Kirby - Nightmare in Dreamland

Review
Plattform
Nintendo Game Boy Advance
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
HAL Laboratory
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
0
Kirby - Nightmare in Dreamland [GBA , looki.de]

Gesamtwertung

82%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Gut

Kirby - Nightmare in Dreamland

Das fliegende Kissen ist wieder da! Wie sich die Umsetzung eines NES-Klassikers auf dem GBA macht, wer Superman wirklich ist und warum Eure Mutter Recht hatte als sie sagte „Iss alles auf, damit Du groß und stark wirst!“ erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Review.

Bei Kirby – Nightmare in dream land eine essentielle Frage: Die Hauptattacke des sympathischen Kissenbezuges besteht nämlich aus dem Einsaugen der Feinde. Einmal drin, ist Kirby ein gutes Stückchen grösser und muss sich entscheiden: Wird der Gegner – in Form eines Sternes - wieder ausgespuckt, können damit weitere Gegner ausgeschaltet werden. Viele Gegner jedoch können durch Druck nach unten auf dem Steuerkreuz geschluckt werden. Durch diesen Verdauungsprozess kann unser Held anschließend deren Spezialattacken ausführen. Gleichzeitig verändert sich auch sein Aussehen und passt sich dem des verschluckten Gegners an. So erscheint Kirby mal im Superman-Outfit, als Ufo oder als Reifen. Alternativ kann er sich auch selbst aufpumpen und schwebt engelsgleich durch die Levels. In diesem Fall bleibt als Attacke jedoch nur das Ausatmen der Luft übrig, wonach er allerdings schnurstracks wieder, im wahrsten Sinne des Wortes, auf dem Boden der Tatsachen landet. Auf der Erde angekommen kann Kirby dafür auch noch eine Rutschattacke ausführen.

Wofür aber das Ganze? Als klassisches Jump ´n´ Run ausgelegt muss Kirby die sieben Teile des Sternenzepters finden, das vom bösen König Nickerchen geklaut und zerbrochen wurde. Ohne das Sternenzepter aber gibt es keinen Traumbrunnen, der von der Energie gespeist wird, und ohne Traumbrunnen keine Träume! Fast schon ein Alptraum, aber selbst die gibt es nicht mehr. So muss sich unser glorreicher Held Kirby durch sieben quietschbunte Levels auf die Suche nach den Teilen des Sternenzepters machen, die von König Nickerchen natürlich an seine sieben besten Kumpels verteilt wurden.

Wem das Ganze irgendwie schon bekannt vorkommt, liegt natürlich richtig: Auch Kirby –Nightmare in dream land ist eine weitere Portierung eines alten Klassikers aus goldenen Nintendo-Zeiten. Dieses Mal jedoch ist die Herkunft nicht beim Super Nintendo, sondern noch früher zu suchen: In den seligen Anfangstagen des Game Boys wurde nach einem Spiel gesucht, das Anfänger den Einstieg in die Jump `n`Run Welt ermöglichen sollte. Beauftragt wurde damit HAL-Software im Jahr 1989. Kirby war erfolgreich, und so gab es auch auf dem NES ein Spiel mit ihm in der Hauptrolle „Kirbys Adventure“.

Kirby – Nightmare in Dream Land ist eine aufgebohrte Version dieses Spiels: Wunderschöne, Hintergründe machen fast jeden Level zu einer wahren Pracht. Auch der Sound ist ordentlich: Atmosphärische Musik, die von angenehm bis richtig funky klingt und gute Soundeffekte in bekannter Nintendo -Manier untermalen das Geschehen. Habt ihr erfolgreich einen Widersacher verschluckt, ertönt ein Gewinnjingle wie ihn ein einarmiger Bandit in Las Vegas auch nicht besser hinbekommen könnte. Die sieben verschiedenen Welten sind Mario-typisch in eine Oberwelt eingeteilt, von der Verbindungstüren in die einzelnen Abschnitte führen.

Innerhalb dieser Abschnitte jedoch gibt es auch wieder sternenumrankte Eingänge zu anderen Orten des Levels, Warpsterne und auch Kanonen, die meist in versteckte Bereiche führen. Es gibt auf der Oberwelt aber auch Tore, hinter denen man in einer Arena um Energie kämpfen kann, Eingänge zu einem der Bonusspiele und zu Räumen, in denen man einfach Gegner mit Spezialfähigkeiten findet, die man dann einsaugen darf.

Nach und nach werden innerhalb eines Abschnittes so alle Zugänge freigeschaltet, bis hin zur letzten Tür mit dem Abschnittsboss. Wie viel man vom Spiel gesehen hat, wird in einer Prozentanzeige angegeben. Wer hier die magischen Hundert erreichen will, muss seinen Kopf ganz schön anstrengen.

Die Zugänge zu versteckten Bereichen sind meistens nur mit einer bestimmten Spezialfähigkeit von einem Gegner zu erreichen, teilweise sogar nur in Kombination von mehreren, was die Langzeitmotivation natürlich vergrössert. Das eigentliche Spiel jedoch hat man schnell gesehen, die Levels lassen sich recht flott durchschweben oder – laufen, und auch die Bossgegner stellen keine allzu grossen Probleme dar und sind meist in kurzer Zeit erledigt.

Neu dazugekommen neben den Hintergründen ist auch ein Mehrspielermodus: Mit einem Modul können immerhin die Minigames zusammen gezockt werden, mit vieren sogar das ganze Abenteuer: Vier unterschiedlich farbige Kirbys stürmen dann auf einmal durch die Levels; was natürlich ganz andere Taktiken ermöglicht und einen Heidenspaß macht.

Fazit

Insgesamt gesehen eine der besten Portierungen von einem älteren System auf den GBA. Sehr einsteigerfreundlich, grafisch ein Genuss und auch der Sound spielt in der Oberliga.

Die zahlreichen Eigenschaften, die man „aufessen“ kann machen richtig Laune und sorgen für viel Abwechslung. Auch die Levels können dadurch unterschiedlich angegangen werden und haben dann oft Neues zu bieten. Das Auge ißt mit: Die Hintergründe überzeugen und auch die Animationen sind liebevoll gemacht.

Übernommen vom Original wurde jedoch auch die Konzeption: Klar auf jüngere Spieler zugeschnitten ist der Schwierigkeitsgrad entsprechend angepasst und auch die Spielzeit eher kurz. Für alle Einsteiger daher eine uneingeschränkte Empfehlung. Erfahrenere Jump `n`Run Spieler greifen vielleicht lieber zu einem der Mario-Titel, die längerfristigeren Spielspass bieten.

Kirby - Nightmare in Dreamland [GBA , looki.de]

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