnte. Passend sind Dinge wie deutsche Sprache und ein Batteriespeicher, der euch 5 verschiedene Savegames ermöglicht. Startet Ihr das Spiel erwartet euch das spartanische Hauptmenu. Ihr könnt wählen zwischen dem Neustart eines Spiels, dem Laden eines Savegames und dem Besuch in den Optionen. Allerdings dienen diese nur für soundtechnische Dinge, sowie die Credits. Nicht enthalten sind im Spiel verschiedene Schwierigkeitsgrade, so das Ihr den Vorstellungen der Entwickler ausgeliefert seid. Beginnt Ihr ein neues Spiel kommt auch die Story zu ihrem Recht. Wie es sich für eine Kinoumsetzung gehört orientiert sich das Spiel natürlich am Film und Ihr als Spieler bekommt die Gelegenheit die Fantastic Four in Personen von Mr.Fantastic, Die Unsichtbare, Die Menschliche Fackel und Das Ding zu steuern. 4 Helden, die natürlich auch einen Gegenspieler brauchen. Diesen Part übernimmt Dr.Doom, der durch einen kosmischen Sturm in einen starken Schurken verwandelt wurde. Auch die Fantastic Four erlebten im All einen verhängnisvollen Ausflug in's All und erholen sich in Dooms medizinischer Anlage, wo eure Reise auch beginnt.

Technik und Gameplay....


Dabei ist das Spiel von der Story her so angelegt, das die 4 Helden erst nach und nach mit ihren Superkräften umgehen können und sich so erst entwickeln. Das Spiel beginnt in Doom's medizinischer Anlage, von wo aus Ihr euch den Weg bis zu Doom selber bahnen müßt. Das ist Spiel ist zunächst eingeteilt in 7 Level. Was wenig klingt wird relativiert durch zahlreiche Unterlevel nach dem Schema 1-1, 1-2, 1-3 u.s.w. Manche Level bieten dabei bis zu 9 dieser Stages, so das man über den Umfang später nur bedingt maulen kann. Dabei spielt Ihr diese Stages und Level nacheinander. Immer wenn ein Abschnitt gelöst ist wird automatisch gespeichert, und Ihr gelangt zum nächsten Teilabschnitt. Teilweise auch nur aus kleinen Zwischensequenzen bestehend stehen euch inklusive Dr. Doom 5 Boss Gegner im Spiel gegenüber. Schauen wir uns aber zuerst den spielerischen Part an. Fantastic Four ist einfach gesagt ein Actionprügler, der in einer Iso Sicht umgesetzt wurde. Das heißt Ihr schaut entfernt schräg auf eure Helden. Der Bildschirm ist dabei so eingeteilt das Ihr an Anzeigen einzig am unteren Bildschrimrand etwas findet. Dort stehen nebeneinander die 4 Kopfsymbole der Helden samt zweier Leisten. Daneben eine große Zahl, welche die Anzahl der aktuell verfügbaren Leben anzeigt. Die Leisten unter den Charakterköpfen definieren zum einen die Lebensleiste und zum anderen die Leiste für die kosmische Energie. Sie dient dazu Special Moves auszuführen. Leeren sich beide Leisten kann man diese durch verschiedene Pickups wieder auffrischen. Auch wenn es 4 Hauptcharaktere sind schickt euch das Spiel lange Zeit immer nur zu zweit in die Level. Erst bei den Boss Gegnern und in den hinteren Leveln geht es auch wirklich zu viert zur Sache.

Dabei kommt das Prinzip zum Tragen das Ihr einen Charakter steuert, während die anderen von der CPU übernommen werden und selbsständig agieren. Per L-Taste könnt Ihr unter den verfügbaren jederzeit hin und herschalten. Der große Teil im Gameplay spielt sich in Prügelmanier ab. Das heißt Ihr bewegt euch mit den Recken in einem 4 Way System durch die Iso Umgebungen und prügelt alles nieder was euch vor die Fäuste kommt. Was auch bedeutet das Ihr mit Geschicklichkeitseinlagen in Form von Jump'n Run Einlagen nichts am Hut habt. Per Kreuz bewegt Ihr den Charakter und mit der A und B Taste führt Ihr Kicks und Schläge aus. Nicht sonderlich variantenreich ist das ganze meist eine wüste Klopperei, die auch durch die kleinen Charaktere nicht wirklich nach gezielten Kinnschlägen aussieht. Die R-Taste allein dient nun zum Ausführen des Blocks. Im Verlauf des Spiels entwickeln sich die 4 Helden und erlernen automatisch zu bestimmten Zeitpunkten im Spiel neue Moves und die angesprochenen kosmischen Supermoves. Ist es beim einfachen Gekloppe in Sachen Wirkung relativ egal wer zuhaut, so bringen die Supermoves schon Unterschiede zu tage. Soll aber auch so sein. So kann Die Menschliche Fackel Gegner mit Geschossen auch aus der Ferne angreifen, oder Das Ding Objekte und darauf stehende Gegner von der Wand reißen und unschädlich machen. Mr. Fantastic kann durch seine langen Arme einen größeren Radius abdecken, während Die Unsichtbare Schilde erschaffen kann. Per R-Taste plus A und B führt man diese Specials aus. Ebenso werden die Grundattacken erweitert und neben einfachem A und B Gehämmer kommen Combos in Form von B+B+A dazu, die eine größere Wirkung haben. Auch wenn man das nicht immer nachvollziehbar der Fall ist. Gerade diese Moves wirken eher künstlich eingebaut, als wirklich wirkungsvoll. Einzig die Supermoves halten auch das was man sich von Ihnen verspricht.

In den Locations ist es dabei nicht Pflicht alles feindfrei zu machen. Geht es von einer Tür durch einen langen Gang zu einer weiteren Tür, könnte man auch durchrennen um weiter zu kommen. Ist das ganze anfangs linear, wird ab der Hälfte des Spiels auch mal variiert und man geht Wege mehrmals. Wobei hier vor allem ein Schlüssel und Key Card Feature öfters mal zum Tragen kommt. Der Großteil des Spiels ist aber so angelegt das man sich keinesfalls verläuft. Was auch dadurch spürbar ist das eine Kartenfunktion oder etwas ähnliches fehlt. Auch für die Charakterentwicklungen gibt es in dem Sinne keine Bildschirme oder Rubriken. All dies passiert automatisch. Rätsel sind im Spiel so gut wie keine enthalten. Wenn dann gilt es Podeste zu zerstören, die einen Schalter freilegen. Da man die Tür dazu aber jedesmal 1 Meter daneben schon erkennt, weiß man was wo zu tun ist. Kleine Terminals, die einen Code verlangen sind zudem sehr simpel gestrickt. Also den Grips anstrengen in dem Sinne muß hier niemand. Die Schwierigkeiten sind wenn die Boss Gegner, auch wenn hier der Gedanke Geduld am wichtigsten sind. Denn die Boss Fights sind verhältnismäßig lang. Der Rest an Gegnern, die zwar zahlreich daherkommen ist eher Kanonenfutter und nichts was erfahrene Gamer vor unlösbare Probleme stellt. Abwechslung in Sachen Gameplay gibt es durch die sogenannten Hot Spots. Spezielle Punkte die mit dem F4 Symbol auf dem Boden zu finden sind und eine Aktion eines der 4 Helden voraussetzen. Allerdings und das zieht das Feature auch wieder etwas nach unten ist es offensichtlich wer dort gebraucht wird und zweitens reicht es einzig sich drauf zu stellen und B zu drücken. Der Rest ist Sequenz oder einfache Aktionen des Spielers. Mr. Fantastic ist ein gutes Beispiel, der auf seinem Hotspot z.b. kleinere Schluchten begehbar macht weil er sich wie eine Brücke über die Lücke legt. Man schaltet danach zum anderen Charakter und läuft drüber. Nun noch Mr. Fantastic selber nachgeholt und weiter geht's.

Diese recht einfache Grundausrichtung ist auch das große Problem des Spiels. Wobei hier sogar die Spielzeit und der Umfang eine entscheidende Rolle spielen. Zunächst ist der Umfang an sich durchaus ausreichend für ein solches Spiel. Nur zieht sich das ganze durch das oftmals recht stupide Gameplay, das auch selten mal fordert. So spielt man also durchaus lange, aber eben immer das gleiche. Das ist dann auch die falsche Mischung. Das der Anspruch dann eben keine Schweißausbrüche verursacht kommt negativ dazu. Selbst Fans der Fantastic Four finden da spielerisch bessere Alternativen. Das Spiel ist zwar keine Gurke in dem Sinne, bietet aber trotz längerer Spielzeit einfach zu wenig um dauerhaft zu motivieren.

Grafik & Sound....


Grafisch siedelt sich das Spiel eher im GBA Mittelfeld an und ist vergleichbar mit den alten Star Wars Spielen, die vor Jahren auf dem GBA spielerisch genauso umgesetzt waren. Auch hier kann dem GBA anno 2005 mehr entlockt werden. Positiv das zumindest Effekte der Charaktere selber oder derer Special Attacken ordentlich umgesetzt sind. Die Menschliche Fackel zündelt also auch animiert durch die Gegend. Laufanimationen sind einfach gehalten, was aber auch durch die kleinen Charaktere nicht besser geht. Gut gefallen hat mir die technische Seite in Form das nicht warten müssens. Kennt man man ja von einigen dieser Team Spiele, das man immer nur bestimmte Abstände zwischen den Helden haben durfte. Das ist hier nicht so und die Abstände wie weit sie sich entfernen dürfen sind vollkommen egal. Beim Thema Scrolling gibt es keine Probleme, was aber auch überrascht hätte wenn es da Schwierigkeiten gäbe. Was die Umgebungen angeht gibt es ebenfalls Licht und Schatten. Vor allem die Innenräume von Gebäuden sehen sehr steril aus, während unterirdische Höhlenlocations teilweise mehr Farbpower bieten. Bodenständig trifft es in diesem Bereich ganz gut. Eher schwach ist der Sound, der vor allem durch viel Monotonie auffällt. Die Kampfgeräusche bieten kaum Variationen und die Hintergrundmusik dudelt teilweise belangloses daher. Auch hier hat der GBA schon besseres gesehen.

Fazit....


Nach den besseren Lizenzspielen in der Vergangenheit ist Fantastic Four auf dem GBA wieder ein Rückfall in alte Zeiten. Zwar ist das Spiel keine Mega Enttäuschung, bringt aber vor allem in Sachen Tiefgang und spielerischer Abwechslung wenig erhellendes mit. Auch deswegen schade weil der Umfang eigentlich in Ordnung ist. Nur eben zum Großteil immer das gleiche stupide Prügelgameplay, das auch selten fordert. So stellt sich auf Dauer wenig spielerische Motivation beim Spieler ein und man zockt halt ohne große Spannung auf das was da kommt. Wenn man gefordert wird dann bei den Boss Gegnern. Ein Grund zum Action Replay zu greifen ist das Spiel aber nicht. Schade, ich wünsche mir auf dem GBA mal eine Umsetzung im Stil von X-Men Legends auf dem GCN. Technisch sollte das kein Problem sein und würde länger Spaß machen. So sollten Fans der Fantastic Four lieber in ein anderes Spiel investieren oder mehrmals in Kino gehen. (mag64.de)

Pro
+ Einfache Steuerung
+ Team Gameplay ohne Warterei
+ Ordentlicher Umfang
+ Komplett Deutsch
+ BatterieSpeicher
+ Kosmische Supermoves

Contra
- Zu wenig Anspruch
- Fehlender Tiefgang
- Oft stupides Gameplay

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